Caritas Hausnotruf kostet im Basispaket meist rund 25,50 Euro im Monat, mit anerkanntem Pflegegrad bleibt der Eigenanteil dank Pflegekassen-Zuschuss oft bei 0 Euro. Caritas und Diakonie sind die beiden großen kirchlichen Hausnotruf-Anbieter in Deutschland. Beide sind allerdings regional organisiert, das heißt: Preise, Pakete und die genauen Leistungen unterscheiden sich von Ortsverband zu Ortsverband.
Stand: September 2026 · Verfasst von der Pflege-Panorama-Redaktion, fachlich geprüft.
Caritas und Diakonie Hausnotruf: Überblick
Kirchliche Wohlfahrtsverbände gehören zu den bekanntesten Hausnotruf-Anbietern in Deutschland und stehen für Erfahrung, Verlässlichkeit und ein dichtes regionales Netz. Das Wichtigste auf einen Blick:
- Tarif ab: ca. 25,50 bis 27 Euro pro Monat im Basispaket (regional unterschiedlich).
- Anschluss/Einrichtung: einmalig ca. 0 bis 60 Euro, bei Caritas vielerorts rund 48 Euro.
- Pflegekasse: mit Pflegegrad 1 oder höher Zuschuss von 27 Euro netto pro Monat, Eigenanteil im Basispaket oft 0 Euro.
- Zusatzfunktionen: Schlüsselhinterlegung, Sicherheits-/Service-Paket mit Pflegeeinsätzen, teils mobiler Notruf (kostet extra, meist privat zu zahlen).
- Organisation: regional eigenständige Verbände (Caritas-Ortsverbände, Diakonische Werke), daher abweichende Preise und Angebote.
Caritas und Diakonie sind keine Vermittlungspartner von Pflege Panorama. Wir nennen sie hier bewusst neutral, damit Sie einen vollständigen Marktüberblick erhalten und selbst entscheiden können. Einen direkten Anbietervergleich finden Sie in unserem Hausnotruf-Vergleich.
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So funktioniert der Caritas und Diakonie Hausnotruf
Das Prinzip ist bei allen klassischen Hausnotruf-Anbietern gleich: Auf Knopfdruck verbindet Sie eine Basisstation rund um die Uhr mit einer Notrufzentrale. So läuft ein Notruf bei Caritas oder Diakonie typischerweise ab:
- Knopfdruck: Sie drücken den wasserdichten Funksender, den Sie als Armband oder Halskette tragen (Reichweite je nach Wohnung ca. 30 bis 50 Meter).
- Verbindung zur Zentrale: Die Basisstation stellt automatisch eine Sprechverbindung zur 24-Stunden-Notrufzentrale her, ohne dass Sie zum Telefon müssen.
- Lagebeurteilung: Geschulte Mitarbeiter sprechen mit Ihnen, erkennen die Situation und greifen auf Ihre hinterlegten Daten (Erkrankungen, Medikamente, Kontaktpersonen) zu.
- Maßnahmen einleiten: Je nach Lage werden Angehörige, ein Pflegedienst oder der Rettungsdienst alarmiert.
- Hilfe vor Ort: Bei manchen Caritas- und Diakonie-Verbänden kommen im gebuchten Sicherheitspaket eigene Pflegekräfte zum Einsatz.
