Wohnung nach Hüft-OP anpassen 2026: Hilfsmittel & Förderung

Praktische Hilfsmittel & staatliche Fördermöglichkeiten für ein sicheres Zuhause
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Eine Hüftoperation gehört zu den häufigsten Eingriffen in Deutschland, und die ersten zwölf Wochen nach dem Klinikaufenthalt entscheiden mit über den Heilungserfolg. In dieser Zeit gelten klare Bewegungsverbote, und die Wohnung muss kurzfristig auf eine eingeschränkte Beweglichkeit angepasst werden. Wir von Pflege Panorama erklären in diesem Ratgeber, welche Anpassungen sofort nötig sind, welche Hilfsmittel die Krankenkasse zahlt, wie die Förderung von 4.180 Euro funktioniert und wann ein größerer Umbau über Anbieter wie Aroundhome sinnvoll ist.

Auf einen Blick: Wohnung nach Hüft-OP anpassen 2026

Etwa 240.000 Hüftendoprothesen werden jährlich in Deutschland eingesetzt (Statistisches Bundesamt, 2024). 70 Prozent der Patienten sind Senioren über 70 (DGOOC, 2024). Wohnungs-Anpassungen reduzieren Luxations-Risiko um 35 Prozent (AWMF S2k-Leitlinie, 2024). Die Pflegekassen-Wohnumfeldverbesserung von 4.180 Euro deckt 60 Prozent der Anpassungs-Kosten (GKV-Spitzenverband, 2026). Etwa 18 Prozent aller Hüft-OP-Patienten benötigen Kurzzeitpflege (BARMER Pflegereport, 2024). Aroundhome vermittelt durchschnittlich innerhalb 7 Tagen drei Bauer-Angebote (Aroundhome, 2024).

Heilungs-Phase: Akut (1-7 Tage Klinik), Reha (3-4 Wochen stationär oder ambulant), Heilungs-Phase zu Hause (rund 3 Monate), volle Belastbarkeit nach 3-6 Monaten. Bewegungsverbote gelten nach AWMF-S2k-Leitlinie typischerweise 6-12 Wochen.

Wohnungs-Anpassung: Toilettensitzerhöhung, Duschsitz, Haltegriffe, höheres Bett (45-55 cm), Schwellen entfernen, Stolperfallen reduzieren. Viele Hilfsmittel werden direkt aus der Klinik über den Sozialdienst organisiert.

Hilfsmittel: Toilettensitzerhöhung, Duschsitz, Greifzange, Strumpfanzieher und Schuhlöffel mit Verlängerung sind nach §33 SGB V auf Rezept erhältlich. Die Pflegekasse fördert Wohnumfeld-Anpassungen mit bis zu 4.180 Euro nach §40 SGB XI.

Reha: Anschlussheilbehandlung 3-4 Wochen, danach 12 Wochen Reha-Sport. Für die Übergangszeit stehen Kurzzeitpflege (1.854 Euro) und Verhinderungspflege (1.685 Euro pro Jahr) zur Verfügung.

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Hüft-OP in Deutschland: Zahlen und Heilungsverlauf

In Deutschland werden jedes Jahr rund 240.000 Hüft-Endoprothesen eingesetzt. Das geht aus den Fallzahlen des Statistischen Bundesamtes für 2024 hervor. Damit gehört die Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP) zu den häufigsten planbaren Operationen im deutschen Gesundheitssystem. Rund 70 Prozent der Patientinnen und Patienten sind über 70 Jahre alt, was die Anpassung der Wohnung zu einem zentralen Thema für Seniorinnen und Senioren macht.

Der Heilungsverlauf folgt nach AWMF-S2k-Leitlinie zur Endoprothesenversorgung der Hüfte vier klar getrennten Phasen. In der Akutphase von ein bis sieben Tagen erfolgt die Behandlung in der Klinik mit erster Mobilisation am OP-Tag oder einen Tag später. Die Reha-Phase dauert drei bis vier Wochen, entweder stationär in einer Rehabilitationsklinik oder ambulant. Anschließend folgt die Heilungs-Phase zu Hause über rund drei Monate, begleitet von Physiotherapie. Die volle Belastbarkeit erreichen die meisten Operierten nach drei bis sechs Monaten.

Während der ersten 6 bis 12 Wochen gelten strenge Bewegungsverbote. Die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) empfiehlt, die Hüfte nicht über 90 Grad zu beugen, das operierte Bein nicht über das andere zu schlagen und keine Drehbewegungen mit fixiertem Fuß auszuführen. Auch das Schlafen auf der operierten Seite ist in den ersten Wochen meist untersagt. Wir von Pflege Panorama betonen, dass die individuelle Festlegung dieser Regeln durch das Operations-Team erfolgt; allgemeine Hinweise ersetzen keine persönliche Anweisung.

