DRK Hausnotruf Erfahrungen und Test 2026

Pakete Preise technische Ausstattung und regionale Servicequalität im Vergleich damit Sie die passende Notruflösung für zu Hause finden
Pritisak Na Hitni Alarm
Inhalt dieses Beitrags

Über 1,1 Millionen Menschen in Deutschland nutzen einen Hausnotruf (GKV-Spitzenverband). Das System ist längst kein Nischenprodukt mehr, sondern fester Bestandteil der häuslichen Versorgung. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, stößt schnell auf das Deutsche Rote Kreuz. Aber wie gut ist der Service wirklich? Wir von Pflege Panorama haben uns die DRK Hausnotruf Erfahrungen genau angeschaut: Pakete, Preise, Technik und ehrliche Nutzerstimmen.

Der DRK Hausnotruf gehört zu den bekanntesten Anbietern in Deutschland. Mit bundesweiter Abdeckung und drei verschiedenen Paketen richtet er sich an Senioren, die allein leben, und an Angehörige, die sich mehr Sicherheit wünschen. Ob das Angebot hält, was es verspricht, klären wir in diesem ausführlichen DRK Hausnotruf Test.

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Das Deutsche Rote Kreuz: Wer steckt dahinter?

Das Deutsche Rote Kreuz ist eine der ältesten und größten Hilfsorganisationen in Deutschland. Gegründet 1863, engagiert sich das DRK heute in der Katastrophenhilfe, im Rettungsdienst, in der Altenpflege und eben auch im Hausnotruf. Die Organisation ist in Landes- und Kreisverbande gegliedert. Das bedeutet: Der Hausnotruf wird regional organisiert, und die Qualität kann je nach Standort variieren.

Die Stärke des DRK liegt in seiner Infrastruktur. Mit über 190.000 hauptamtlichen und rund 400.000 ehrenamtlichen Mitarbeitern ist die Organisation praktisch überall in Deutschland vertreten. Für den Hausnotruf bedeutet das eine breite Abdeckung, die kaum ein privater Anbieter in dieser Form bieten kann.

Gleichzeitig ist das DRK ein gemeinnütziger Verein. Es geht nicht um Gewinnmaximierung, sondern um Versorgung. Das spiegelt sich in den Preisen wider, die im Vergleich zu manchen privaten Anbietern moderat ausfallen.

Im Bereich Hausnotruf gehört das DRK neben dem ASB, den Maltesern und den Johannitern zu den vier großen Wohlfahrtsverbänden, die diesen Dienst anbieten. In den vergangenen Jahren sind zusätzlich private Anbieter wie Libify, Patronus oder Zembro auf den Markt gekommen, die mit moderner Technik um Kunden werben. Das DRK hält dagegen an seinem bewährten Modell fest. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, hängt von der persönlichen Situation ab.

 

🏥 DRK Hausnotruf 2026: Überblick

25,50 €
Basis/Monat
0 € mit PG
Pflegekasse zahlt
Platz 2
Stiftung Warentest '18
✓ Stärken:
Bundesweit, günstig, bekannte Marke
⚠️ Schwächen:
Technik veraltet, kein GPS
📊 1,1 Mio. Nutzer in Deutschland · Wasserdichter Sender · 24/7 Notrufzentrale

Pakete und Leistungen im Detail

Das DRK bietet seinen Hausnotruf in drei Paketen an. Alle drei enthalten das Basisgerät und einen wasserdichten Funksender, der als Armband oder Kette getragen wird. Der Unterschied liegt im Umfang der Hilfe, die im Notfall geleistet wird.

Basispaket: Der Einstieg

Preis: 25,50 Euro pro Monat. Enthalten sind das Notrufgerät für die Wohnung, ein wasserdichter Handsender und der Zugang zur 24/7-Notrufzentrale. Per Knopfdruck wird eine Sprechverbindung zur Zentrale aufgebaut. Die Mitarbeiter dort klären die Situation, informieren Angehörige oder alarmieren den Rettungsdienst.