Pakete und Preise bei Caritas und Diakonie
Die Preise variieren regional, weil jeder Caritas-Ortsverband und jedes Diakonische Werk eigenständig kalkuliert. Die folgende Tabelle zeigt typische Spannen (Stand September 2026):
| Paket | monatlich ohne Pflegegrad | monatlich mit Pflegegrad | Unterwegs/mobil | Einrichtung |
|---|---|---|---|---|
| Basispaket (Gerät + 24/7-Zentrale) | ca. 25,50 – 27 Euro | oft 0 Euro (Zuschuss deckt Basis) | nicht enthalten | ca. 0 – 60 Euro |
| Schlüsselhinterlegung | + ca. 3,50 Euro | privat (nicht im Zuschuss) | – | – |
| Sicherheits-/Servicepaket (mit Pflegeeinsätzen) | ab ca. 23,50 Euro zusätzlich | privat (Aufpreis) | – | – |
| Mobiler Hausnotruf (GPS, unterwegs) | Aufpreis, je Verband | i.d.R. privat | ja (sofern angeboten) | regional unterschiedlich |
Wichtig zur Einordnung: Die genannten Werte sind typische Beispielpreise einzelner Caritas- und Diakonie-Verbände und keine bundesweit einheitlichen Tarife. Fragen Sie immer beim Verband an Ihrem Wohnort nach dem aktuellen Angebot. Wie sich die Kosten generell zusammensetzen, lesen Sie in unserem Ratgeber zu den Hausnotruf-Kosten.
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Funktionen und Zusatzleistungen
Das Basispaket deckt das Wesentliche ab: Funksender, Basisstation, 24-Stunden-Erreichbarkeit und die Organisation von Hilfe im Notfall. Daneben bieten Caritas und Diakonie Zusatzleistungen an, die extra kosten:
- Schlüsselhinterlegung: Damit Helfer im Notfall ins Haus kommen, ohne die Tür aufzubrechen. Kostet meist rund 3,50 Euro pro Monat und wird nicht von der Pflegekasse übernommen.
- Sicherheits-/Servicepaket: Bei vielen Caritas-Verbänden inklusive mehrerer Pflegeeinsätze pro Monat durch eigene Pflegekräfte. Aufpreis je nach Region.
- Automatische Sturzerkennung: Ein Sensor, der einen Sturz selbst meldet, falls Sie den Knopf nicht mehr drücken können. Mehr dazu im Ratgeber Hausnotruf mit Sturzerkennung. Diese Funktion zahlt die Pflegekasse nicht.
- Mobiler Notruf mit GPS: Für aktive Senioren, die auch unterwegs abgesichert sein wollen. Details im Ratgeber mobiler Hausnotruf. Auch hier gilt: privat zu zahlen.
Die Pflegekasse bezuschusst ausschließlich den stationären Basis-Hausnotruf, nicht mobile Geräte, GPS-Ortung oder Sturzsensoren. Den Antrag und alle Voraussetzungen erklären wir Schritt für Schritt unter Kostenübernahme Hausnotruf.
Bestellung, Installation und Kündigung
Der Weg zum Anschluss ist bei Caritas und Diakonie unkompliziert: Sie wenden sich an den Verband in Ihrer Nähe, vereinbaren einen Termin, und ein Mitarbeiter installiert das Gerät bei Ihnen zu Hause, weist Sie ein und testet die Verbindung. Eine eigene Telefonleitung ist bei modernen Geräten nicht zwingend nötig.
Die Kündigungsfrist liegt bei kirchlichen Anbietern üblicherweise bei rund einem Monat, oft monatlich kündbar. Prüfen Sie das im Vertrag Ihres Ortsverbands, da hier ebenfalls regionale Unterschiede möglich sind. Das Gerät bleibt Eigentum des Anbieters und wird nach Vertragsende zurückgegeben.
Den Pflegekassen-Zuschuss beantragen die meisten Caritas- und Diakonie-Verbände auf Wunsch für Sie mit. Sie reichen lediglich den Antrag bei Ihrer Pflegekasse ein, der Anbieter rechnet den monatlichen Zuschuss dann direkt mit der Kasse ab. So bleibt für Sie im Basispaket meist nichts zu zahlen, sofern ein Pflegegrad vorliegt. Die Höhe des Zuschusses ergibt sich aus den Festbeträgen des GKV-Spitzenverbands für Notrufsysteme (Hilfsmittel-Nummer 52.40.01), die rechtliche Grundlage ist Paragraf 40 SGB XI. Die Verbraucherzentrale weist zudem darauf hin, dass der Zuschuss für alle Pflegegrade gleich hoch ist.
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Fazit: Für wen lohnt sich Caritas oder Diakonie?
