Pflegekräfte aus Osteuropa 2026: Herkunftsländer im Vergleich

Woher kommen 24-Stunden-Betreuungskräfte? Pflegekräfte aus Osteuropa 2026: Herkunftsländer, Sprachniveau, Kosten und Recht im Vergleich
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Inhalt dieses Beitrags

Die meisten 24-Stunden-Betreuungskräfte in Deutschland kommen aus Osteuropa, allen voran aus Polen, gefolgt von Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Litauen und zunehmend aus der Ukraine. Der Hauptgrund ist das Lohngefälle innerhalb der EU in Kombination mit der EU-Entsendung: Über die sogenannte A1-Bescheinigung können Pflegekräfte aus diesen Ländern legal und sozialversichert in einem deutschen Haushalt arbeiten. Welches Land das richtige ist, entscheidet weniger die Nationalität als das individuelle Sprachniveau, die Qualifikation und der Pflegebedarf. Diese Übersichtsseite von Pflege Panorama bündelt alle wichtigen Herkunftsländer und führt Sie zu den passenden Detailratgebern.

Top 5 Herkunftsländer der Pflegekräfte

1
🇵🇱
Polen
Erfahrung, Sprachkenntnisse
2
🇷🇴
Rumänien
Hohe Qualifikation, Flexibilität
3
🇧🇬
Bulgarien
Kostengünstig, motiviert
4
🇭🇺
Ungarn
Kulturelle Nähe, gute Ausbildung
5
🇵🇭
Philippinen
Exzellente Fachkenntnisse, Englischkenntnisse

Warum kommen 24-Stunden-Betreuungskräfte überwiegend aus Osteuropa?

Die häusliche 24-Stunden-Betreuung in Deutschland ist fast vollständig von Betreuungskräften aus Mittel- und Osteuropa getragen. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe: das Lohngefälle und die Freizügigkeit innerhalb der EU.

Das durchschnittliche Lohnniveau liegt in Ländern wie Polen, Rumänien oder Bulgarien deutlich unter dem deutschen. Für eine Betreuungskraft ist eine Tätigkeit in Deutschland daher finanziell attraktiv, auch wenn die hier üblichen Sätze für deutsche Verhältnisse moderat sind. Gleichzeitig erlaubt die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit, dass Bürgerinnen und Bürger aus EU-Mitgliedstaaten ohne gesonderte Arbeitserlaubnis in Deutschland tätig werden dürfen. Das macht die Vermittlung rechtlich vergleichsweise unkompliziert.

Hinzu kommt das in vielen dieser Länder verbreitete Familienbild, in dem die Pflege älterer Angehöriger zu Hause einen hohen Stellenwert hat. Viele Betreuungskräfte bringen dadurch praktische Erfahrung mit, auch wenn diese nicht immer durch ein deutsches Examen belegt ist. In der Praxis kommen Betreuungskräfte am häufigsten aus Polen, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Litauen. Eine wachsende Gruppe bilden seit 2022 Geflüchtete aus der Ukraine, für die ein eigener Aufenthaltsrahmen gilt.

Ein weiterer Punkt ist die schiere Größe der Nachfrage. Mehrere Hunderttausend Haushalte in Deutschland setzen auf eine 24-Stunden-Betreuung zu Hause, und der Bedarf wächst mit der älter werdenden Bevölkerung. Die deutsche Pflege allein kann diesen Bedarf nicht decken, weil hier ohnehin ein Fachkräftemangel herrscht. Die Vermittlung über etablierte Agenturen in den Herkunftsländern hat sich deshalb über Jahre zu einem eingespielten System entwickelt, das laufend neue Kräfte rotieren lässt und so eine durchgehende Betreuung ermöglicht.

