Ein Hausnotruf kostet 2026 in der Regel zwischen 23 und 29 Euro Grundgebühr pro Monat, dazu kommt einmalig eine Anschlussgebühr von 0 bis 60 Euro. Die gute Nachricht: Wer einen Pflegegrad hat, bekommt von der Pflegekasse seit dem 1. April 2026 einen monatlichen Zuschuss von 27 Euro netto. Damit deckt die Kasse das Basispaket bei den meisten Anbietern komplett ab, der Eigenanteil liegt dann oft bei 0 Euro.
Pflege Panorama erklärt Ihnen in diesem Ratgeber transparent, wie sich die Hausnotruf-Kosten zusammensetzen, was die einzelnen Anbieter wie DRK, Malteser, Johanniter, ASB und Caritas verlangen und wann zusätzliche Gebühren für mobile Geräte oder Sturzsensoren anfallen.
Stand: Juni 2026 · Verfasst von der Pflege-Panorama-Redaktion, fachlich geprüft.
- Grundgebühr: 23 bis 29 Euro pro Monat (Basispaket mit 24/7-Zentrale)
- Anschlussgebühr: einmalig 0 bis 60 Euro (je nach Anbieter)
- Pflegekassen-Zuschuss: 27 Euro netto pro Monat ab Pflegegrad 1 (seit 01.04.2026)
- Anschlusspauschale der Kasse: einmalig 10,49 Euro
- Eigenanteil mit Zuschuss: beim Basispaket oft 0 Euro
- Ohne Pflegegrad: Selbstzahler, ca. 30 Euro pro Monat
Was kostet ein Hausnotruf?
Ein Hausnotruf besteht aus einer Basisstation und einem Funksender (Knopf am Hals oder Handgelenk), den Sie im Notfall drücken. Der Knopf löst einen Anruf bei einer Notrufzentrale aus, die rund um die Uhr besetzt ist und im Ernstfall Angehörige, einen Bereitschaftsdienst oder den Rettungsdienst verständigt. Genau diese Dauerbereitschaft macht den größten Teil der monatlichen Kosten aus.
Die Grundgebühr deckt das Gerät (Miete), die 24/7-Zentrale und die Wartung ab. Sie liegt bei den gängigen Anbietern 2026 zwischen 23 und 29 Euro pro Monat. Hinzu kommt bei vielen Anbietern eine einmalige Anschluss- oder Einrichtungsgebühr, die von 0 Euro (bei manchen Wohlfahrtsverbänden) bis zu rund 60 Euro reichen kann.
Zusatzleistungen kosten extra. Das Basispaket umfasst den klassischen Knopf in den eigenen vier Wänden. Wer mehr Sicherheit möchte, kann Zusatzfunktionen buchen, die jeweils mit Aufpreis verbunden sind:
- Schlüsseltresor / Schlüsselhinterlegung: ca. 5 bis 10 Euro pro Monat, damit Helfer ohne Aufbrechen der Tür hereinkommen
- Automatische Sturzerkennung: Aufpreis je nach Anbieter, löst auch ohne Knopfdruck aus (mehr dazu auf unserer Seite zum Hausnotruf mit Sturzerkennung)
- Mobiler Hausnotruf mit GPS: dediziertes Gerät für unterwegs, oft 35 bis 50 Euro pro Monat (Details auf unserer Seite zum mobilen Hausnotruf)
- Tagestaste / Aktivitätskontrolle: regelmäßige Meldung an die Zentrale, kleiner Aufpreis
Wichtig zu wissen: Diese Zusatzfunktionen werden von der Pflegekassen-Pauschale in der Regel nicht übernommen, sie sind also Privatleistung. Welche Leistung die Kasse genau zahlt, lesen Sie ausführlich auf unserer Seite zur Kostenübernahme durch die Pflegekasse.
Wir vermitteln geprüfte Anbieter und kümmern uns kostenlos um den Antrag.
Preise der Anbieter im Vergleich
Die meisten Hausnotruf-Anbieter sind Wohlfahrtsverbände mit regional organisierten Ortsverbänden, weshalb die genauen Preise je nach Region abweichen können. Die folgende Tabelle zeigt typische Richtwerte für das Basispaket 2026. Einen ausführlichen Anbieter-Check finden Sie in unserem Hausnotruf-Vergleich.
