Hauslift 2026: Modelle, Kosten, Foerderung im Pillar-Ueberblick

Hauslift 2026: Übersicht zu Modellen, Kosten & Förderung - Ihr Weg zum barrierefreien Wohnen
Inhalt dieses Beitrags

Ein Hauslift kann ein Einfamilienhaus barrierefrei machen, ohne dass eine Treppe weichen muss. 14.600 Menschen sterben jaehrlich in Deutschland an haeuslichen Unfaellen, ein grosser Teil davon ueber 74 Jahre alt und auf der Treppe (KfW Fokus 285, 2024). Wir von Pflege Panorama erklaeren, wann sich ein Hauslift lohnt, welche Modelle es gibt und wie hoch die Foerderung 2026 ausfaellt.

Auf einen Blick: Hauslift 2026

Was ist ein Hauslift? Ein Hauslift, oft auch Homelift genannt, ist ein vertikaler Aufzug fuer Privathaeuser. Er faehrt zwischen zwei oder drei Etagen, braucht in modernen Varianten keinen Aufzugschacht und transportiert je nach Modell eine bis drei Personen, auch im Rollstuhl.

Kosten 2026. Hauslifte liegen je nach Modell, Etagen-Anzahl und Einbausituation typischerweise zwischen 22.000 und 55.000 Euro inklusive Einbau. Schachtfreie Compact-Modelle starten guenstiger, rollstuhlgerechte Large-Modelle liegen am oberen Ende.

Foerderung. Pflegekassen-Zuschuss bis 4.180 Euro je Massnahme (§ 40 Abs. 4 SGB XI, ab Pflegegrad 1), KfW-Zuschuss 455-B bis 6.250 Euro bei Standard „Altersgerechtes Haus“ und KfW-Kredit 159 bis 50.000 Euro. Stack-bar bis ueber 60.000 Euro.

Wann lohnt sich ein Hauslift? Wenn mehrere Etagen zu erschliessen sind, mehrere Bewohner den Lift nutzen sollen, die Treppe baulich erhalten bleiben muss oder ein Rollstuhl im Spiel ist. Bei einer einfachen geraden Treppe und Einzelnutzung ist ein Treppenlift meist guenstiger.

Installation. Moderne schachtfreie Hauslifte sind in 1 bis 2 Tagen eingebaut. Es sind keine aufwaendigen Renovierungen noetig, in vielen Faellen reicht ein bestehender Hohlraum oder eine freie Ecke im Treppenhaus.

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Was ist ein Hauslift? Definition und Abgrenzung

Ein Hauslift ist ein elektrisch betriebener, vertikaler Aufzug fuer den Einsatz in Privathaeusern. Er ueberwindet zwischen zwei und vier Etagen und ist baurechtlich kein Personenaufzug im Sinne der Aufzugsverordnung, sondern ein Maschinenprodukt nach Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Geregelt ist er in der DIN EN 81-41 fuer vertikale Hublifte mit umschlossener Kabine.

Vom Treppenlift unterscheidet sich der Hauslift fundamental. Der Treppenlift transportiert eine Person sitzend entlang der Treppe nach oben. Der Hauslift hebt eine geschlossene Kabine senkrecht zwischen den Etagen, parallel zur Treppe oder an einer freien Stelle im Grundriss. Die Treppe bleibt fuer andere Bewohner und Besucher voll nutzbar.

Vom klassischen Personenaufzug unterscheidet ihn die Bauart. Hauslifte arbeiten meist mit Spindelantrieb oder Hydraulik und brauchen weder Aufzugmaschinenraum noch Schachtgrube. Sie sind kompakter, deutlich guenstiger im Einbau und beduerfen keiner TUEV-Pflicht im klassischen Sinne, sondern werden vom Hersteller jaehrlich gewartet.

Begriffe sind in der Branche nicht einheitlich. „Hauslift“, „Homelift“, „Senkrechtlift“, „Privataufzug“ oder „Personenlift“ werden synonym verwendet. Im Sprachgebrauch von Pflege Panorama meinen wir mit Hauslift immer die schachtarme oder schachtfreie Variante fuer den Privatgebrauch.

 

Hauslift vs Treppenlift vs Plattformlift: Welcher Lift fuer welche Situation?

Die richtige Lift-Loesung haengt von vier Faktoren ab: Treppenform, geplante Etagen, Nutzerprofil und Budget. Wir haben die Entscheidung in einer Vergleichstabelle verdichtet. Sie ersetzt keine Beratung vor Ort, hilft aber bei der ersten Eingrenzung.

