Gesundheit & Leben im Alter

Gesund alt werden heißt: aktiv bleiben, Krankheiten vorbeugen und den Alltag selbstbestimmt gestalten. In diesem Ratgeber-Bereich bündeln wir über 90 geprüfte Artikel zu Vorsorge, häufigen Erkrankungen, Ernährung, Bewegung, sozialem Leben und Sicherheit im Alter – verständlich erklärt für Senioren und pflegende Angehörige.

Zu den Gesundheits-Themen

Gesund alt werden – das Wichtigste in Kürze

Die meisten Menschen erreichen ein hohes Alter zu Hause und selbstständig: 85,9 % aller Pflegebedürftigen in Deutschland werden zu Hause versorgt. Gleichzeitig ist Pflegebedürftigkeit im Lebensverlauf die Regel, nicht die Ausnahme – vor ihrem Tod waren zuletzt 85,8 % der Frauen und 72,7 % der Männer mindestens zeitweise pflegebedürftig.

Das Gute daran: Vieles lässt sich beeinflussen. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, geistige und soziale Aktivität sowie konsequente Vorsorge senken das Risiko für viele altersbedingte Erkrankungen und erhalten die Selbstständigkeit länger.

Quellen: Statistisches Bundesamt, Pflegestatistik (Stichtag 31.12.2023) · BARMER Pflegereport 2025 (Universität Bremen). Stand: 07/2026.

Wie das Alter den Pflegebedarf beeinflusst

Die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, steigt mit jedem Lebensjahrzehnt deutlich. Umso wichtiger sind Vorsorge und ein gesunder Lebensstil – sie verschieben den Pflegebedarf nach hinten.

AltersgruppePflegequote (Anteil pflegebedürftig)
unter 75 Jahrerund 2 %
75 bis unter 85 Jahrerund 24 % (jeder Vierte)
85 bis unter 90 Jahrerund 54 % (mehr als jeder Zweite)
90 Jahre und älterrund 82 % (vier von fünf)
Quelle: Statistisches Bundesamt / GBE-Bund, Pflegestatistik (Pflegequoten nach Altersgruppen, Stichtag 2021). Stand: 07/2026.

Die vier Säulen gesunden Alterns

Gesundheit im Alter entsteht aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Diese vier Bereiche bilden das Fundament – und in jedem finden Sie unten passende Ratgeber.

1

Bewegung

Kraft, Balance und Ausdauer erhalten Mobilität und beugen Stürzen vor.

2

Ernährung

Ausreichend Eiweiß, Vitamine und Flüssigkeit halten Körper und Immunsystem stark.

3

Geistige Aktivität

Gedächtnistraining und neue Reize halten das Gehirn leistungsfähig.

4

Soziale Teilhabe

Kontakte und Aufgaben schützen vor Einsamkeit und Depression.

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Häufige Fragen zu Gesundheit im Alter

Gesund alt werden bedeutet, körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie die Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten. Entscheidend sind vier Bereiche: regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, geistige und soziale Aktivität sowie konsequente Vorsorge.

Zu den häufigsten altersbedingten Erkrankungen zählen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Arthrose und andere Gelenkerkrankungen, Osteoporose sowie nachlassendes Seh- und Hörvermögen. Viele ältere Menschen sind von mehreren Erkrankungen gleichzeitig betroffen (Multimorbidität).

Regelmäßiges Kraft- und Balancetraining, festes Schuhwerk, gute Beleuchtung, das Beseitigen von Stolperfallen und eine Überprüfung der Medikamente senken das Sturzrisiko deutlich. Auch Sehhilfen und Hausnotrufsysteme erhöhen die Sicherheit.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt für Menschen ab 60 Jahren unter anderem Impfungen gegen Grippe, Pneumokokken, Gürtelrose (Herpes zoster) und COVID-19. Welche Impfungen im Einzelfall sinnvoll sind, besprechen Sie am besten mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt.

Wichtig sind ausreichend Eiweiß, Vitamine, Ballaststoffe und genügend Flüssigkeit. Da der Kalorienbedarf sinkt, der Nährstoffbedarf aber bleibt, sollte die Ernährung besonders nährstoffreich sein. Bei Appetitlosigkeit oder Schluckbeschwerden hilft eine individuelle Ernährungsberatung.

Gegen Einsamkeit helfen regelmäßige soziale Kontakte, Vereine, Seniorentreffs, ehrenamtliches Engagement und der digitale Austausch mit Angehörigen. Auch stundenweise Betreuung und Alltagsbegleitung schaffen Gesellschaft und Struktur im Tag.

Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Geld oder Wertsachen und lassen Sie keine unangekündigten Fremden in die Wohnung. Vereinbaren Sie mit der Familie ein Kennwort und legen Sie im Zweifel auf, um unter der echten Nummer zurückzurufen. So schützen Sie sich vor Enkeltrick und falschen Handwerkern.

Seniorengerechte Smartphones, Hausnotrufsysteme, Smart-Home-Lösungen wie automatische Beleuchtung, Gesundheits-Apps und Videosprechstunden unterstützen Selbstständigkeit und Sicherheit. Viele dieser Hilfen lassen sich einfach bedienen und im Alltag Schritt für Schritt einführen.

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