Das Basispaket ist die häufigste Wahl und wird bei vorhandenem Pflegegrad vollständig von der Pflegekasse übernommen. Dazu gleich mehr.

Für viele Senioren reicht dieses Paket völlig aus. Die Notrufzentrale ist geschult, schnell zwischen Notfällen und harmlosen Situationen zu unterscheiden. Bei einem echten medizinischen Notfall wird der Rettungsdienst alarmiert. Bei einem Fehlalarm passiert nichts weiter. Und wenn jemand einfach unsicher ist und reden möchte, bleibt die Leitung offen.

Komfortpaket: Mit Schlüsselverwahrung

Preis: ca. 40 Euro pro Monat. Zusätzlich zu allen Basis-Leistungen beinhaltet dieses Paket die Schlüsselverwahrung. Das DRK bewahrt einen Wohnungsschlüssel sicher auf, damit im Notfall Helfer schnell in die Wohnung gelangen, ohne die Tür aufbrechen zu müssen.

Das klingt nach einem kleinen Detail, ist aber in der Praxis enorm wichtig. Stellen Sie sich vor, ein älterer Mensch stürzt und kann nicht mehr aufstehen. Ohne Schlüssel müsste die Feuerwehr die Tür öffnen. Das kostet Zeit und Geld. Mit der Schlüsselverwahrung läuft die Hilfe deutlich schneller ab.

Unsere Einschätzung: Für die meisten Nutzer ist das Komfortpaket die sinnvollste Wahl. Die Differenz zum Basispaket beträgt nur rund 15 Euro, der Mehrwert ist aber erheblich. Wer keinen Angehörigen in der Nähe hat, der einen Schlüssel verwahren kann, sollte diese Option ernsthaft in Betracht ziehen. Die Pflegekasse übernimmt zwar nur den Basisanteil von 25,50 Euro, aber die Zuzahlung von rund 15 Euro monatlich ist gut investiert.

Premiumpaket: Rundum-Schutz

Preis: ca. 55 Euro pro Monat. Das umfassendste Angebot. Neben Notrufgerät und Schlüsselverwahrung ist hier die Vor-Ort-Hilfe enthalten. Das bedeutet: Bei einem Notruf kommt ein DRK-Mitarbeiter persönlich vorbei, um zu helfen. Das kann ein Sturz sein, der keinen Rettungsdienst erfordert, aber wo die Person Unterstützung braucht, um wieder aufzustehen.

Die Vor-Ort-Hilfe hebt das DRK von vielen Wettbewerbern ab. Nicht jeder Anbieter hat eigene Einsatzkräfte, die im Bedarfsfall ausrücken können. Die Kosten liegen im Branchenvergleich noch moderat.

In der Praxis sieht das so aus: Die Notrufzentrale stellt fest, dass kein Rettungsdienst nötig ist, aber die Person allein nicht zurechtkommt. Dann wird ein DRK-Mitarbeiter aus der Region losgeschickt. Der kommt vorbei, hilft beim Aufstehen, prüft ob alles in Ordnung ist und bleibt so lange, bis die Situation geklärt ist. Für alleinlebende Senioren ohne Angehörige in der Nähe kann das den Unterschied zwischen einem kurzen Schreck und stundenlangem Warten auf dem Boden ausmachen.

 

📦 DRK Hausnotruf: 3 Pakete

Paket Preis/Mon Leistungen
Basis 25,50 € Notrufgerät, Sender, 24/7 Zentrale
Komfort ⭐ ca. 40 € + Schlüsselverwahrung beim DRK
Premium ca. 55 € + Vor-Ort-Hilfe durch DRK-Mitarbeiter
💡 Empfehlung: Komfort-Paket (+15 € für Schlüssel)
🔧 Einrichtung: 10,49 € einmalig

DRK Hausnotruf Kosten und Pflegekasse

Die Frage nach den DRK Hausnotruf Kosten lässt sich erfreulich klar beantworten. Das Basispaket kostet 25,50 Euro monatlich. Für die Einrichtung berechnet das DRK eine einmalige Anschlussgebühr von 10,49 Euro.