KriteriumTreppenliftPlattformliftHauslift
Treppe bleibt nutzbar?EingeschraenktEingeschraenktJa
Rollstuhl-tauglich?NeinJaJa (Large-Modell)
Mehrere Bewohner gleichzeitig?NeinNeinJa (Twin, Large)
Mehrere Etagen?Bis 2 Etagen sinnvoll1 Etage typischBis 4 Etagen
Investition3.500 bis 14.000 Euro9.000 bis 15.000 Euro22.000 bis 55.000 Euro
Einbauzeit1 Tag2 bis 3 Tage1 bis 2 Tage
Pflegekassen-Zuschuss4.180 Euro4.180 Euro4.180 Euro

Fuer eine gerade Standardtreppe mit einer Person als Nutzer ist der Treppenlift fast immer die wirtschaftlichste Wahl. Er kostet ein Viertel bis ein Drittel des Hauslifts und ist in einem Tag installiert. Laut ADAC-Marktbeobachtung liegen gerade Treppenlifte zwischen 3.500 und 10.000 Euro.

Bei mehreren Etagen, mehreren Bewohnern oder Rollstuhl-Anforderung kippt die Rechnung zugunsten des Hauslifts. Wer drei Etagen zu erschliessen hat, muesste sonst zwei oder drei Treppenlifte einbauen, deren Summe schnell den Preis eines Hauslifts erreicht. Und keiner der Treppenlifte kann einen Rollstuhl transportieren.

In unserem Detail-Vergleich Hauslift vs Treppenlift rechnen wir drei konkrete Szenarien durch, in denen die Entscheidung zwischen den beiden Lift-Typen besonders haeufig faellt.

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Hauslift-Modelle 2026: Compact, Twin und Large im Ueberblick

Im DE-Markt dominieren Hauslift-Modelle in drei Groessenklassen. Bei Mobilae als groesstem unabhaengigem Vermittler heissen sie Compact, Twin und Large. Andere Hersteller nutzen aehnliche Bezeichnungen oder eigene Modellnamen, die technischen Eckdaten sind aber vergleichbar.

Compact: Der platzsparende Einsteiger

Der Compact ist die schmalste Hauslift-Variante mit einer Grundflaeche von rund 0,87 Quadratmetern. Er transportiert eine Person, ist schachtfrei einbaubar und passt in vielen Faellen in einen freien Treppenhaus-Bereich oder einen ehemaligen Garderoben-Bereich. Typisch bei Einfamilienhaeusern mit zwei Etagen.

Vorteile sind der geringe Platzbedarf und die kurze Einbauzeit. Der Compact eignet sich, wenn eine einzelne pflegebeduerftige Person den Lift nutzt und das Haus baulich begrenzten Platz bietet. Die Tragfaehigkeit liegt typischerweise bei 200 bis 250 Kilogramm.

Twin: Die Familien-Loesung fuer zwei Personen

Der Twin bietet 1,21 Quadratmeter Kabinenflaeche und Platz fuer zwei Personen. Damit eignet er sich fuer Paare, in denen einer der Partner pflegebeduerftig ist, oder fuer Situationen, in denen Angehoerige beim Lift-Fahren begleiten muessen. Tragfaehigkeit bis ca. 300 Kilogramm.

Der Twin ist die meistverkaufte Variante im Mobilae-Sortiment. Er deckt die Mehrheit der Use-Cases ab, ist aber noch nicht rollstuhlgerecht im strengen Sinn. Ein elektrischer Rollstuhl passt nur, wenn der Nutzer beim Fahren stehen bleibt oder auf einen kleineren Faltrollstuhl umsteigen kann.

Large: Rollstuhlgerecht mit niedriger Schwelle

Der Large ist explizit rollstuhltauglich und transportiert bis zu drei Personen. Die Schwelle am Ein- und Ausstieg ist niedrig genug, dass auch elektrische Rollstuehle ohne Anlauf einfahren koennen. Tragfaehigkeit bis 400 Kilogramm.

Wer Wert auf langfristige Barrierefreiheit legt und absehen kann, dass ein Rollstuhl irgendwann zum Alltag gehoert, sollte direkt zum Large greifen. Der Aufpreis gegenueber dem Twin liegt typischerweise bei 4.000 bis 8.000 Euro.

Wir haben die drei Modelle in einem separaten Detail-Vergleich gegenueber gestellt, inklusive Mass- und Kabinen-Skizzen: Lifton Compact vs Twin vs Large.