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Die wichtigsten Herkunftsländer im Überblick

Die folgende Tabelle ist das Herzstück dieser Seite. Sie zeigt die wichtigsten Herkunftsländer im direkten Vergleich. Wichtig: Es handelt sich um Tendenzen, nicht um feste Regeln. Innerhalb jedes Landes gibt es Betreuungskräfte mit sehr unterschiedlichem Sprachniveau, unterschiedlicher Erfahrung und unterschiedlichen Kosten. Die Kostenangaben sind Orientierungsspannen für die monatlichen Gesamtkosten einer legalen Vollzeitbetreuung im Entsendemodell (Stand 2026); der konkrete Preis hängt stark vom Sprachniveau und Anforderungsprofil ab.

Land

Sprachniveau-Tendenz

Kostenniveau (mtl.)

Verfügbarkeit

Besonderheit

Polen

breite Spanne, A1 bis B2

ca. 2.500 bis 3.500 €

sehr hoch

größter Markt, eingespielte Vermittlung

Rumänien

eher A2 bis B1

ca. 2.200 bis 3.500 €

hoch

große Alternative zu Polen, oft günstiger

Bulgarien

eher A2 bis B1

ca. 2.000 bis 3.300 €

mittel bis hoch

häufig im unteren Preissegment

Ungarn

oft B1 bis B2

ca. 2.500 bis 3.500 €

mittel

guter Ruf bei Sprache und Zuverlässigkeit

Tschechien

oft B1 bis B2

ca. 2.700 bis 3.500 €

geringer (kleines Land)

geografische Nähe, kurze Anreise

Slowakei

eher B1

ca. 2.500 bis 3.500 €

mittel

erfahrene Kräfte, gute Pflegetradition

Litauen

häufig B1 bis B2

ca. 2.500 bis 3.800 €

mittel

oft fundierte medizinische Ausbildung

Ukraine

sehr unterschiedlich

individuell (kein Entsendemodell)

wachsend

Sonderstatus, meist Direktanstellung

Auffällig ist: Das Kostenniveau folgt weniger der Landesgrenze als dem Sprachniveau. Länder, deren Kräfte häufiger gutes Deutsch sprechen (etwa Litauen oder Ungarn), liegen tendenziell etwas höher, während Kräfte mit Grundkenntnissen aus allen Ländern im unteren Bereich angeboten werden.

Polen: der größte Markt

Polen ist mit Abstand das wichtigste Herkunftsland der häuslichen Betreuung. Schätzungen zufolge sind rund 150.000 polnische Betreuungskräfte in deutschen Haushalten tätig, die große Mehrheit über das EU-Entsendemodell. Der Markt ist dadurch besonders gut organisiert, die Verfügbarkeit hoch und der Wechsel bei Ausfall meist schnell möglich. Das Sprachniveau reicht von Grundkenntnissen bis hin zu sehr gutem Deutsch, was sich entsprechend im Preis niederschlägt. Alle Details, Modelle und Kosten finden Sie in unserem Ratgeber zu polnischen Pflegekräften.

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Rumänien, Bulgarien und die Slowakei: starke Alternativen

Rumänien hat sich zur zweitgrößten Quelle entwickelt und gilt als günstigere Alternative zu Polen, bei oft etwas niedrigeren Deutschkenntnissen. Bulgarien liegt häufig im unteren Preissegment und ist gefragt, wenn das Budget begrenzt ist und Grundkenntnisse ausreichen. Die Slowakei punktet mit einer ausgeprägten Pflegetradition und erfahrenen Kräften. Vertiefende Informationen bieten unsere Ratgeber zu rumänischen Pflegekräften, zu bulgarischen Pflegekräften und zur slowakischen Pflegekraft.

Ungarn, Tschechien und Litauen: oft bessere Deutschkenntnisse

Diese drei Länder werden häufig genannt, wenn es auf gute Kommunikation ankommt. Ungarische Betreuungskräfte genießen einen guten Ruf bei Sprache und Zuverlässigkeit. Tschechien punktet zusätzlich mit geografischer Nähe und damit kurzen Anreisen, allerdings ist die Verfügbarkeit durch die kleinere Bevölkerung begrenzter. Litauische Kräfte verfügen oft über eine fundierte, an EU-Standards orientierte medizinische Ausbildung und Deutschkenntnisse auf B1- bis B2-Niveau, weshalb sie tendenziell im mittleren bis oberen Preisbereich liegen. Mehr dazu in unseren Ratgebern zu Pflegekräften aus Ungarn, zur tschechischen Pflegekraft und zu Pflegekräften aus Litauen.