Komplikationen treten laut Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) bei rund 3 bis 5 Prozent der Hüft-TEP-Patienten auf. Häufig sind Luxationen (Auskugelung der Prothese), Thrombosen, oberflächliche oder tiefe Infektionen sowie heterotope Ossifikationen (Knochenneubildung im Weichgewebe). Eine angepasste Wohnung reduziert insbesondere das Luxationsrisiko deutlich, weil sie die in den Verhaltensregeln verbotenen Bewegungen im Alltag vermeidet.

Verhaltensregeln nach der OP: Was bedeutet das im Alltag?

Die vier zentralen Bewegungsverbote bestimmen, wie eine Wohnung kurzfristig umgestaltet werden muss. Erstens: keine Beugung der Hüfte über 90 Grad. Das verbietet tiefes Sitzen auf weichen Sofas, niedrigen Toiletten oder Hockern. Zweitens: kein Übereinanderschlagen der Beine, was beim Anziehen von Socken, Strümpfen oder Schuhen relevant wird. Drittens: keine Drehbewegung mit dem operierten Bein. Viertens: in der Regel kein Schlafen auf der operierten Seite.

Diese Regeln gelten nach AWMF-S2k-Leitlinie typischerweise 6 bis 12 Wochen. Der genaue Zeitraum hängt vom OP-Verfahren ab. Bei minimalinvasiven Zugängen verkürzen sich Verbote teilweise, bei klassischen Zugängen oder Revisionsoperationen können sie länger gelten. Die Operateurin oder der Operateur legt im Entlassungsbrief fest, was im individuellen Fall gilt. Pflegende Angehörige sollten diesen Brief gemeinsam mit dem Sozialdienst der Klinik durchgehen.

Im Alltag bedeuten diese Regeln dutzende kleine Anpassungen. Das Ankleiden erfolgt im Sitzen mit Greifzange und Strumpfanzieher. Schuhe haben elastische Schnürsenkel oder Klett. Beim Aufstehen vom Bett oder von der Toilette wird das operierte Bein zuerst nach vorne geschoben. Beim Autofahren als Beifahrer wird der Sitz weit nach hinten gestellt, das Einsteigen erfolgt rückwärts. Erfahrene Reha-Teams üben diese Bewegungsabläufe vor der Entlassung mit den Operierten ein.

Stürze sind in den ersten Wochen die größte Gefahr. Eine Wohnumfeld-Analyse zeigt typische Stolperfallen: Teppichkanten, lose Kabel, schlecht beleuchtete Flure, rutschige Badfliesen. Wir von Pflege Panorama empfehlen, vor der Entlassung aus der Klinik einen Rundgang durch die Wohnung zu machen und systematisch Risiken zu beseitigen. Eine ausführliche Anleitung dazu finden Sie in unserem Ratgeber zur Sturzprophylaxe für Senioren.

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Sofort-Anpassungen im Bad: Toilette, Dusche, Haltegriffe

Das Bad ist der Raum mit dem höchsten Sturzrisiko nach einer Hüft-OP. Rutschige Fliesen, beengte Verhältnisse und die Notwendigkeit, sich tief zu beugen, machen es zur ersten Anpassungs-Baustelle. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) berichtet, dass etwa 65 Prozent aller häuslichen Stürze von Senioren im Badezimmer passieren. Nach einer Hüft-OP steigt dieses Risiko zusätzlich.

Eine Toilettensitzerhöhung von 8 bis 10 Zentimetern ist unverzichtbar. Standard-Toiletten haben eine Sitzhöhe von rund 40 Zentimetern, die nach Hüft-OP zu niedrig ist und das 90-Grad-Verbot verletzt. Mit Toilettensitzerhöhung kommt die operierte Person auf 48 bis 50 Zentimeter Sitzhöhe und kann sich kontrolliert hinsetzen und aufstehen. Toilettensitzerhöhungen sind als Hilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbandes (Produktgruppe 33) gelistet und werden nach §33 SGB V auf Rezept zugezahlt.

Ein Duschsitz oder Duschstuhl macht das Duschen ohne tiefe Beugung möglich. Klappbare Wandsitze sparen Platz, freistehende Duschstühle bieten mehr Bewegungsfreiheit. Wichtig sind rutschfeste Füße und eine Tragkraft von mindestens 130 Kilogramm. Auch Duschsitze sind nach §33 SGB V verordnungsfähig. In der Wanne kann ein Wannenlift oder Wannensitz helfen, viele Operierte steigen aber für Wochen ganz auf die Dusche um.

Haltegriffe an Toilette und Dusche sind die wichtigste bauliche Anpassung. Ein Haltegriff neben der Toilette und mindestens einer in der Dusche reduzieren das Sturzrisiko deutlich. Saug-Haltegriffe sind nicht stabil genug; verschraubte Edelstahlgriffe halten Belastungen von 100 Kilogramm und mehr. Die Montage übernehmen Handwerker oder Sanitätshäuser. 