 

Was kostet ein Hauslift in 2026?

Die Preisspanne fuer einen Hauslift liegt aktuell zwischen 22.000 und 55.000 Euro inklusive Einbau. Die grosse Bandbreite ergibt sich aus Modell, Etagenanzahl, Schacht-Loesung und Innenausstattung. Eine schluesselfertige Standard-Installation eines Compact-Modells in einem Einfamilienhaus liegt typischerweise bei rund 28.000 bis 32.000 Euro.

ModellPersonenzahlTypische Preisspanne (inkl. Einbau)
Compact1 Person22.000 bis 32.000 Euro
Twin2 Personen28.000 bis 42.000 Euro
Large (rollstuhltauglich)3 Personen35.000 bis 55.000 Euro

Folgekosten sind ueberschaubar. Stromkosten liegen bei normaler Nutzung unter 100 Euro pro Jahr, eine jaehrliche Wartung kostet 200 bis 350 Euro. Eine Vollwartung mit allen Reparaturen kostet als Vertrag 400 bis 600 Euro pro Jahr, was in vielen Faellen die wirtschaftlichere Loesung ist.

Im Detail rechnen wir die Kosten je Modell, Etagenzahl und Schacht-Variante im Hauslift-Preis-Ratgeber durch: Hauslift Preisliste 2026 mit Foerderung.

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Hauslift mit Schacht oder ohne Schacht?

Moderne Hauslifte sind in zwei Bauarten verfuegbar: mit Schacht und schachtfrei. Die Wahl haengt vom verfuegbaren Platz, vom Wunsch nach Optik und vom Aufwand bei Einbau und spaeterer Wartung ab.

Schachtfreie Variante

Schachtfreie Hauslifte werden direkt im Wohnraum installiert. Sie laufen entlang einer Wand auf einer eigenen Tragstruktur oder einer Spindel ohne umschliessenden Schacht. Die Kabine ist von aussen sichtbar, was manche Bauherren als modern empfinden und andere als stoerend.

Schachtfreie Loesungen sparen Bauzeit und Kosten. Es muss kein Raum vorgehalten oder neu errichtet werden, die Bodenplatte wird nicht angetastet. Im Idealfall reicht ein freier Bereich von 1 mal 1,5 Metern im Erdgeschoss und dieselbe Flaeche im Obergeschoss.

Schachtvariante

Die Schachtvariante ist visuell unauffaelliger, weil die Kabine in einem geschlossenen Bauteil verschwindet. Der Schacht kann gemauert oder als Glasschacht (transparent) ausgefuehrt werden. Glasschaecht-Loesungen werden zunehmend beliebt, weil sie modern wirken und Tageslicht weiterleiten.

Nachteil ist der hoehere Bauaufwand und der Platzverbrauch. Ein Hauslift mit Mauer-Schacht braucht etwa 1,8 mal 1,4 Meter Grundflaeche und einen Eingriff in die Geschossdecke. Bauaufsichtsrechtlich gelten dann teils strengere Brandschutz-Vorgaben.

Detaillierter Vergleich der beiden Bauarten mit baulichen Voraussetzungen, Genehmigungs-Fragen und konkreten Beispielen: Hauslift mit Schacht oder ohne.

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Foerderung 2026: Pflegekasse, KfW 455-B und KfW 159

Drei Foerderwege lassen sich 2026 fuer einen Hauslift kombinieren. Zwei davon sind reine Zuschuesse, einer ein zinsguenstiger Kredit. Wer alle drei nutzt, kann bei einem Standard-Umbau zum „Altersgerechten Haus“ insgesamt ueber 60.000 Euro mobilisieren.

Pflegekasse: 4.180 Euro je Massnahme

Der Pflegekassen-Zuschuss nach § 40 Abs. 4 SGB XI betraegt 4.180 Euro je wohnumfeldverbessernder Massnahme. Voraussetzung ist Pflegegrad 1 oder hoeher. Der Einbau eines Hauslifts gilt als wohnumfeldverbessernde Massnahme, weil er Wohnraum altersgerecht macht (§ 40 Abs. 4 SGB XI).

Leben zwei pflegebeduerftige Personen im Haushalt, kann der Zuschuss zweifach beantragt werden (bis 8.360 Euro). Bei vier Personen sind bis zu 16.720 Euro moeglich (§ 40 Abs. 4 S. 3 SGB XI). Der Antrag muss vor Kauf gestellt werden.