Wer einen anerkannten Pflegegrad (ab Pflegegrad 1) hat, kann den Hausnotruf als Pflegehilfsmittel bei der Pflegekasse beantragen. Die Pflegekasse übernimmt dann bis zu 25,50 Euro monatlich sowie die Anschlussgebühr von 10,49 Euro. Das Basispaket ist damit komplett abgedeckt. Sie zahlen keinen Cent aus eigener Tasche.

Was heißt das konkret?

Voraussetzungen für die Kostenübernahme: Ein anerkannter Pflegegrad (1 bis 5), das alleinige Wohnen oder das Zusammenleben mit einer Person, die im Notfall nicht zuverlässig helfen kann, und der Antrag bei der Pflegekasse. Das DRK hilft in der Regel beim Ausfüllen des Antrags.

Komfort- und Premiumpaket: Bei diesen Paketen übernimmt die Pflegekasse ebenfalls 25,50 Euro. Die Differenz zum tatsächlichen Paketpreis tragen Sie selbst. Beim Komfortpaket sind das ca. 15 Euro, beim Premiumpaket ca. 30 Euro monatlich.

Ohne Pflegegrad: Auch ohne Pflegegrad können Sie den DRK Hausnotruf nutzen. Sie tragen dann die vollen Kosten selbst. Das Basispaket mit 25,50 Euro pro Monat bleibt aber auch dann erschwinglich. Die Einrichtungsgebühr variiert je nach Kreisverband zwischen ca. 10 und 80 Euro.

Der Antrag bei der Pflegekasse ist unkompliziert. In der Regel genügt ein formloses Schreiben oder ein Anruf bei Ihrer Kasse. Das DRK hilft Ihnen häufig direkt bei der Installation mit dem Papierkram.

Steuerliche Absetzbarkeit: Wer keinen Pflegegrad hat und die Kosten selbst trägt, kann den Hausnotruf unter Umständen als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen. Voraussetzung ist ein ärztliches Attest, das die medizinische Notwendigkeit bestätigt. Die Einbaukosten lassen sich gegebenenfalls auch als haushaltsnahe Dienstleistung absetzen. Sprechen Sie dazu am besten mit Ihrem Steuerberater.

Mehr zu den Unterschieden der verschiedenen Anbieter und ihren Preisen lesen Sie in unserem Hausnotruf-Vergleich.

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Geräte und Technik

Das DRK setzt auf ein klassisches Hausnotruf-System. Die Ausstattung ist solide, aber nicht die modernste am Markt.

Basisstation: Das zentrale Gerät wird an den Telefonanschluss oder den Router angeschlossen. Es gibt Varianten für Festnetz und Mobilfunk. Die Mobilfunk-Version ist wichtig für Haushalte ohne Festnetzanschluss, was immer häufiger vorkommt. Die Sprechverbindung zur Notrufzentrale läuft über einen eingebauten Lautsprecher und ein Mikrofon im Gerät.

Handsender: Der Funksender ist wasserdicht und kann beim Duschen oder Baden getragen werden. Das ist ein großer Pluspunkt, denn das Badezimmer gehört zu den häufigsten Sturzorten im Haushalt. Die Reichweite beträgt 50 bis 100 Meter zum Basisgerät. Das reicht für Wohnung und Garten, aber nicht für Spaziergänge.

Fehlalarme: Es entstehen keine zusätzlichen Kosten, wenn Sie den Notruf versehentlich auslösen. Die Zentrale klärt die Situation per Sprechverbindung, und wenn alles in Ordnung ist, wird der Alarm ohne Konsequenzen beendet. Das senkt die Hemmschwelle, den Sender tatsächlich zu tragen und im Zweifelsfall zu drücken.

