Der ASB Hausnotruf ist das Notrufsystem des Arbeiter-Samariter-Bundes, eines der großen deutschen Wohlfahrtsverbände. Mit einem Knopfdruck erreichen Sie rund um die Uhr eine ASB-Notrufzentrale, die im Ernstfall sofort Hilfe organisiert. Der ASB gehört seit Jahren zu den etablierten Anbietern und schnitt schon beim letzten großen Hausnotruf-Test gut ab.
Kurz gesagt: Der ASB Hausnotruf kostet je nach Ortsverband ab etwa 25,50 bis 30 Euro pro Monat plus einer einmaligen Anschlusspauschale von rund 20 bis 60 Euro. Wer einen Pflegegrad (ab Pflegegrad 1) hat und überwiegend allein lebt, bekommt seit dem 1. April 2026 einen Zuschuss von 27 Euro netto monatlich von der Pflegekasse. In vielen ASB-Kreisverbänden bleibt der Basistarif damit faktisch kostenfrei (Eigenanteil oft 0 Euro). Die Preise unterscheiden sich je nach Ortsverband.
Stand: September 2026 · Verfasst von der Pflege-Panorama-Redaktion, fachlich geprüft.
ASB Hausnotruf: Überblick
Der ASB bietet ein klassisches Hausnotrufsystem mit eigener 24-Stunden-Zentrale und einem dichten Netz regionaler Ortsverbände. Die wichtigsten Eckdaten auf einen Blick:
- Tarif ab: je nach Ortsverband rund 25,50 bis 27 Euro pro Monat, plus einmalig 20 bis 60 Euro Anschluss.
- Anschluss/Einrichtung: einmalig ca. 20 bis 60 Euro; manche Kreisverbände erlassen die Differenz zum Kassenzuschuss.
- Pflegekasse: 27 Euro netto/Monat Zuschuss ab Pflegegrad 1, plus 10,49 Euro einmalig zur Anschlusspauschale.
- Anschluss: Festnetz oder Mobilfunk (GSM-Box), je nach Ortsverband auch ohne Festnetzanschluss möglich.
- Zusatzfunktionen: Sturzsensor, Schlüsselhinterlegung, Mobilnotruf/Kombiruf, Tagestaste, teils Rauchmelder-Anbindung.
- Träger: Arbeiter-Samariter-Bund (gemeinnütziger Wohlfahrtsverband, kein gewinnorientiertes Privatunternehmen).
Wichtig zu wissen: Der ASB ist föderal organisiert. Es gibt keinen bundeseinheitlichen Preis, jeder Kreis- oder Ortsverband legt Tarife und Pakete selbst fest. Die hier genannten Zahlen sind realistische Spannen, der genaue Preis hängt von Ihrem regionalen ASB ab.
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So funktioniert der ASB Hausnotruf
Im Notfall genügt ein Knopfdruck, um Hilfe zu rufen. Das System ist bewusst einfach gehalten, damit es auch in Stresssituationen zuverlässig bedient werden kann. Der Ablauf:
- Knopfdruck: Sie drücken den wasserfesten Funksender, den Sie als Armband oder Halskette tragen. Die Reichweite zur Basisstation liegt bei rund 30 bis 50 Metern, also in der ganzen Wohnung und meist auch im Garten.
- Verbindung zur Zentrale: Die Basisstation stellt automatisch eine Sprechverbindung zur ASB-Hausnotrufzentrale her, die rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, besetzt ist.
- Lagebewertung: Die Mitarbeitenden sehen Ihre hinterlegten Daten (Vorerkrankungen, Medikamente, Kontaktpersonen) und sprechen mit Ihnen über die Freisprechanlage.
- Maßnahmen einleiten: Je nach Situation werden Angehörige, der ASB-Bereitschaftsdienst oder der Rettungsdienst alarmiert.
- Türöffnung: Ist ein Schlüssel hinterlegt, gelangen Helfer ohne Aufbrechen der Tür in die Wohnung.