KfW 455-B: Zuschuss bis 6.250 Euro (seit April 2026 wieder aktiv)

Der KfW-Investitionszuschuss 455-B wurde am 08.04.2026 reaktiviert. Er ist ein direkter Zuschuss (kein Kredit) und unterscheidet zwei Foerderstufen:

  • Einzelmassnahme (z.B. nur Hauslift-Einbau): 10 Prozent der foerderfaehigen Kosten, maximal 2.500 Euro (Kostenrahmen bis 25.000 Euro)
  • Standard „Altersgerechtes Haus“ (umfassender Umbau): 12,5 Prozent, maximal 6.250 Euro (Kostenrahmen bis 50.000 Euro)

Wichtig: Der Antrag muss zwingend vor Vorhabenbeginn gestellt werden. Wer bereits angefangen hat, verliert den Anspruch. Das Programmbudget 2026 betraegt 50 Millionen Euro (Bundeshaushalt 2026), eine zuegige Antragstellung lohnt sich.

KfW 159: Kredit bis 50.000 Euro

Wer mehr Foerdervolumen braucht, kombiniert die Zuschuesse mit dem zinsguenstigen Kredit KfW 159 „Altersgerecht Umbauen“. Maximaler Kreditbetrag: 50.000 Euro pro Wohneinheit. Aktueller effektiver Jahreszins: 2,52 bis 3,54 Prozent je nach Laufzeit und Zinsbindung (KfW, Stand 13.04.2026).

Ein Pflegegrad ist nicht erforderlich, der Kredit steht allen Privatpersonen offen, die Eigentuemer sind oder mit Zustimmung des Vermieters umbauen. Foerderfaehig sind Hauslift, Treppenlift, Tuerverbreiterung, bodengleiche Dusche und weitere Barriere-reduzierende Massnahmen.

Stack-Beispiel: Hauslift fuer 35.000 Euro

Ein Beispiel zeigt das Foerder-Potenzial. Wer einen Hauslift fuer 35.000 Euro einbauen laesst und Pflegegrad 1 hat, kann theoretisch wie folgt foerdern:

  • Pflegekassen-Zuschuss (§ 40 Abs. 4 SGB XI): 4.180 Euro
  • KfW 455-B Einzelmassnahme (10 % von 25.000 Euro): 2.500 Euro
  • Eigenanteil: 28.320 Euro
  • Davon optional: KfW-Kredit 159 (z.B. ueber 25.000 Euro, Restlaufzeit 10 Jahre)

Wer im Zuge des Umbaus weitere Barriere-Massnahmen umsetzt (Bad, Tuerverbreiterung, Smart-Home-Assistenz), kann den Standard „Altersgerechtes Haus“ beantragen und damit den KfW-Zuschuss auf 6.250 Euro hochsetzen. Insgesamt sind dann 10.430 Euro reine Zuschuesse erreichbar, der Rest ueber Kredit oder Eigenmittel.

 

Hauslift einbauen: Ablauf in 1 bis 2 Tagen

Moderne schachtfreie Hauslifte sind in einem Bruchteil der Zeit eingebaut, die ein klassischer Personenaufzug benoetigt. Bei guter Vorplanung sind ein bis zwei Werktage realistisch, in komplexeren Faellen drei.

Der Ablauf beim Mobilae-Standardpaket ist typisch: Tag 1 Vorbereitung und Stellage-Aufbau, Tag 2 Kabinen-Einbau und Inbetriebnahme inklusive Schulung. Eine zweite Person muss waehrend der Arbeiten nicht im Haus sein, ueblich ist aber eine kurze Abnahme am Ende des zweiten Tages.

Vor dem Einbau steht die Vor-Ort-Vermessung. Der Hersteller misst den Grundriss, prueft die statischen Voraussetzungen und schlaegt den optimalen Aufstellort vor. Diese Vermessung ist in der Regel kostenlos. Auf Basis der Messung erstellt der Hersteller ein Festpreis-Angebot.

Wir empfehlen, immer mindestens zwei Angebote einzuholen. Die DISQ-Servicestudie Treppenliftanbieter 2025 zeigt, dass die Preisspanne zwischen Anbietern bei identischer Treppe 30 bis 50 Prozent betragen kann. Bei Hausliften ist die Spanne aehnlich gross, weil die Modelle unterschiedlich aufgebaut sind und Innenausstattungs-Optionen den Preis stark beeinflussen.

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Vor- und Nachteile: Wann lohnt sich der Hauslift?