Die Ukraine: eine Besonderheit beim Aufenthaltsstatus

Die Ukraine nimmt eine Sonderrolle ein, weil sie kein EU-Mitglied ist. Das klassische EU-Entsendemodell mit A1-Bescheinigung gilt daher nicht. Geflüchtete aus der Ukraine erhalten in Deutschland in der Regel eine Aufenthaltserlaubnis nach Paragraf 24 Aufenthaltsgesetz, die zur Erwerbstätigkeit berechtigt. Voraussetzung ist der Vermerk „Erwerbstätigkeit erlaubt“ im Aufenthaltsdokument oder in der Fiktionsbescheinigung. Dieser vorübergehende Schutz wurde EU-weit verlängert; der nach Paragraf 24 ausgestellte Titel wurde EU-weit mehrfach verlängert, zuletzt bis zum 4. März 2027. Da diese Fristen laufend angepasst werden, prüfen Sie den aktuellen Stand am besten bei der zuständigen Ausländerbehörde. In der Praxis erfolgt die Beschäftigung meist über eine Direktanstellung im Haushalt, nicht über Entsendung. Worauf dabei zu achten ist, lesen Sie im Ratgeber zu ukrainischen Pflegekräften.

 

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Legalität und A1-Bescheinigung: der Rechtsrahmen

Für die legale 24-Stunden-Betreuung gibt es im Wesentlichen vier Modelle: die EU-Entsendung (der Standardfall, der schätzungsweise rund 80 Prozent der Vermittlungen ausmacht), die Direktanstellung der Betreuungskraft im Haushalt, die selbstständige Tätigkeit der Pflegekraft sowie ein Hybridmodell über einen Pflegedienst.

Beim Entsendemodell bleibt die Betreuungskraft bei einer Agentur im Heimatland angestellt und ist dort über die A1-Bescheinigung sozialversichert. Dieses Dokument belegt, dass die Sozialabgaben im Entsendeland abgeführt werden, und wird im Schnitt innerhalb weniger Wochen ausgestellt. Vorsicht ist beim Modell der Selbstständigkeit geboten: Arbeitet eine Kraft faktisch nur für einen Haushalt, ist weisungsgebunden und nutzt dessen Arbeitsmittel, droht der Vorwurf der Scheinselbständigkeit mit erheblichen Nachzahlungen. Schwarzarbeit ist eine Straftat und kann mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden. Eine ausführliche Darstellung der Modelle und der A1-Bescheinigung finden Sie in unserem Ratgeber zu polnischen Pflegekräften, der die Rechtslage exemplarisch erklärt.

Wichtig für die Kalkulation: Seit dem 1. Januar 2026 liegt der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland bei 13,90 Euro brutto pro Stunde. Er gilt grundsätzlich auch für entsandte Kräfte. Hinzu kommen Vorgaben wie tägliche Ruhezeiten und ein freier Tag pro Woche.

Sprachniveau und Qualifikation: worauf Sie achten sollten

Bei der Auswahl einer Betreuungskraft sind zwei Faktoren entscheidender als das Herkunftsland: das Deutschniveau und die passende Erfahrung. Übliche Sprachstufen werden in A1 (Grundkenntnisse) bis B2 (fließend) angegeben. Für eine reine Grundversorgung und einfache Verständigung kann A2 genügen. Steht jedoch eine Person mit Demenz, Schwerhörigkeit oder vielfältigen Bedürfnissen im Mittelpunkt, sollten es mindestens B1, besser B2 sein, weil Kommunikation hier sicherheitsrelevant wird.