Rutschfeste Matten in Dusche und vor dem Waschbecken vervollständigen die Sofort-Maßnahmen. Antirutsch-Matten mit Saugnäpfen oder rutschfeste Folien direkt auf den Fliesen verhindern Wasserspritzer-Stürze. Wir von Pflege Panorama empfehlen zusätzlich Bewegungsmelder mit Nachtlicht, weil Senioren nach Hüft-OP häufig nachts zur Toilette müssen und in dieser Phase besonders sturzgefährdet sind.

Schlafzimmer: Bett, Aufstehhilfen, Beleuchtung

Im Schlafzimmer ist die Bett-Höhe der entscheidende Faktor. Ein zu niedriges Bett zwingt zu Beugungen über 90 Grad und macht das Aufstehen riskant. Optimal sind 45 bis 55 Zentimeter Sitzhöhe an der Bettkante; gemessen wird vom Boden bis zur Oberkante der Matratze. Wer ein niedrigeres Bett hat, kann mit Bett-Erhöhern (Holzklötze oder spezielle Aufsätze) nachrüsten oder ein Pflegebett nutzen.

Ein Pflegebett kann nach Hüft-OP eine sinnvolle Übergangslösung sein. Pflegebetten haben eine elektrisch verstellbare Höhe (38 bis 80 Zentimeter), Aufstehhilfen am Bettrand und einen Bettgalgen zum Hochziehen. Die Pflegekasse zahlt Pflegebetten ab Pflegegrad 1 nach §40 SGB XI als Hilfsmittel. Für Operierte ohne Pflegegrad ist die Verordnung über §33 SGB V nach OP für 4 bis 8 Wochen möglich, wenn die Klinik die medizinische Notwendigkeit attestiert.

Aufstehhilfen am Bettrand erleichtern den Lagewechsel. Bettaufstehhilfen sind klappbare Bügel, die seitlich am Rahmen befestigt werden und Halt beim Hinsetzen und Aufstehen bieten. Sie kosten 80 bis 200 Euro und sind teilweise hilfsmittelfähig. Eine Greifzange (50 bis 100 Zentimeter Länge) liegt griffbereit auf dem Nachttisch, um Gegenstände vom Boden aufzuheben, ohne sich zu beugen. Greifzangen sind nach §33 SGB V auf Rezept erhältlich.

Die Beleuchtung im Schlafzimmer und auf dem Weg zum Bad muss verlässlich sein. Nachttisch-Lampen mit großen Schaltern, Bewegungsmelder mit warmem Licht und blendfreie LED-Streifen unter dem Bett haben sich bewährt. Das Robert-Koch-Institut weist im Bericht zur Gesundheit älterer Menschen 2024 darauf hin, dass nächtliche Stürze bei Senioren zu rund 30 Prozent der schweren Sturzverletzungen führen. Eine durchgehend ausgeleuchtete Strecke vom Bett zur Toilette ist deshalb keine Komfort-, sondern eine Sicherheits-Frage.

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Wohnung allgemein: Schwellen, Stolperfallen, Wege

In der gesamten Wohnung müssen Stolperfallen systematisch beseitigt werden. Lose Teppiche und Läufer kommen in den ersten Wochen ganz weg oder werden mit Anti-Rutsch-Klebeband fixiert. Kabel werden hinter Möbeln verlegt oder in Kabelkanälen gebündelt. Türschwellen über 2 Zentimeter Höhe lassen sich mit Schwellenrampen aus Aluminium oder Gummi überbrücken; diese kosten 20 bis 80 Euro pro Schwelle.

Bei Mehretagen-Wohnungen wird die Treppe zum zentralen Hindernis. Treppensteigen ist in den ersten Wochen nach Hüft-OP zwar erlaubt, sollte aber langsam und immer mit Handlauf erfolgen. Beim Hinaufgehen wird zuerst das gesunde Bein gesetzt, beim Hinabsteigen zuerst das operierte. Wer nicht in jede Etage gehen kann oder will, sollte das Schlafzimmer für die Heilungs-Phase ins Erdgeschoss verlegen. Bei dauerhafter Einschränkung kommt ein Treppenlift infrage. 

Schmale Türen und enge Flure sind für Gehhilfen problematisch. Rollatoren brauchen mindestens 80 Zentimeter Durchgangsbreite, Rollstühle 90 Zentimeter. Wer die Wohnung dauerhaft barrierefrei machen möchte, kann Türen verbreitern lassen. Die Pflegekasse fördert solche Maßnahmen über §40 SGB XI mit bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme. Für die Heilungs-Phase reicht oft ein Gehstock oder ein leichter Rollator, mit dem auch schmale Durchgänge funktionieren.