Pakete & Preise
Die ASB-Tarife variieren je nach Region. Die folgende Tabelle zeigt typische Pakete und Preisspannen. Maßgeblich ist immer das Angebot Ihres örtlichen ASB-Verbandes.
| Paket | Ohne Pflegegrad | Mit Pflegegrad | Unterwegs/mobil | Einrichtung |
|---|---|---|---|---|
| Basis-/Standardpaket | ca. 25,50 bis 30 Euro/Mon. | oft 0 Euro (Zuschuss deckt Basis) | nein | ca. 20 bis 60 Euro einmalig |
| Komfort-/Komplettpaket | ca. 45 bis 53 Euro/Mon. | ca. 18 bis 26 Euro Eigenanteil | teils mit Tagestaste | ca. 20 bis 60 Euro einmalig |
| Mobilnotruf/Kombiruf | Basis + ca. 25 bis 40 Euro/Mon. | Aufpreis privat | ja, mit GPS | ca. 20 bis 60 Euro einmalig |
Quelle/Stand: ASB-Kreisverbände (u.a. ASB Hamburg), Verbraucherzentrale, Pflege-Panorama-Recherche, September 2026. Alle Angaben ohne Gewähr, regionale Abweichungen sind die Regel.
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Funktionen & Zusatzleistungen
Über den Basis-Notruf hinaus lassen sich beim ASB mehrere Zusatzfunktionen buchen. Wichtig: Die Pflegekassen-Pauschale deckt nur den stationären Basis-Hausnotruf, alle Extras zahlen Sie in der Regel privat.
- Sturzsensor: erkennt einen harten Aufprall und löst automatisch einen Notruf aus. Aufpreis ca. 6 bis 10 Euro/Monat (privat). Mehr dazu unter Hausnotruf mit Sturzerkennung.
- Schlüsselhinterlegung: Hinterlegung bei der ASB-Zentrale oder einem Helfer vor Ort. Je nach Verband im Paket enthalten oder 3 bis 25 Euro/Monat extra.
- Mobilnotruf/Kombiruf: Gerät mit GPS für unterwegs, oft kombiniert mit der Heimstation. Aufpreis ca. 25 bis 40 Euro/Monat (privat). Details unter Hausnotruf auf dem Handy.
- Tagestaste / Alles-in-Ordnung-Signal: tägliche Bestätigung, dass es Ihnen gut geht, sonst meldet sich die Zentrale.
- Bereitschaftsdienst: einige Verbände schicken eigene Helfer statt nur Angehörige zu alarmieren.
Was die Pflegekasse zahlt: ausschließlich den Basis-Hausnotruf (Hilfsmittel-Nr. 52.40.01, Paragraf 40 SGB XI). Sturzsensor, GPS-Mobilnotruf und in vielen Fällen die Schlüsselhinterlegung sind private Zusatzleistungen. Wie der Zuschuss genau funktioniert, lesen Sie unter Kostenübernahme Hausnotruf.
Bestellung, Installation & Kündigung
Die Beantragung läuft direkt über Ihren ASB-Ortsverband. Nach der Anmeldung vereinbart der ASB einen Termin, bringt die Geräte vorbei, schließt die Basisstation an Strom und Telefon- oder Mobilfunk an und erklärt die Bedienung. Die Installation ist meist im Anschlusspreis enthalten.
Den Pflegekassen-Zuschuss beantragt der ASB in der Regel für Sie mit, wenn ein Pflegegrad vorliegt. Liegt noch kein Pflegegrad vor, können Sie den Hausnotruf trotzdem als Privatzahler buchen. Die Kündigungsfrist beträgt nach einer kurzen Mindestlaufzeit (oft 1 bis 3 Monate) üblicherweise einen Monat, danach ist monatlich kündbar. Die genauen Bedingungen stehen im Vertrag Ihres Ortsverbandes.
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Fazit: Für wen lohnt sich der ASB?
Der ASB Hausnotruf lohnt sich für Menschen, die Wert auf einen gemeinnützigen, regional verankerten Anbieter mit eigener Notrufzentrale legen. Wer einen Pflegegrad hat und überwiegend allein lebt, fährt häufig mit einem Eigenanteil von 0 Euro für den Basistarif, das macht den ASB preislich sehr attraktiv.
Weniger ideal ist der ASB, wenn Sie bundesweit einheitliche Konditionen oder einen festen Online-Tarif erwarten, denn die föderale Struktur bedeutet schwankende Preise und Leistungen je nach Ort. Für sehr aktive Senioren, die vor allem unterwegs Sicherheit suchen, lohnt der Blick auf den mobilen Tarif und einen Anbietervergleich.