Optionale Zusatzgeräte: Je nach Kreisverband bietet das DRK verschiedene Erweiterungen an. Dazu gehören Rauchmelder, die mit der Notrufzentrale verbunden sind, Falldetektoren für automatische Sturzerkennung und Türöffner für den Fernzugriff.

Was die Technik angeht, gibt es allerdings auch Kritik. Einige Nutzer berichten, dass die Geräte teilweise veraltet wirken. Moderne Features wie GPS-Ortung, automatische Sturzerkennung im Standard oder eine App-Anbindung für Angehörige gehören nicht zum Standardangebot des DRK. Wer solche Funktionen sucht, muss sich bei spezialisierten Anbietern umsehen. In unserem Ratgeber zu mobilen Notrufsystemen mit GPS stellen wir diese Alternativen ausführlich vor.

💰 Kosten & Pflegekassen-Zuschuss

25,50 €
Pflegekasse/Monat
ab PG 1
10,49 €
Einrichtung
auch übernommen
0 €
Fehlalarm
kostet nichts
📊 Eigenanteil nach Paket (mit PG)
Basis: 0 € · Komfort: ca. 15 € · Premium: ca. 30 €
💡 Ohne Pflegegrad: Kosten selbst tragen, ggf. steuerlich absetzbar

Installation und Einrichtung

Die Einrichtung des DRK Hausnotrufs ist unkompliziert. Nach der Bestellung kommt ein DRK-Techniker zu Ihnen nach Hause und installiert das Gerät. Der Termin dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten. Dabei wird die Basisstation angeschlossen, der Handsender eingerichtet und ein Testnotruf durchgeführt.

Während der Installation werden auch Ihre Kontaktpersonen hinterlegt. Das können Angehörige, Nachbarn oder der Hausarzt sein. Die Reihenfolge, in der diese Personen im Notfall kontaktiert werden, legen Sie selbst fest. Wir empfehlen, mindestens zwei Kontaktpersonen anzugeben, die in der Nähe wohnen und im Ernstfall schnell vor Ort sein können.

Der Techniker erklärt alle Funktionen und beantwortet Fragen. Das ist auch eine gute Gelegenheit, die optimale Position für das Gerät zu finden. Es sollte möglichst zentral in der Wohnung stehen, damit die Sprechverbindung aus jedem Raum gut hörbar ist. Viele Nutzer stellen das Gerät im Flur auf.

Vor dem Termin sollten Sie prüfen, ob ein Telefonanschluss oder Internetrouter in der Nähe des geplanten Standorts vorhanden ist. Falls kein Festnetz vorhanden ist, wird eine Mobilfunk-Variante der Basisstation installiert. Halten Sie außerdem die Kontaktdaten Ihrer Angehörigen und des Hausarztes bereit, damit der Techniker diese direkt hinterlegen kann. Änderungen an den Kontaktpersonen sind auch später jederzeit möglich, erfordern aber einen Anruf beim zuständigen DRK-Kreisverband.

Die einmalige Installationsgebühr beträgt 10,49 Euro und wird bei vorhandenem Pflegegrad von der Pflegekasse übernommen.

 

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So läuft ein Notruf ab

Viele Angehörige fragen sich, was genau passiert, wenn der Knopf gedrückt wird. Hier der Ablauf.

Schritt 1: Die pflegebedürfte Person drückt den Knopf am Handsender. Das funktioniert auch unter der Dusche oder im Garten.

Schritt 2: Innerhalb weniger Sekunden baut die Basisstation eine Sprechverbindung zur DRK-Notrufzentrale auf. Die Person kann direkt mit einem Mitarbeiter sprechen, ohne zum Telefon gehen zu müssen.

Schritt 3: Der Mitarbeiter in der Zentrale klärt die Situation. Ist es ein medizinischer Notfall? Ein Sturz ohne Verletzung? Oder ein Fehlalarm? Je nach Einschätzung werden unterschiedliche Schritte eingeleitet.

