Burmeier zählt zu den bekanntesten deutschen Herstellern von Pflegebetten für die häusliche Pflege. Die drei wichtigsten Baureihen heißen Dali, Regia und Inovia. Sie unterscheiden sich vor allem in der Höhenverstellung, der maximalen Belastbarkeit und der Ausstattung der Seitensicherung. Viele dieser Betten sind im Hilfsmittelverzeichnis gelistet und können daher über ein ärztliches Rezept als Kassen- oder Pflegekassenleistung versorgt werden.
Kurz gesagt: Das Burmeier Dali ist das meistverbreitete Standard- und Niederflurbett (Liegehöhe je nach Variante ab ca. 23 cm, Arbeitslast meist 185 kg). Das Regia ist die hochwertigere Komfortlinie mit großem Höhenbereich (26 bis 80 cm), teilbarer Seitensicherung und bis zu 225 kg Arbeitslast. Das Inovia richtet sich an schwerere Personen mit ebenfalls 225 kg Arbeitslast und sehr niedriger Mindesthöhe. Bei medizinischer Notwendigkeit und Pflegegrad übernimmt in der Regel die Kasse die Kosten, meist als Leihbett.
Stand: September 2026 · Verfasst von der Pflege-Panorama-Redaktion, fachlich geprüft.
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Burmeier im Überblick: Wer steckt hinter der Marke?
Burmeier ist ein deutscher Spezialist für Pflegebetten und Mobiliarsysteme für den häuslichen Bereich. Das Unternehmen entwickelt Betten, die Sicherheit, Komfort und einfache Bedienung verbinden, und ist seit Jahren ein fester Begriff in der Versorgung pflegebedürftiger Menschen zu Hause. Die Betten arbeiten mit einem modernen 24-Volt-Antriebssystem, das Rückenlehne, Oberschenkellehne und Liegehöhe elektrisch verstellt.
Ein zentrales Verkaufsargument von Burmeier ist die Niederflur-Technik. Viele Modelle lassen sich sehr tief absenken, was das Sturzrisiko nachts deutlich reduziert, ohne dass ein durchgehendes Seitengitter nötig ist. Damit folgt Burmeier der Idee des sogenannten Werdenfelser Wegs, der freiheitsentziehende Maßnahmen in der Pflege möglichst vermeiden will. Wenn Sie sich grundsätzlich in elektrische Modelle einlesen möchten, finden Sie bei Pflege Panorama einen ausführlichen Ratgeber zu elektrischen Pflegebetten mit Funktionen und Kaufberatung.
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Burmeier Modelle und Eckdaten im Vergleich
Die folgende Tabelle ordnet die drei Hauptbaureihen nach Liegefläche, Höhenverstellung, Arbeitslast und Einsatzzweck ein. Die Werte stammen aus den Herstellerangaben und Produktdatenblättern des Fachhandels (Stand 2026) und können je nach Ausstattungsvariante leicht abweichen.
| Modell | Eckdaten (Höhe / Liegefläche / Arbeitslast) | Preisklasse | Für wen geeignet |
|---|---|---|---|
| Dali II (Standard) | Höhe ca. 40 bis 80 cm · 90 x 200 cm · 185 kg | Einstieg / mittel | Klassische häusliche Pflege, Standardversorgung |
| Dali Low Entry | Höhe ca. 23 bis 62 cm · 90 x 200 cm · 185 kg | mittel | Sturzgefährdete Personen, niedriger Einstieg |
| Regia (Easy-Switch / TSG) | Höhe ca. 26 bis 80 cm · 90 x 200 cm · bis 225 kg | gehoben | Komfort, anspruchsvolle Pflege, geteilte Seitensicherung |
| Inovia | Höhe ab ca. 22 cm bis 77 cm · 90 x 200 cm · 225 kg | gehoben | Schwerere Personen, hohe Belastbarkeit, tiefe Mindesthöhe |
Wichtig zur Einordnung: Die Liegefläche ist bei den Standardvarianten meist 90 x 200 cm, beim Dali gibt es auch eine Breite von 100 cm. Wer eine besonders hohe Belastbarkeit über 225 kg benötigt, sollte zusätzlich den Pflege-Panorama-Ratgeber zu Schwerlastpflegebetten für übergewichtige Personen prüfen, da Burmeier hier nicht den gesamten Markt abdeckt.