Ein Hauslift ist die Investition mit der hoechsten baulichen Wirkung im Vergleich zu anderen Lift-Loesungen. Die Treppe bleibt voll erhalten, die Privatsphaere wird gewahrt, und der Wert der Immobilie steigt nachweislich. Das sind die strukturellen Vorteile.

VorteileNachteile
Treppe voll nutzbar fuer alle BewohnerHoehere Investitionssumme als Treppenlift
Mehrere Etagen mit einem Geraet erschlossenPlatzbedarf 1 bis 2 Quadratmeter im Grundriss
Rollstuhltauglich (Large-Modell)Schachtarmer Bau braucht freie Wandflaeche
Werterhalt der ImmobilieGeringerer Wiederverkaufswert als Mobiliar
Kein Aufzugmaschinenraum noetigJaehrliche Wartung Pflicht

Wirtschaftlich lohnt sich der Hauslift, wenn drei oder mehr Etagen zu erschliessen sind oder wenn die Treppe baulich besonders steil oder kurvig ist. Bei drei Etagen waeren zwei separate Treppenlifte erforderlich, was inklusive Einbau und Wartung schnell auf 20.000 bis 25.000 Euro klettert. Ein Compact-Hauslift kostet das gleiche und deckt alle Etagen in einem Geraet ab.

Bei nur einer geraden Treppe und einem Nutzer ist der Treppenlift fast immer billiger. Wir von Pflege Panorama empfehlen die direkte Vor-Ort-Beratung mit einem unabhaengigen Anbieter, der beide Optionen vergleicht und nicht nur die teurere Loesung verkauft.

 

Hauslift Anbieter im DE-Markt 2026

Der deutsche Hauslift-Markt ist deutlich kleiner als der Treppenlift-Markt. Hauptanbieter sind Mobilae (mit den Modellen Compact, Twin, Large), Aritco, Cibes Lift und kleinere Spezialisten wie Vimec oder Garaventa. Lifta als groesster deutscher Treppenlift-Hersteller bietet ebenfalls Hauslift-Varianten.

Bei Pflege Panorama sehen wir vor allem zwei Vertriebskanaele: Hersteller-direkt (Lifta, Cibes, Aritco) und unabhaengige Vermittler (Mobilae). Vermittler haben den Vorteil, dass sie mehrere Marken vergleichen koennen. Der Mobilae-Preis-Garantie-Mechanismus mit bis zu 1.000 Euro Rabatt ist branchenueblich (mobilae.de, Stand 2026-05).

Eine bundesweite Service-Studie zum Hauslift-Markt gibt es 2026 noch nicht. Die DISQ-Studie 2025 testet ausschliesslich Treppenlift-Anbieter und keine reinen Hauslift-Hersteller (DISQ, 2025). Wir empfehlen, vor der Entscheidung mindestens zwei Anbieter zur Vor-Ort-Vermessung einzuladen.

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Die wichtigsten Fragen

Was kostet ein Hauslift fuer ein Einfamilienhaus?

Die Kosten fuer einen Hauslift im Einfamilienhaus liegen 2026 typischerweise zwischen 22.000 und 55.000 Euro inklusive Einbau. Ein platzsparendes Compact-Modell fuer eine Person startet bei rund 22.000 Euro, der rollstuhlgerechte Large-Hauslift mit niedriger Schwelle liegt bei 35.000 bis 55.000 Euro. Pflegekassen-Zuschuss (4.180 Euro), KfW-Zuschuss 455-B (bis 6.250 Euro) und KfW-Kredit 159 (bis 50.000 Euro) lassen sich kombinieren, sodass der Eigenanteil deutlich sinkt.

Mobilitat im Alter
Hilfe bei der Bewegung

Braucht ein Hauslift einen Schacht?

Nein, moderne Hauslifte sind in schachtfreier Bauart erhaeltlich. Sie laufen entlang einer Wand oder auf einer eigenen Tragstruktur und benoetigen weder Aufzugmaschinenraum noch Schachtgrube. Schachtfreie Modelle sind in 1 bis 2 Tagen eingebaut und sparen Bauzeit. Wer eine schachtgebundene Loesung bevorzugt (zum Beispiel aus optischen Gruenden), kann auch einen Glasschacht oder Mauer-Schacht waehlen, was den Einbau jedoch verlaengert.

Bekommt man fuer einen Hauslift Zuschuss von der Pflegekasse?