Schuhanzieher mit langem Stiel und elastische Schnürsenkel verhindern verbotene Beugungen. Schuhanzieher sind 60 bis 80 Zentimeter lang und ermöglichen das Anziehen aus aufrechter Sitzposition. Strumpfanzieher (eine biegsame Plastikschiene mit Haltebändern) sind Hilfsmittel nach §33 SGB V und werden auf Rezept ausgehändigt. Wir von Pflege Panorama haben in unserem Ratgeber zur Wohnungs-Sicherung ein Raum-für-Raum-Vorgehen beschrieben, das sich auch für die Hüft-OP-Vorbereitung eignet.

Hilfsmittel auf Rezept: Was zahlt die Krankenkasse?

Eine Reihe wichtiger Hilfsmittel nach Hüft-OP wird von der gesetzlichen Krankenkasse nach §33 SGB V auf Rezept übernommen. Voraussetzung ist eine Verordnung durch Hausärztin, Hausarzt, Operateurin, Operateur oder Klinik. Viele Hilfsmittel werden bereits beim Klinikaufenthalt durch den Sozialdienst angemeldet und stehen am Tag der Entlassung zur Verfügung.

Die wichtigsten verordnungsfähigen Hilfsmittel nach Hüft-OP sind:

  • Toilettensitzerhöhung (8-10 cm, mit oder ohne Armlehnen)
  • Duschsitz oder Duschstuhl mit rutschfesten Füßen
  • Greifzange 50-100 cm Länge
  • Strumpfanzieher mit Haltebändern
  • Schuhlöffel mit Verlängerung 60-80 cm
  • Unterarmgehstützen oder Rollator
  • Bettaufstehhilfe (in vielen Verträgen verordnungsfähig)
  • Anti-Thrombose-Strümpfe für 6 Wochen postoperativ

Die gesetzliche Zuzahlung beträgt 10 Prozent des Preises, mindestens 5 und maximal 10 Euro pro Hilfsmittel. Wer von der Zuzahlung befreit ist, weil die Belastungsgrenze überschritten wurde, zahlt nichts. Pflegebedürftige Menschen mit Pflegegrad gelten oft als chronisch krank und erreichen die 1-Prozent-Grenze schnell. Die Befreiungsbescheinigung gibt es bei der Krankenkasse auf Antrag.

Die Lieferung erfolgt häufig direkt aus der Klinik oder durch ein angeschlossenes Sanitätshaus. Der Sozialdienst der Klinik organisiert die Verordnung, das Sanitätshaus liefert die Hilfsmittel an die Wohnadresse oder stellt sie zur Abholung bereit. Wir von Pflege Panorama empfehlen, mindestens zwei Wochen vor dem geplanten OP-Termin mit dem Sozialdienst Kontakt aufzunehmen, um die Versorgung schon vor Klinikaufenthalt vorzubereiten. Eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Antragsstellung haben wir in unserem Ratgeber zur Pflegegrad-Beantragung beschrieben.

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Pflegekasse §40 SGB XI: 4.180 Euro für Wohnumfeld-Verbesserung

Die Pflegekasse fördert wohnumfeld-verbessernde Maßnahmen nach §40 Abs. 4 SGB XI mit bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme (Stand 2026). Voraussetzung ist ein anerkannter Pflegegrad ab Pflegegrad 1. Der Zuschuss wird je Maßnahme gewährt; bei mehreren Personen mit Pflegegrad in einem Haushalt kann der Betrag bis zu 16.720 Euro erreichen. Die Beträge wurden zuletzt durch das Pflegeunterstützungs- und Entlastungsgesetz angepasst.

Geförderte Maßnahmen umfassen typische Umbauten zur Sturzprävention nach Hüft-OP:

  • Bodengleiche Dusche statt Wanne
  • Verbreiterung von Türen für Rollator oder Rollstuhl
  • Treppenlift bei Mehretagen-Wohnung
  • Fest verschraubte Haltegriffe in Bad und Flur
  • Schwellen-Beseitigung und Boden-Anpassungen
  • Höhenanpassungen von Sanitär-Objekten
  • Rampen am Hauseingang

Der Antrag wird vor Beginn der Maßnahme bei der Pflegekasse gestellt. Wichtig: Wer mit dem Umbau startet, bevor der Antrag genehmigt ist, riskiert den Anspruch zu verlieren. Pflegekasse oder Medizinischer Dienst prüfen den Bedarf, oft mit einer Wohnumfeld-Begehung. Nach Genehmigung kann der Auftrag vergeben werden. Die Pflegekasse zahlt nach Vorlage der Rechnung. 

Zusätzlich zur Pflegekasse fördert die KfW Banken-Gruppe altersgerechtes Umbauen. Das Programm 455-B (KfW-Zuschuss „Altersgerecht Umbauen“) gewährt 2026 bis zu 6.250 Euro Zuschuss bei einer förderfähigen Investition. Das Programm war zuletzt häufig ausgebucht; die KfW informiert auf ihrer Website über die aktuelle Verfügbarkeit. Pflegekasse und KfW lassen sich teilweise kombinieren, dürfen aber nicht für dieselbe Position doppelt abgerechnet werden.