Schritt 4: Bei einem echten Notfall wird sofort der Rettungsdienst alarmiert. Bei weniger dringenden Situationen wird die hinterlegte Kontaktperson angerufen. Im Komfort- und Premiumpaket kann das DRK zusätzlich die Tür öffnen und eigene Einsatzkräfte schicken.

Ein wichtiger Punkt: Fehlalarme kosten beim DRK nichts. Das ist nicht bei allen Anbietern so. Gerade bei älteren Menschen, die den Knopf versehentlich drücken, ist das ein beruhigendes Detail. Manche Senioren tragen den Sender nicht, weil sie Angst vor unbeabsichtigten Kosten haben. Beim DRK entfällt diese Sorge komplett.

Was allerdings auffällt: Bei der Sprechverbindung ist die Lautstärke des Basisgeräts entscheidend. Liegt die Person im Badezimmer auf dem Boden und das Gerät steht im Flur, muss die Lautstärke hoch genug eingestellt sein, damit die Kommunikation funktioniert. Bei der Installation sollten Sie darauf achten, dass das Gerät zentral steht und der Lautsprecher gut hörbar ist. Der DRK-Techniker kann das bei der Einrichtung mit Ihnen testen.

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DRK Hausnotruf Erfahrungen und Bewertungen

Jetzt wird es ehrlich. Was sagen die Menschen, die den DRK Notruf tatsächlich nutzen? Wir haben Erfahrungsberichte aus verschiedenen Quellen zusammengetragen. Das Bild ist gemischt.

Was Nutzer positiv bewerten

Zuverlässiger Grundservice: Die meisten Nutzer berichten, dass der Notruf zuverlässig funktioniert. Der Knopf wird gedrückt, die Verbindung steht, Hilfe wird organisiert. Das Kernversprechen hält das DRK ein.

Wasserdichter Handsender: Wird in vielen Erfahrungsberichten lobend erwähnt. Die Möglichkeit, den Sender unter der Dusche zu tragen, gibt vielen Nutzern ein Gefühl von Sicherheit. Gerade ältere Menschen, die im Bad unsicher auf den Beinen sind, schätzen das.

Keine Kosten bei Fehlalarm: Ein Punkt, den Angehörige besonders schätzen. Ältere Menschen haben manchmal Hemmungen, den Knopf zu drücken, weil sie Kosten befürchten. Beim DRK fällt diese Sorge weg. Andere Anbieter berechnen teilweise Gebühren für Fehlalarme.

Bundesweite Verfügbarkeit: Das DRK ist praktisch überall erreichbar. In ländlichen Regionen, wo private Anbieter oft nicht vertreten sind, kann das den Unterschied machen. Und die bekannte Marke senkt die Hemmschwelle, den Dienst auch tatsächlich zu nutzen.

Was Nutzer kritisieren

Wartezeiten bei der Hilfeleistung: Mehrere Berichte erwähnen Wartezeiten von 1 bis 2 Stunden, bis tatsächlich Hilfe vor Ort eintraf. Das betrifft vor allem die Vor-Ort-Hilfe im Premiumpaket. Wenn die nächste DRK-Bereitschaft weit entfernt ist oder gerade ausgelastet, kann es dauern. Bei echten medizinischen Notfällen wird natürlich sofort der Rettungsdienst alarmiert. Aber bei kleineren Vorfällen, etwa einem Sturz ohne Verletzung, kann die Wartezeit frustrierend sein.

Weiterleitung statt direkter Hilfe: Manche Nutzer berichten, dass die Notrufzentrale den Anruf an den regionalen Kreisverband weiterleitet, statt sofort selbst zu handeln. Im Basispaket ist das systembedingt so, denn eigene Einsatzkräfte gibt es nur im Premiumpaket. Diese Unterscheidung ist vielen Nutzern beim Vertragsabschluss nicht klar.