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Stärken und Schwächen der Burmeier Betten
Burmeier punktet vor allem mit der Niederflur-Technik und der breiten Kassenversorgung, hat aber wie jede Marke auch Grenzen. Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Punkte ehrlich zusammen.
- Sehr niedrige Liegehöhe: Dali Low Entry und Inovia senken sich auf rund 22 bis 23 cm ab und reduzieren so das Sturzrisiko ohne durchgehendes Gitter.
- Breite Kassenlistung: Viele Modelle sind im Hilfsmittelverzeichnis geführt und tragen oft zwei Hilfsmittelnummern (Krankenpflege und Pflegehilfsmittel).
- Stabile Belastbarkeit: Regia und Inovia tragen bis 225 kg sichere Arbeitslast und eignen sich damit auch für schwerere Personen.
- Geteilte Seitensicherung: Beim Regia lässt sich die Seitensicherung schrittweise erweitern, was dem Werdenfelser Weg entgegenkommt.
- Schwäche Gewicht und Größe: Die Betten sind mit rund 100 kg Eigengewicht schwer und brauchen Platz, ein Auf- und Abbau durch Laien ist kaum sinnvoll.
- Schwäche Optik: Im Auslieferungszustand wirken Standardvarianten eher technisch, eine wohnliche Holzumrandung ist teils Aufpreis.
Eine passende Matratze ist mindestens so wichtig wie das Bettgestell selbst. Welche Auflage zu welchem Pflegebedarf passt, lesen Sie im Pflege-Panorama-Ratgeber zur Pflegebett-Matratze. Wer noch grundsätzlich abwägt, ob ein eigenes Bett sinnvoll ist, findet Argumente im Ratgeber Pflegebett mieten oder kaufen.
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Kosten und Kasse: Wer zahlt das Burmeier Pflegebett?
Bei medizinischer Notwendigkeit übernimmt in der Regel die Kranken- oder Pflegekasse die Kosten für ein gelistetes Burmeier Pflegebett, meist als Leihgabe. Pflegebetten sind Hilfsmittel nach Paragraf 33 SGB V beziehungsweise Pflegehilfsmittel nach Paragraf 40 SGB XI. Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung und die Listung des Bettes im Hilfsmittelverzeichnis des GKV-Spitzenverbands. Genau hier liegt ein Vorteil von Burmeier, da viele Modelle dort geführt sind und teils zwei Hilfsmittelnummern tragen.
Wird das Bett bewilligt, stellt es der Versorger meist als Leihbett bereit, inklusive Aufbau, Wartung und späterer Rücknahme. Für Versicherte fällt dann in der Regel höchstens die gesetzliche Zuzahlung an. Den genauen Weg von der Verordnung bis zur Lieferung beschreibt der Ratgeber Pflegebett beantragen, die rechtlichen Details zu Anspruch und Leihgebühren der Ratgeber Pflegebetten von der Krankenkasse. Wer Wert auf einen besonders großen Verstellbereich legt, findet Hintergründe im Ratgeber zu höhenverstellbaren Pflegebetten.
Wer ein Bett privat kauft statt es über die Kasse leihen zu lassen, sollte mit einem deutlich höheren Eigenanteil rechnen. Im Fachhandel beginnen gebrauchte Burmeier Betten je nach Modell und Zustand bei rund 540 Euro, Neugeräte liegen je nach Ausstattung erkennbar darüber. Diese Spannen dienen nur zur groben Orientierung, da Preise von Variante, Zubehör und Anbieter abhängen.
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Fazit: Für wen lohnt sich ein Burmeier Pflegebett?