Die Bauphase ist bei Hüft-Patienten meist überschaubar. Eine bodengleiche Dusche, Haltegriffe und kleinere Anpassungen lassen sich oft in 1 bis 2 Wochen umsetzen. Bei größeren Maßnahmen wie Türverbreiterung oder Treppenlift sollten 3 bis 6 Wochen eingeplant werden. Wer kurzfristig nach OP umbauen lässt, kann die Übergangszeit in Kurzzeitpflege überbrücken.

Treppenlift, Badumbau, Türverbreiterung: Wann lohnt sich das?

Größere bauliche Anpassungen lohnen sich, wenn die Einschränkungen nach Hüft-OP voraussichtlich dauerhaft sind oder weitere Mobilitäts-Probleme bestehen. Bei Senioren mit Arthrose im zweiten Hüftgelenk, Rückenproblemen oder Sturzanamnese sind Investitionen in barrierefreies Wohnen meist sinnvoll. Bei einer reinen Hüft-OP ohne Vorerkrankungen reichen oft die Hilfsmittel für die Heilungs-Phase aus.

Ein Treppenlift kostet 4.000 bis 12.000 Euro für gerade Treppen, 8.000 bis 18.000 Euro für kurvige. Bei Pflegegrad zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 Euro Zuschuss, KfW ergänzt bis zu 6.250 Euro. In Kombination kann ein Treppenlift weitgehend gefördert werden. Anbieter-Vergleiche zeigen Preisunterschiede von 30 bis 40 Prozent zwischen Marken. Über Aroundhome lassen sich bis zu drei kostenlose Vor-Ort-Angebote von regionalen Anbietern einholen.

Ein bodengleicher Duschumbau kostet 3.500 bis 8.000 Euro je nach Aufwand. Eingerechnet sind Demontage der alten Wanne, Estrich-Anpassung, neuer Ablauf, neue Fliesen und Glaswand. Bei Pflegegrad und §40-SGB-XI-Antrag bleiben oft 0 bis 2.000 Euro Eigenanteil. Die Bauzeit beträgt 5 bis 10 Werktage. Während dieser Zeit ist das Bad nicht nutzbar; Familien planen Hotel, Verwandtenbesuch oder Kurzzeitpflege ein.

Türverbreiterungen und kleinere Anpassungen sind oft schneller umzusetzen. Eine Tür von 70 auf 90 Zentimeter zu verbreitern kostet 600 bis 1.500 Euro pro Tür inklusive Türblatt-Tausch. Eine Schwellen-Anpassung mit Aluminium-Rampe ist mit 50 bis 200 Euro pro Schwelle deutlich günstiger. Wer mehrere Maßnahmen kombiniert, sollte einen Sanitär- und Trockenbau-Fachbetrieb beauftragen, der das gesamte Paket koordiniert.

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Reha-Phase, Übergangs-Hilfen und Pflegegrad

Die Anschlussheilbehandlung (AHB) folgt direkt auf den Klinikaufenthalt und dauert typischerweise 3 bis 4 Wochen. Sie kann stationär in einer Reha-Klinik oder ambulant in einem Reha-Zentrum erfolgen. Der Sozialdienst der Akut-Klinik beantragt die AHB bei der zuständigen Krankenkasse oder Rentenversicherung. Patientinnen und Patienten haben Wunsch- und Wahlrecht, was Klinik und Form (stationär oder ambulant) angeht. Die Belegung ambulanter Reha-Plätze hat seit 2020 deutlich zugenommen.

Während der Reha-Phase werden gezielt Beweglichkeit, Kraft und Gangsicherheit trainiert. Physiotherapie, Ergotherapie und medizinische Trainingstherapie sind die Säulen. Die Reha-Klinik schult Patienten zusätzlich in Alltags-Bewegungen: Treppensteigen, Anziehen, Auto einsteigen. Wir von Pflege Panorama betonen, dass die Reha aktiv genutzt werden sollte, weil sie unter ärztlicher Aufsicht erfolgt und die Belastung gezielt gesteigert wird.

Nach der AHB schließt sich der Reha-Sport an. Reha-Sport umfasst 50 Übungseinheiten innerhalb von 18 Monaten, typischerweise 12 Wochen mit zwei Einheiten pro Woche. Die Krankenkasse zahlt Reha-Sport bei ärztlicher Verordnung nach §64 SGB IX. Reha-Sport-Gruppen finden sich in Vereinen, Reha-Zentren und Physiotherapie-Praxen. Themen sind Beweglichkeitstraining, Muskelaufbau im Bereich Hüfte und Rumpf sowie Gangschulung.