Transparenz-Hinweis: Pflege Panorama finanziert sich über die Vermittlung passender Anbieter und über Affiliate-Partnerschaften. Unsere Einschätzung bleibt davon unabhängig. Den ASB nennen wir hier neutral, ebenso wie andere Wohlfahrtsverbände (etwa Johanniter, DRK, Malteser oder Caritas), unabhängig davon, ob eine Partnerschaft besteht.
Sie sind unsicher, welcher Anbieter und welches Paket zu Ihrer Situation passt? In der kostenlosen Beratung von Pflege Panorama finden wir mit Ihnen den passenden Hausnotruf, ASB oder Alternative. Zum Quervergleich hilft auch unser Hausnotruf-Vergleich. Wer schon entschlossen ist, kann den ASB direkt beim örtlichen Kreisverband anfragen. So oder so begleitet Pflege Panorama Sie neutral bis zur Entscheidung.


Die wichtigsten Fragen
Was kostet der ASB Hausnotruf im Monat?
Der Basistarif liegt je nach Ortsverband bei etwa 25,50 bis 30 Euro pro Monat, dazu kommt eine einmalige Anschlusspauschale von rund 20 bis 60 Euro. Mit Pflegegrad deckt der Kassenzuschuss den Basistarif oft komplett. Die genauen Konditionen legt der jeweilige Ortsverband fest.
Zahlt die Pflegekasse den ASB Hausnotruf?
Ja, ab Pflegegrad 1 zahlt die Pflegekasse seit dem 1. April 2026 einen Zuschuss von 27 Euro netto monatlich plus 10,49 Euro einmalig. Voraussetzung ist, dass Sie überwiegend allein leben und zu Hause gepflegt werden. Der Zuschuss gilt für alle Pflegegrade gleich hoch.
Was kostet der ASB Notrufknopf ohne Pflegegrad?
Ohne Pflegegrad zahlen Sie den vollen Tarif selbst, also etwa 25,50 bis 30 Euro pro Monat plus Anschluss. Einen Kassenzuschuss gibt es nur mit anerkanntem Pflegegrad. Der Hausnotruf ist aber auch als reiner Privatkunde buchbar.
Wie gut ist der ASB Hausnotruf bei Stiftung Warentest?
Im letzten großen Hausnotruf-Test der Stiftung Warentest (08/2018) gehörte der ASB zu den besser bewerteten Anbietern, gemeinsam mit DRK und Malteser. Insgesamt vergab Warentest aber bestenfalls die Note befriedigend. Einen neueren Gesamttest gibt es bislang nicht, daher ist das Ergebnis als grobe Orientierung zu sehen.
Welche ASB-Hausnotruf-Erfahrungen gibt es?
Nutzerberichte heben meist die persönliche Betreuung, die schnelle Reaktion der Zentrale und den regionalen Bereitschaftsdienst positiv hervor. Kritisiert werden gelegentlich die je nach Verband unterschiedlichen Preise und Wartezeiten bei der Installation. Da der ASB regional organisiert ist, fallen Erfahrungen je nach Ortsverband verschieden aus.
Funktioniert der ASB Hausnotruf ohne Festnetz?
Ja, viele ASB-Verbände bieten eine Basisstation mit Mobilfunkmodul (GSM) an, die ohne Festnetzanschluss auskommt. Fragen Sie beim Ortsverband nach, ob eine Mobilfunk-Box verfügbar ist. Für unterwegs gibt es zusätzlich den mobilen Kombiruf mit GPS.
Kann ich beim ASB einen Sturzsensor dazubuchen?
Ja, der Sturzsensor ist als Zusatzoption für etwa 6 bis 10 Euro pro Monat erhältlich und löst bei einem harten Aufprall automatisch einen Notruf aus. Diese Funktion zahlt die Pflegekasse allerdings nicht, sie ist eine private Zusatzleistung.
Wie kündige ich den ASB Hausnotruf?
Nach einer kurzen Mindestlaufzeit von meist 1 bis 3 Monaten ist der Vertrag in der Regel monatlich kündbar, die Kündigungsfrist liegt häufig bei einem Monat. Die Kündigung richten Sie schriftlich an Ihren ASB-Ortsverband. Die genauen Fristen finden Sie in Ihrem Vertrag.