| Anbieter | Basis pro Monat | Anschluss einmalig | Zusatz (Sturz/mobil) | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|
| Johanniter | ca. 25 bis 27 Euro | ca. 49 Euro | mobil/Sturz gegen Aufpreis | bundesweit, regional unterschiedlich |
| Malteser | ca. 25 bis 27 Euro | regional unterschiedlich | mobil/Sturz gegen Aufpreis | regionale Tarife |
| DRK | ca. 25 bis 27 Euro | regional unterschiedlich | mobil/Sturz gegen Aufpreis | regional organisiert |
| ASB | ca. 20 bis 27 Euro | regional unterschiedlich | mobil/Sturz gegen Aufpreis | Warentest 2018 vorn |
| Caritas / Diakonie | regional unterschiedlich | regional unterschiedlich | mobil/Sturz gegen Aufpreis | kirchliche Träger, je Ortsverband |
Lesehinweis zur Tabelle: Die Preise sind Richtwerte aus öffentlich einsehbaren Quellen (Stand Juni 2026). Da viele Verbände regional kalkulieren, können die tatsächlichen Tarife in Ihrer Stadt abweichen. Holen Sie vor Vertragsabschluss immer ein konkretes Angebot ein.
Transparenz-Hinweis. Pflege Panorama finanziert sich über die Vermittlung von Anfragen sowie über Affiliate-Partnerschaften. Unsere Einordnung der Anbieter erfolgt davon unabhängig. Nicht-Partner wie die Johanniter, das DRK oder der ASB werden hier neutral mitgenannt, damit Sie sich ein vollständiges Bild machen können.
Hausnotruf-Kosten je Pflegegrad
Der Pflegekassen-Zuschuss zum Hausnotruf ist für alle Pflegegrade gleich hoch. Das ist ein häufiges Missverständnis: Anders als beim Pflegegeld steigt der Hausnotruf-Zuschuss nicht mit dem Pflegegrad. Ob Pflegegrad 1 oder Pflegegrad 5, die Kasse zahlt seit dem 1. April 2026 in jedem Fall 27 Euro netto pro Monat plus 10,49 Euro einmalige Anschlusspauschale.
Hausnotruf mit Pflegegrad 1
Schon ab Pflegegrad 1 haben Sie Anspruch auf den vollen Zuschuss von 27 Euro pro Monat. Da das Basispaket der meisten Anbieter ungefähr in dieser Höhe liegt, beträgt Ihr Eigenanteil häufig 0 Euro.
Hausnotruf mit Pflegegrad 2
Bei Pflegegrad 2 ändert sich an den Hausnotruf-Kosten nichts gegenüber Pflegegrad 1. Der Zuschuss bleibt bei 27 Euro netto, der Eigenanteil beim Basispaket bei oft 0 Euro.
Hausnotruf mit Pflegegrad 3
Auch mit Pflegegrad 3 zahlt die Kasse 27 Euro zum Hausnotruf. Zusatzleistungen wie mobiler Notruf oder Sturzsensor bleiben unabhängig vom Grad Privatleistung.
Hausnotruf mit Pflegegrad 4
Bei Pflegegrad 4 gilt derselbe Zuschuss von 27 Euro netto. Wer mehr Funktionen benötigt, etwa wegen erhöhter Sturzgefahr, trägt die Mehrkosten selbst oder prüft eine Kombination mit anderen Leistungen der Pflegeversicherung.
Hausnotruf mit Pflegegrad 5
Auch im höchsten Pflegegrad 5 beträgt der Zuschuss 27 Euro. Die Voraussetzungen und das Antragsverfahren erklären wir Schritt für Schritt auf der Seite zur Pflegekassen-Kostenübernahme.
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Kostenübernahme durch die Pflegekasse
Die Pflegekasse übernimmt den Hausnotruf als technisches Pflegehilfsmittel nach Paragraf 40 SGB XI. Geführt wird das Gerät im Hilfsmittelverzeichnis unter der Nummer 52.40.01 (Notrufsysteme im häuslichen Bereich). Voraussetzung ist mindestens Pflegegrad 1, dass die Person überwiegend allein lebt (oder Mitbewohner im Notfall nicht helfen können) und in der eigenen Häuslichkeit gepflegt wird, also nicht im Heim.
Den Antrag stellen viele Anbieter für Sie. In der Praxis rechnen die großen Verbände direkt mit der Pflegekasse ab, sodass für das Basispaket gar kein Eigenanteil bei Ihnen ankommt. Damit wir hier keine Inhalte doppeln: Alle Details zu Voraussetzungen, Antrag und dem genauen Betrag finden Sie gebündelt auf unserer Schwerpunktseite zur Kostenübernahme durch die Pflegekasse. Quelle für die rechtlichen Grundlagen sind der GKV-Spitzenverband und Paragraf 40 SGB XI.
Ist Hausnotruf steuerlich absetzbar?