Während der Reha-Phase sollte die Wohnung bereits fertig angepasst sein. Wer aus stationärer Reha nach Hause kommt, sollte die Hilfsmittel bereits vorfinden, größere Umbauten abgeschlossen haben und die Stolperfallen beseitigt wissen. Pflege Panorama empfiehlt, die Reha-Phase auch zur Vorbereitung der Heimkehr zu nutzen: Familien-Mitglieder können während dieser Zeit Umbauten organisieren, Hilfsmittel testen und Gehwege optimieren.

Wer nach der Reha noch nicht zu Hause zurechtkommt oder größere Umbauten in der Wohnung laufen, kann Kurzzeitpflege nutzen. Kurzzeitpflege bietet bis zu 8 Wochen Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung. Die Pflegekasse zahlt 2026 nach §42 SGB XI bis zu 1.854 Euro pro Jahr für Kurzzeitpflege. Voraussetzung ist ein Pflegegrad ab 2. Bei Pflegegrad 1 entfällt der Anspruch.

Verhinderungspflege ergänzt die Kurzzeitpflege während der Reha-Phase. Verhinderungspflege ist gedacht für Zeiten, in denen die normale Pflegeperson verhindert ist, etwa weil sie selbst zur Reha begleitet, in Urlaub fährt oder erkrankt ist. Die Pflegekasse zahlt nach §39 SGB XI bis zu 1.685 Euro pro Jahr. Bei vorheriger Pflege durch einen Angehörigen über 6 Monate kann zusätzlich Kurzzeitpflege-Budget übertragen werden, was den Gesamt-Spielraum auf 2.539 Euro pro Jahr erhöht.

Bei dauerhafter Einschränkung nach Hüft-OP kann ein Pflegegrad beantragt werden. Voraussetzung ist eine Beeinträchtigung der Selbstständigkeit über voraussichtlich mindestens 6 Monate. Der Medizinische Dienst (MDK oder Medicproof bei Privatversicherten) bewertet die Selbstständigkeit in sechs Modulen: Mobilität, Kognition, Verhalten, Selbstversorgung, Krankheits-Bewältigung und Alltagsleben. Bei Hüft-Patienten ist Mobilität meist das relevanteste Modul.

Pflegegrade reichen von 1 bis 5 mit Leistungen zwischen 131 und 990 Euro Pflegegeld pro Monat. Bei Hüft-OP mit Komplikationen wird oft Pflegegrad 2 oder 3 erreicht. Der Antrag wird formlos bei der Pflegekasse gestellt, danach folgt die Begutachtung innerhalb von 25 Arbeitstagen. Pflegende Angehörige sollten sich auf die Begutachtung vorbereiten, weil die kurze Sitzung den späteren Leistungsanspruch festlegt. Wir von Pflege Panorama haben den Ablauf in unserem Schritt-für-Schritt-Ratgeber zur Pflegegrad-Beantragung dokumentiert.

Komplikationen, Beratung und Anbieter-Vermittlung im Krankenhaus

Vier Komplikationen treten nach Hüft-TEP häufiger auf, und drei davon lassen sich durch Wohnumfeld-Anpassung deutlich reduzieren. Die Luxation der Prothese, also das Auskugeln der Hüft-Endoprothese aus der Pfanne, ist die direkt durch die Wohnung beeinflusste Komplikation. Sie tritt bei rund 1 bis 3 Prozent der Operierten innerhalb des ersten Jahres auf (Endoprothesenregister Deutschland 2024). Eine luxationsfreie Wohnung beachtet konsequent die Bewegungsverbote: keine 90-Grad-Beugung, kein Übereinanderschlagen, keine Drehbewegung.

Stürze in den ersten Wochen führen häufig zur Luxation oder zu Frakturen. Eine sturzsichere Wohnung mit Haltegriffen, beleuchteten Wegen, beseitigten Stolperfallen und rutschfesten Bodenbelägen reduziert das Risiko deutlich. Die Aktion „Das Sichere Haus“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder weist 2024 darauf hin, dass jeder zweite Sturz im häuslichen Umfeld vermeidbar wäre.

Thrombosen treten bei 0,5 bis 2 Prozent der Hüft-Operierten auf. Hier hilft die Wohnung nur indirekt, etwa durch ausreichend Bewegungsfläche für Übungen und einen Sessel oder Sofa-Platz, an dem die Beine hochgelegt werden können. Anti-Thrombose-Strümpfe für 6 Wochen postoperativ und Thrombose-Spritzen sind Standard. Heparinspritzen werden meist von einem ambulanten Pflegedienst gesetzt, wenn die Operierten dies nicht selbst können.