Ja, der Pflegekassen-Zuschuss nach § 40 Abs. 4 SGB XI gilt auch fuer den Hauslift, weil er als wohnumfeldverbessernde Massnahme zaehlt. Voraussetzung ist mindestens Pflegegrad 1. Der Zuschuss betraegt bis zu 4.180 Euro je Massnahme. Leben mehrere pflegebeduerftige Personen im Haushalt, kann der Zuschuss mehrfach beantragt werden, bei vier Personen also bis zu 16.720 Euro (§ 40 Abs. 4 S. 3 SGB XI).

Taegliche Uebungen 1000X667
Hilfe bei der Bewegung

Wie lange dauert der Einbau eines Hauslifts?

Bei schachtfreien Modellen mit guter Vorplanung sind ein bis zwei Werktage realistisch. Tag 1 ist Vorbereitung und Stellage-Aufbau, Tag 2 Kabinen-Einbau und Inbetriebnahme inklusive Schulung. Hauslifte mit Mauer-Schacht oder Glasschacht brauchen laenger, weil der Schacht zuerst erstellt werden muss, was in der Regel zusaetzliche 3 bis 5 Tage Bauzeit bedeutet. Eine Vor-Ort-Vermessung vor dem Einbau ist Pflicht und wird vom Hersteller meist kostenlos durchgefuehrt.

Ist der Hauslift TUEV-pflichtig?

Hauslifte fallen baurechtlich nicht unter die Aufzugsverordnung (BetrSichV) und sind damit nicht im klassischen Sinne TUEV-pflichtig wie ein gewerblicher Personenaufzug. Sie unterliegen aber den Anforderungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und der DIN EN 81-41. In der Praxis bedeutet das: jaehrliche Wartung durch den Hersteller oder einen zertifizierten Wartungsbetrieb. Pflege Panorama empfiehlt, den Wartungsvertrag direkt mit dem Hersteller abzuschliessen, weil das die langfristige Ersatzteilversorgung sichert.

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Hilfe bei der Bewegung

Lohnt sich ein Hauslift im Vergleich zum Treppenlift?

Wirtschaftlich lohnt sich der Hauslift in drei Faellen: bei mehr als zwei Etagen, bei mehreren Nutzern im Haushalt oder wenn ein Rollstuhl benoetigt wird. Bei einer geraden Standardtreppe mit einem Nutzer ist der Treppenlift mit 3.500 bis 10.000 Euro fast immer guenstiger. Bei drei Etagen oder zwei pflegebeduerftigen Personen kippt die Rechnung schnell zugunsten des Hauslifts. In unserem Detail-Vergleich Hauslift vs Treppenlift rechnen wir drei konkrete Szenarien durch.

Welche Hauslift-Modelle sind 2026 verfuegbar?

Im DE-Markt dominieren drei Groessenklassen: Compact (1 Person, 0,87 m² Grundflaeche), Twin (2 Personen, 1,21 m²) und Large (bis 3 Personen, rollstuhlgerecht). Bei Mobilae sind das die Mobilae-eigenen Modell-Bezeichnungen, andere Hersteller wie Aritco oder Cibes Lift nutzen aehnliche Klassen mit anderen Namen. Die Wahl haengt von Personenanzahl, Rollstuhl-Anforderung und Budget ab. Detail-Vergleich der drei Mobilae-Modelle inklusive Mass-Skizzen: Lifton Compact vs Twin vs Large.

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Kann ich einen Hauslift nachtraeglich einbauen?

Ja, der nachtraegliche Einbau ist bei den meisten Einfamilien- und Doppelhaushaelften moeglich. Voraussetzung ist eine freie Wandflaeche oder ein Hohlraum von typischerweise 1 mal 1,5 Metern im Erdgeschoss und derselben Flaeche im Obergeschoss. Bei tragenden Waenden oder ungewoehnlichen Grundrissen pruefen Hersteller im Rahmen der Vor-Ort-Vermessung die statischen Voraussetzungen. Ein nachtraeglicher Einbau erfordert in den meisten Bundeslaendern keine Baugenehmigung, sondern nur eine Bauanzeige.

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Jan Berning
Jan Berning ist Mitgründer von Pflege Panorama. Über mehrere Jahre hat er die 24-Stunden-Pflege-Agentur Dicura Seniorenbetreuung mit aufgebaut und geführt und dabei Familien bei der Organisation einer passenden häuslichen Betreuung begleitet, von der Bedarfsklärung über die Finanzierung bis zur laufenden Betreuung zu Hause. Diese Praxiserfahrung fließt in seine Ratgeber zu 24-Stunden-Pflege, Pflegefinanzierung, Pflegegraden und Pflegehilfsmitteln ein.
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