Ein Burmeier Pflegebett ist eine solide Wahl für die häusliche Pflege, weil die Marke Niederflur-Sicherheit, robuste Technik und eine breite Kassenversorgung verbindet. Für die Standardversorgung genügt meist das Dali, bei hohem Komfortanspruch oder geteilter Seitensicherung ist das Regia die bessere Wahl, und schwerere Personen sind mit dem Inovia gut bedient.
Welches Modell konkret bewilligt wird, hängt von der medizinischen Notwendigkeit, dem Pflegegrad und dem Versorgervertrag Ihrer Kasse ab. Lassen Sie sich vor der Auswahl unabhängig beraten und prüfen Sie mit Pflege Panorama, welche Burmeier Variante zu Ihrer Situation passt, bevor Sie einen Antrag stellen.
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Die wichtigsten Fragen
Welche Burmeier Pflegebett Modelle gibt es?
Die drei Hauptbaureihen sind Dali, Regia und Inovia. Das Burmeier Dali ist das Standard- und Niederflurbett, das hochwertigere Regia die Komfortlinie und das Inovia das Modell für schwerere Personen. Innerhalb der Reihen gibt es weitere Varianten wie Dali Low Entry oder Regia Easy-Switch, die sich in Höhe, Seitensicherung und Ausstattung unterscheiden.
Wie niedrig lässt sich ein Burmeier Bett einstellen?
Die niedrigste Liegehöhe liegt bei rund 22 bis 23 cm. Die Niederflur-Modelle Dali Low Entry und Inovia erreichen diesen Wert. Das reduziert die Fallhöhe und damit das Verletzungsrisiko bei nächtlichen Stürzen erheblich, ohne dass ein durchgehendes Seitengitter nötig ist.
Wie hoch ist die Arbeitslast bei Burmeier Pflegebetten?
Das Dali ist meist für eine sichere Arbeitslast von 185 kg ausgelegt, das maximale Patientengewicht liegt darunter. Regia und Inovia tragen bis zu 225 kg sichere Arbeitslast und eignen sich daher auch für schwerere Personen. Beachten Sie immer die Angaben des konkreten Datenblatts.
Zahlt die Krankenkasse ein Burmeier Pflegebett?
Ja, bei medizinischer Notwendigkeit und ärztlicher Verordnung übernimmt in der Regel die Kranken- oder Pflegekasse die Kosten, sofern das Modell im Hilfsmittelverzeichnis gelistet ist. Pflegebetten sind Hilfsmittel nach Paragraf 33 SGB V beziehungsweise Pflegehilfsmittel nach Paragraf 40 SGB XI.
Bekomme ich das Bett geliehen oder gekauft?
In den meisten Fällen stellt der Versorger das Bett als Leihgabe bereit, inklusive Aufbau, Wartung und Rücknahme. Für Versicherte fällt dann höchstens die gesetzliche Zuzahlung an. Den Ablauf erklärt der Pflege-Panorama-Ratgeber zum Beantragen eines Pflegebetts.
Was kostet ein Burmeier Pflegebett im freien Kauf?
Im Fachhandel beginnen gebrauchte Burmeier Betten je nach Modell und Zustand bei rund 540 Euro, Neugeräte liegen je nach Ausstattung darüber. Die genannten Spannen sind nur eine grobe Orientierung, da Preise stark von Variante, Zubehör und Anbieter abhängen.
Welches Burmeier Modell eignet sich für schwerere Personen?
Für schwerere Personen sind das Regia und vor allem das Inovia mit jeweils bis zu 225 kg sicherer Arbeitslast geeignet. Wird eine noch höhere Belastbarkeit benötigt, lohnt der Blick auf spezielle Schwerlastpflegebetten, die Pflege Panorama in einem eigenen Ratgeber behandelt.
Worin unterscheidet sich das Regia vom Dali?
Das Regia ist die hochwertigere Komfortlinie mit größerem Höhenbereich von etwa 26 bis 80 cm, geteilter und schrittweise erweiterbarer Seitensicherung und höherer Arbeitslast bis 225 kg. Das Dali ist das verbreitete Standardbett für die klassische häusliche Pflege mit meist 185 kg Arbeitslast.