Regionale Unterschiede: Da jeder DRK-Kreisverband eigenständig arbeitet, schwankt die Qualität. Ein hervorragender Service in einer Stadt sagt wenig über die Qualität in einer anderen Region aus. Das macht es schwer, eine pauschale Empfehlung auszusprechen. Unser Rat: Sprechen Sie mit Ihrem lokalen DRK-Kreisverband, bevor Sie einen Vertrag abschließen. Fragen Sie gezielt nach den Reaktionszeiten in Ihrer Region und ob eigene Einsatzkräfte für die Vor-Ort-Hilfe verfügbar sind.

Kündigungsfristen: Einzelne Nutzer berichten von unklaren Kündigungsbedingungen. Die Fristen variieren je nach Kreisverband und liegen zwischen 1 und 3 Monaten. Lesen Sie den Vertrag vor Unterschrift aufmerksam durch und achten Sie besonders auf die Mindestlaufzeit und die Kündigungsfrist.

Für wen eignet sich der DRK Hausnotruf?

Nicht jeder Hausnotruf passt zu jeder Situation. Hier unsere Einschätzung, für wen das Deutsche Rote Kreuz Hausnotruf besonders geeignet ist.

Ideal für Senioren, die hauptsächlich zu Hause sind. Der klassische Hausnotruf funktioniert innerhalb der eigenen vier Wände. Wer selten das Haus verlässt und einen zuverlässigen Basisschutz sucht, bekommt beim DRK ein solides Angebot.

Ideal für Nutzer mit Pflegegrad. Das Basispaket wird vollständig von der Pflegekasse übernommen. Kein anderer großer Anbieter ist günstiger als kostenlos. Und selbst wenn Sie später auf ein höherwertiges Paket umsteigen, bleibt der Zuschuss von 25,50 Euro bestehen. Die Pflegekasse zahlt unabhängig vom gewählten Paket.

Ideal für ländliche Regionen. In Gegenden, wo private Anbieter wie Libify oder Patronus noch nicht aktiv sind, ist das DRK mit seiner Infrastruktur oft die einzige zuverlässige Option. Die dezentrale Struktur mit Kreisverbanden sorgt dafür, dass auch in dünn besiedelten Gebieten ein Ansprechpartner vor Ort ist.

Weniger geeignet für mobile Senioren. Wer viel unterwegs ist, im Garten arbeitet oder regelmäßig spazieren geht, braucht ein System mit GPS-Ortung und mobiler Notruffunktion. Das bietet das DRK in der Standardversion nicht. Der Handsender hat eine maximale Reichweite von 100 Metern zur Basisstation. Schon auf der Straße vor dem Haus funktioniert er möglicherweise nicht mehr.

Weniger geeignet für Menschen mit Demenz im frühen Stadium. Personen, die dazu neigen, das Haus zu verlassen und sich zu verirren, brauchen ein GPS-basiertes System. Der klassische DRK-Sender funktioniert nur in der Wohnung. In solchen Fällen ist ein mobiler Notruf mit GPS-Ortung die bessere Wahl. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu mobilen Notrufsystemen.

Alternativen zum DRK Hausnotruf

Wir von Pflege Panorama empfehlen immer, mehrere Anbieter zu vergleichen, bevor Sie sich entscheiden. Der Hausnotruf-Markt hat sich in den letzten Jahren stark verändert, und neben den klassischen Wohlfahrtsverbänden gibt es heute spezialisierte Anbieter mit modernen Lösungen. Je nach persönlicher Situation kann ein anderer Anbieter die bessere Wahl sein.

ASB (Arbeiter-Samariter-Bund): Testsieger bei Stiftung Warentest 2018. Aehnliche Struktur wie das DRK, ebenfalls ein Wohlfahrtsverband mit bundesweiter Abdeckung. Preislich vergleichbar, beim Test leicht besser bewertet. Monatlich kündbar. Der ASB überzeugte im Test vor allem bei Beratungsqualität und Vertragsgestaltung. Wer zwischen DRK und ASB schwankt, sollte sich bei beiden Anbietern vor Ort beraten lassen und die Konditionen des lokalen Verbands vergleichen.