Für reine Privatzahler ist ein Hausnotruf in der eigenen Wohnung seit 2023 in der Regel nicht mehr steuerlich absetzbar. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil vom 15. Februar 2023 (Az. VI R 14/21) entschieden. Die Begründung: Ein Hausnotruf, der im Notfall lediglich den Kontakt zu einer Servicezentrale herstellt, erbringt keine Dienstleistung unmittelbar im Haushalt des Steuerpflichtigen. Damit fällt die Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen nach Paragraf 35a EStG weg.
Eine Ausnahme gibt es beim betreuten Wohnen. Wohnt jemand in einer betreuten Wohnanlage, in der nach dem Notruf eine Pflegekraft direkt in die Wohnung kommt, kann der Hausnotruf weiterhin absetzbar sein, weil die Hilfe dann im Haushalt erbracht wird. Die häufig im Netz kursierende Aussage, jeder Hausnotruf sei steuerlich absetzbar, ist seit dem BFH-Urteil veraltet. Prüfen Sie Ihren Einzelfall im Zweifel mit einem Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater.
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Fazit: Hausnotruf-Kosten realistisch einschätzen
Unterm Strich ist ein Hausnotruf gut planbar. Das Basispaket kostet 23 bis 29 Euro pro Monat, mit Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse seit April 2026 davon 27 Euro netto, sodass Sie häufig nichts oder nur wenig draufzahlen. Teurer wird es erst durch Zusatzfunktionen wie GPS, Sturzsensor oder Schlüsseltresor, die Sie selbst tragen.
Welcher Anbieter und welches Paket zu Ihrer Situation passt, hängt von Wohnort, gewünschten Funktionen und Pflegegrad ab. Die Berater von Pflege Panorama vergleichen für Sie kostenlos die passenden Anbieter und Tarife. Jetzt kostenlose Beratung anfordern und den passenden Hausnotruf finden.
Die wichtigsten Fragen
Was kostet ein Hausnotruf pro Monat?
Ein Hausnotruf kostet 2026 in der Regel zwischen 23 und 29 Euro Grundgebühr pro Monat für das Basispaket mit 24-Stunden-Zentrale. Mit Pflegekassen-Zuschuss von 27 Euro liegt der Eigenanteil oft bei 0 Euro.
Was kostet ein Hausnotruf ohne Pflegegrad?
Ohne Pflegegrad tragen Sie die Kosten als Selbstzahler, das sind im Schnitt rund 30 Euro pro Monat zuzüglich einer einmaligen Anschlussgebühr. Den Pflegekassen-Zuschuss gibt es nur mit anerkanntem Pflegegrad.
Wie hoch ist der Hausnotruf-Zuschuss der Pflegekasse 2026?
Die Pflegekasse zahlt seit dem 1. April 2026 monatlich 27 Euro netto (vorher 25,50 Euro) plus einmalig 10,49 Euro Anschlusspauschale. Der Zuschuss ist für alle Pflegegrade gleich hoch.
Fallen beim Hausnotruf einmalige Kosten an?
Ja, viele Anbieter berechnen eine einmalige Anschluss- oder Einrichtungsgebühr von 0 bis rund 60 Euro. Bei den Johannitern sind es etwa 49 Euro. Die Pflegekasse beteiligt sich mit einer Anschlusspauschale von 10,49 Euro.
Was kostet ein mobiler Hausnotruf?
Ein mobiler Hausnotruf mit GPS kostet meist 35 bis 50 Euro pro Monat und damit mehr als die stationäre Variante. Diese Mehrkosten zahlt die Pflegekasse nicht, sie sind Privatleistung. Mehr dazu auf unserer Seite zum mobilen Hausnotruf.
Welcher Anbieter ist beim Hausnotruf am günstigsten?
Die Basispreise von DRK, Malteser, Johanniter, ASB und Caritas liegen 2026 dicht beieinander, meist zwischen 20 und 27 Euro. Da viele Verbände regional kalkulieren, lohnt sich ein konkreter Angebotsvergleich, etwa über unseren Hausnotruf-Vergleich.
Ist ein Hausnotruf steuerlich absetzbar?
Für Privatzahler in der eigenen Wohnung in der Regel nein, das hat der Bundesfinanzhof 2023 entschieden. Eine Ausnahme gilt für betreutes Wohnen, wo nach dem Notruf direkt Hilfe in die Wohnung kommt.
Sind in der Grundgebühr alle Funktionen enthalten?
Nein, die Grundgebühr deckt nur das Basispaket mit Knopf, Basisstation und 24/7-Zentrale ab. Schlüsseltresor, Sturzsensor, mobiler Notruf oder Aktivitätskontrolle kosten jeweils Aufpreis und sind in der Regel nicht von der Pflegekasse gedeckt.