Caritas und Diakonie sind eine gute Wahl, wenn Ihnen ein etablierter, regional verankerter Anbieter mit persönlichem Service und langjähriger Erfahrung wichtig ist. Gerade das Sicherheitspaket mit echten Pflegeeinsätzen vor Ort hebt die kirchlichen Verbände von rein technischen Anbietern ab.
Der Nachteil der regionalen Organisation ist die fehlende Preistransparenz: Was ein Verband anbietet, kann beim Nachbarverband anders aussehen. Wer den günstigsten oder technisch modernsten Tarif sucht, sollte mehrere Anbieter vergleichen.
Unsicher, welcher Anbieter zu Ihrer Situation passt? Lassen Sie sich kostenlos beraten und finden Sie den passenden Hausnotruf. Pflege Panorama vergleicht für Sie verschiedene Anbieter und hilft Ihnen, den Pflegekassen-Zuschuss optimal zu nutzen. Auch für Paare gibt es passende Tarife.


Die wichtigsten Fragen
Was kostet der Caritas Hausnotruf im Monat?
Das Basispaket kostet bei vielen Caritas-Verbänden rund 25,50 Euro pro Monat plus einmalige Einrichtung (oft etwa 48 Euro). Mit Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse den Großteil, sodass häufig kein Eigenanteil bleibt. Die Preise sind regional unterschiedlich.
Zahlt die Pflegekasse den Caritas oder Diakonie Hausnotruf?
Ja, mit anerkanntem Pflegegrad 1 oder höher zahlt die Pflegekasse seit dem 1. April 2026 monatlich 27 Euro netto (32,13 Euro brutto) als Zuschuss zum Basis-Hausnotruf, dazu einmalig 10,49 Euro für die Einrichtung. Grundlage ist Paragraf 40 SGB XI.
Worin unterscheiden sich Caritas und Diakonie beim Hausnotruf?
Technisch sind sich beide kirchlichen Anbieter sehr ähnlich: klassischer Knopf-Hausnotruf mit 24/7-Zentrale. Beide sind regional organisiert, sodass Preise und Pakete weniger vom Träger als vom konkreten Ortsverband abhängen.
Sind die Preise bei Caritas bundesweit gleich?
Nein. Jeder Caritas-Ortsverband und jedes Diakonische Werk kalkuliert eigenständig. Deshalb können Grundgebühr, Einrichtungspauschale und Zusatzpakete je nach Region deutlich abweichen. Fragen Sie immer beim Verband an Ihrem Wohnort nach.
Bekomme ich einen Caritas Hausnotruf auch ohne Pflegegrad?
Ja, Sie können den Hausnotruf jederzeit privat buchen, dann zahlen Sie die Grundgebühr von rund 25,50 bis 30 Euro pro Monat selbst. Der Pflegekassen-Zuschuss greift nur mit anerkanntem Pflegegrad.
Ist die Schlüsselhinterlegung bei Caritas Pflicht?
Nein, die Schlüsselhinterlegung ist optional und kostet meist rund 3,50 Euro pro Monat. Sie sorgt dafür, dass Helfer im Notfall ins Haus kommen, ohne die Tür aufzubrechen. Die Pflegekasse übernimmt diese Zusatzleistung nicht.
Bietet Caritas auch einen mobilen Hausnotruf mit GPS?
Teilweise, einige Verbände bieten mobile Geräte mit GPS-Ortung für unterwegs an. Diese kosten extra und werden von der Pflegekassen-Pauschale nicht gedeckt. Mehr dazu im Ratgeber zum mobilen Hausnotruf.
Wie schnell ist der Caritas Hausnotruf installiert?
In der Regel innerhalb weniger Tage nach Ihrer Anfrage. Ein Mitarbeiter kommt zu Ihnen nach Hause, schließt die Basisstation an, weist Sie ein und testet den Notruf gemeinsam mit der Zentrale. Eine separate Telefonleitung ist bei modernen Geräten meist nicht erforderlich.