Infektionen sind selten, aber gefürchtet. Die Infektionsrate liegt bei rund 1 bis 2 Prozent (DGOOC, 2024). Die Wohnungs-Anpassung beeinflusst die Infektion nicht direkt, aber eine hygienische, gut zu reinigende Wohnung mit guter Beleuchtung erleichtert Wundkontrolle und Verbandswechsel. Heterotope Ossifikationen (Knochenneubildung im Weichgewebe) treten bei rund 5 Prozent auf und sind durch Wohnumfeld nicht beeinflussbar; sie werden durch frühe Mobilisation und ärztliche Nachsorge minimiert.

Der Sozialdienst der Klinik ist die erste Anlaufstelle für die Organisation der Wohnungs-Anpassung. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter beantragen Hilfsmittel, organisieren Anschlussheilbehandlung, vermitteln Pflegedienste und stellen Kontakte zu Sanitätshäusern her. In den meisten Akut-Kliniken ist der Sozialdienst werktags erreichbar; Termine werden über die Station vereinbart. Wir von Pflege Panorama empfehlen, den Termin schon am ersten oder zweiten Tag des Klinikaufenthalts zu nehmen, weil die Versorgungsplanung Zeit braucht.

Sanitätshäuser liefern Hilfsmittel oft direkt in die Wohnung. Beim Klinikaufenthalt wählt der Sozialdienst ein Sanitätshaus mit Liefer-Service aus oder fragt nach den Wünschen der Familie. Lieferung, Aufstellung und Einweisung sind in der Verordnung enthalten. Bei einer Toilettensitzerhöhung baut das Sanitätshaus den Aufsatz auf der Toilette an und prüft Stabilität, beim Duschsitz wird die Standfestigkeit vor Ort geprüft.

Für größere Umbauten verweist der Sozialdienst zunehmend auf Vermittlungs-Plattformen. Operierte oder ihre Familien füllen ein Formular aus, drei regionale Fachbetriebe melden sich für ein Vor-Ort-Angebot. Die Vergleichbarkeit der Angebote spart oft 20 bis 30 Prozent gegenüber dem ersten Anbieter, weil Preise und Leistungen konkret nebeneinander stehen.

Pflegestützpunkte ergänzen die Klinik-Beratung mit unabhängiger Sozialberatung. In Deutschland gibt es rund 540 Pflegestützpunkte (BAGSO, 2024), die kostenlos zu Pflegegrad, Wohnumfeld-Förderung und Hilfsmitteln beraten. Sie sind unabhängig von Krankenkasse und Klinik. Termine können vor oder nach der OP wahrgenommen werden. Bei Pflege Panorama haben wir auch die Burnout-Prophylaxe für pflegende Angehörige beschrieben, weil die Begleitung nach Hüft-OP belastend sein kann.

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Die wichtigsten Fragen

Wie lange muss ich die Bewegungsverbote nach Hüft-OP einhalten?

Die Bewegungsverbote gelten nach AWMF-S2k-Leitlinie typischerweise 6 bis 12 Wochen, wobei der genaue Zeitraum vom OP-Verfahren und individuellen Heilungsverlauf abhängt. Bei minimalinvasiven Zugängen können Verbote kürzer ausfallen, bei klassischen oder Revisions-OPs länger. Verbindlich ist immer die Anordnung der Operateurin oder des Operateurs im Entlassungsbrief. Wer unsicher ist, fragt beim Reha-Termin oder bei der Hausärztin nach. Auch nach Ablauf der Frist sollten extreme Bewegungen wie tiefe Hocke oder Schneidersitz dauerhaft vermieden werden.

Mobilitat im Alter
Hilfe bei der Bewegung

Was kostet eine vollständige Wohnungs-Anpassung nach Hüft-OP?

Bei reinen Hilfsmitteln (Toilettensitzerhöhung, Duschsitz, Greifzange, Strumpfanzieher, Bettaufstehhilfe) liegen die Eigenkosten bei 0 bis 30 Euro Zuzahlung, weil die Krankenkasse die Festbeträge nach §33 SGB V übernimmt. Bauliche Anpassungen wie Haltegriffe, Schwellen-Beseitigung oder eine bodengleiche Dusche kosten 500 bis 8.000 Euro. Mit Pflegegrad und §40-SGB-XI-Förderung von bis zu 4.180 Euro plus KfW-Zuschuss bis 6.250 Euro reduziert sich der Eigenanteil deutlich. Treppenlift und größere Umbauten erreichen 4.000 bis 18.000 Euro Brutto-Kosten.

Welche Hilfsmittel zahlt die Krankenkasse, welche die Pflegekasse?

Die Krankenkasse zahlt nach §33 SGB V Hilfsmittel wie Toilettensitzerhöhung, Duschsitz, Greifzange, Strumpfanzieher, Schuhlöffel mit Verlängerung und Gehhilfen. Die Pflegekasse zahlt nach §40 SGB XI Pflegehilfsmittel wie Pflegebetten und Wohnumfeld-verbessernde Maßnahmen wie Haltegriffe, Treppenlift oder bodengleiche Dusche. Ein Hilfsmittel wird genau einer Kasse zugeordnet; bei Doppel-Zuständigkeit klärt der Sozialdienst der Klinik oder die Pflegekasse, welche Kasse zahlt. Pflegebedürftige Menschen mit Pflegegrad nutzen beide Systeme parallel.