Malteser: Ein weiterer großer Wohlfahrtsverband im Hausnotruf-Markt. Bekannt für guten Kundenservice und persönliche Betreuung. Kündigung mit 1 Monat Frist möglich, was flexibler ist als bei manchen Anbietern. In unserem Malteser Hausnotruf Test haben wir den Anbieter detailliert unter die Lupe genommen.

Libify: Spezialisiert auf mobile Hausnotrufsysteme mit GPS-Ortung und automatischer Sturzerkennung. Auf Trustpilot mit 5 Sternen bewertet. Libify richtet sich an Senioren, die auch außerhalb der Wohnung abgesichert sein möchten. Der Preis liegt höher als beim DRK, dafür ist die Technik deutlich moderner. Libify Hausnotruf ansehen.

Patronus: Bietet einen Hausnotruf als Armbanduhr an. Mit Pflegegrad ab 2 Euro pro Monat. Sturzerkennung, GPS und Telefonfunktion sind integriert. Ein völlig anderer Ansatz als das klassische Gerät des DRK. Besonders interessant für Menschen, die keinen klassischen Notrufsender tragen möchten. Die Uhr sieht aus wie eine normale Armbanduhr und fällt im Alltag nicht auf. Das kann die Akzeptanz deutlich erhöhen, denn viele Senioren lehnen den klassischen Notrufknopf ab, weil er sie ständig an ihre Hilfsbedürftigkeit erinnert.

Alle vier Alternativen haben ihre Berechtigung. Die Wohlfahrtsverbände (ASB, Malteser) bieten ein ähnliches Modell wie das DRK, mit dem Vorteil der bundesweiten Infrastruktur und der Kassenfinanzierung. Die privaten Anbieter (Libify, Patronus) punkten mit moderner Technik, sind dafür aber teurer und nicht überall verfügbar.

Unser Tipp: Fordern Sie bei mindestens zwei Anbietern ein unverbindliches Angebot an. So können Sie Leistungen und Preise direkt vergleichen. Den vollständigen Vergleich aller Anbieter finden Sie in unserem Hausnotruf-Vergleich 2026.

Fazit zum DRK Hausnotruf

Der DRK Hausnotruf ist ein solider, bewährter Dienst für die häusliche Absicherung. Besonders mit Pflegegrad lohnt sich das Basispaket, das vollständig von der Pflegekasse getragen wird. Gleichzeitig sollten Sie die Grenzen kennen: moderne Technik wie GPS oder Sturzerkennung gehört nicht zum Standard. Wer die besten DRK Hausnotruf Erfahrungen und Alternativen vergleichen möchte, findet in unserem Hausnotruf-Vergleich auf pflege-panorama.de alle Anbieter im direkten Vergleich.

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Die wichtigsten Fragen

Was kostet der DRK Hausnotruf monatlich?

Das Basispaket kostet 25,50 Euro pro Monat. Das Komfortpaket liegt bei ca. 40 Euro, das Premiumpaket bei ca. 55 Euro. Die Einrichtung kostet einmalig 10,49 Euro. Mit Pflegegrad wird das Basispaket komplett von der Pflegekasse übernommen.

Mobilitat im Alter
Hilfe bei der Bewegung

Übernimmt die Pflegekasse die Kosten für den DRK Hausnotruf?

Ja, ab Pflegegrad 1. Die Pflegekasse zahlt bis zu 25,50 Euro monatlich für den Hausnotruf sowie 10,49 Euro für die Installation. Damit ist das Basispaket vollständig abgedeckt. Für höherwertige Pakete tragen Sie die Differenz selbst.

Funktioniert der DRK Hausnotruf auch außerhalb der Wohnung?

Das Standard-System ist für den Einsatz in der Wohnung konzipiert. Der Handsender hat eine Reichweite von 50 bis 100 Metern zum Basisgerät. Für unterwegs gibt es beim DRK kein standardmäßiges GPS-System. Wer mobilen Schutz braucht, sollte Anbieter wie Libify oder Patronus prüfen.

Taegliche Uebungen 1000X667
Bild von Martin
Martin
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