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Hilfe bei der Bewegung

Wann darf ich nach der Hüft-OP wieder Auto fahren?

Selbst Auto fahren ist meist nach 6 Wochen wieder erlaubt, sofern Schmerzen kontrolliert sind und die Reaktionsfähigkeit ausreichend ist. Voraussetzung ist die ärztliche Freigabe; rechtlich sind Operierte selbst verantwortlich, sich fahrtauglich einzuschätzen. Als Beifahrer ist Auto-Mitfahren ab Entlassung möglich, wenn der Sitz weit nach hinten gestellt wird und das Einsteigen rückwärts erfolgt. Sportliches Auto fahren oder Langstrecken sollten erst nach 8 bis 12 Wochen erfolgen.

Kann ich nach der Hüft-OP fliegen oder verreisen?

Kurze Inlandsflüge sind nach 4 bis 6 Wochen wieder möglich, Langstreckenflüge frühestens nach 8 bis 12 Wochen. Im Flugzeug erhöht das lange Sitzen das Thrombose-Risiko, weshalb Anti-Thrombose-Strümpfe und regelmäßige Bewegungspausen wichtig sind. Bei Operierten mit Pflegegrad ist Verhinderungspflege während der Reise eine Option, falls die Pflegeperson mitreist. Die Reisefähigkeit klärt der behandelnde Arzt im Einzelfall. Auf Kreuzfahrten mit medizinischer Versorgung an Bord ist Reisen oft früher möglich.

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Brauche ich nach Hüft-OP einen Pflegegrad?

Bei einer komplikationslosen Hüft-OP mit guter Heilung ist ein Pflegegrad in der Regel nicht dauerhaft nötig, weil die Selbstständigkeit nach drei bis sechs Monaten meist wiederhergestellt ist. Voraussetzung für einen Pflegegrad ist eine Beeinträchtigung von voraussichtlich mindestens sechs Monaten. Bei Komplikationen, Mehrfach-Erkrankungen oder anderen Vorerkrankungen kann ein Pflegegrad sinnvoll sein. Auch befristete Pflegegrade sind möglich, wenn die Genesung absehbar ist. Der Antrag erfolgt formlos bei der Pflegekasse, die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst.

Wer hilft bei der Antragstellung für Pflegekassen-Zuschuss und KfW?

Bei der Antragstellung helfen mehrere Stellen: erstens der Sozialdienst der Klinik, zweitens die Pflegekasse selbst mit Beratung nach §7a SGB XI, drittens die rund 540 Pflegestützpunkte in Deutschland, viertens unabhängige Sozialberatungen wie der Sozialverband VdK oder der Caritas. Bei baulichen Umbauten begleiten Fachbetriebe den Antrag oft mit, weil sie die nötigen Kostenvoranschläge erstellen. Plattformen wie Aroundhome vermitteln Fachbetriebe, die Erfahrung mit der Antragsstellung haben. Wichtig ist die Reihenfolge: erst Antrag, dann Beauftragung, dann Bauphase.

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Was ist, wenn die Wohnung baulich nicht anpassbar ist?

Wenn die Wohnung baulich nicht ausreichend anpassbar ist, kommen mehrere Alternativen in Frage. Erstens ein Umzug in eine barrierefreie Erdgeschoss- oder altersgerechte Wohnung. Zweitens Betreutes Wohnen mit eigener Wohnung und Notruf-System. Drittens eine Pflege-Wohngemeinschaft. Viertens ein Pflegeheim bei dauerhaft hoher Pflegebedürftigkeit. Bei Mietwohnungen muss die Vermieterin oder der Vermieter baulichen Anpassungen zustimmen; Pflegebedürftige haben aber nach §554a BGB einen Anspruch auf Zustimmung zu barrierefreien Maßnahmen, sofern die berechtigten Interessen der Vermietenden gewahrt bleiben.

Bild von Jan Berning
Jan Berning
Jan Berning ist Mitgründer von Pflege Panorama. Über mehrere Jahre hat er die 24-Stunden-Pflege-Agentur Dicura Seniorenbetreuung mit aufgebaut und geführt und dabei Familien bei der Organisation einer passenden häuslichen Betreuung begleitet, von der Bedarfsklärung über die Finanzierung bis zur laufenden Betreuung zu Hause. Diese Praxiserfahrung fließt in seine Ratgeber zu 24-Stunden-Pflege, Pflegefinanzierung, Pflegegraden und Pflegehilfsmitteln ein.
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