Bei der Qualifikation gilt: Eine examinierte Pflegefachkraft ist für die häusliche Betreuung selten nötig und meist deutlich teurer. Für die typische 24-Stunden-Betreuung sind Erfahrung in der Seniorenbetreuung, Zuverlässigkeit und Empathie oft wichtiger als ein formaler Abschluss. Achten Sie auf eine ehrliche Einstufung des Sprachniveaus durch die Agentur und lassen Sie sich diese vor der Anreise bestätigen.

Ein praktischer Tipp: Vereinbaren Sie vor der Anreise ein kurzes Telefonat oder einen Videoanruf mit der vorgeschlagenen Kraft. So bekommen Sie ein realistisches Bild vom tatsächlichen Sprachniveau und vom persönlichen Eindruck, lange bevor jemand quer durch Europa anreist. Seriöse Agenturen unterstützen solche Vorgespräche und stellen ein Profil mit Angaben zu Erfahrung, Sprachstufe und früheren Einsätzen bereit. Bedenken Sie außerdem, dass die zwischenmenschliche Passung über den Erfolg einer 24-Stunden-Betreuung mitentscheidet, da die Kraft eng mit der zu betreuenden Person und der Familie zusammenlebt.

Was kostet eine Betreuungskraft je nach Herkunft?

Die ehrliche Antwort: Der Preis hängt vor allem am Sprachniveau und am Anforderungsprofil, weniger am Land allein. Über alle Herkunftsländer hinweg bewegen sich die monatlichen Gesamtkosten einer legalen Vollzeitbetreuung im Entsendemodell 2026 typischerweise in einer Spanne von rund 2.300 bis 3.800 Euro. Kräfte mit nur geringen Deutschkenntnissen werden bereits am unteren Rand dieser Spanne vermittelt, fließend deutschsprachige Kräfte mit viel Erfahrung am oberen Rand.

Die folgende Tabelle ordnet die Kostentreiber:

Kostenfaktor

Wirkung auf den Preis

Deutschniveau (A2 bis B2)

stärkster Einzelfaktor, höheres Niveau = höherer Preis

Pflegebedarf / Pflegegrad

höherer Bedarf = höhere Qualifikation nötig

Beschäftigungsmodell

Entsendung meist günstiger als Direktanstellung mit allen Nebenkosten

Herkunftsland

eher kleiner Effekt, vor allem über das durchschnittliche Sprachniveau

Anreise und Wechsel

Reisekosten je Anreise kommen hinzu

Einen vollständigen Überblick über alle Posten, Zuschüsse und Entlastungsleistungen gibt unser Ratgeber 24-Stunden-Pflege Kosten 2026.

Wie finde ich eine geprüfte Betreuungskraft?

Statt sich auf ein einzelnes Land zu fixieren, lohnt es sich, vom eigenen Bedarf her zu denken: Wie viel Deutsch ist nötig? Welche Aufgaben stehen im Vordergrund? Welches Budget ist realistisch? Erst danach grenzen Sie die Herkunftsländer ein, die zu diesem Profil passen. Achten Sie auf eine seriöse Agentur mit transparentem Vertrag, klarer Sprachniveau-Angabe, A1-Bescheinigung im Entsendemodell und einer Vertretungsregelung bei Ausfall. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, worauf Sie bei der Suche und Prüfung achten sollten, finden Sie in unserem Hub Pflegekraft finden.

Fazit

24-Stunden-Betreuungskräfte kommen ganz überwiegend aus Osteuropa, weil das Lohngefälle und die EU-Entsendung mit A1-Bescheinigung dies möglich machen. Polen führt den Markt an, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Tschechien, die Slowakei und Litauen sind starke Alternativen mit jeweils eigenen Stärken, und die Ukraine bildet wegen ihres besonderen Aufenthaltsstatus einen Sonderfall. Entscheidend für Qualität und Preis ist am Ende nicht das Land, sondern das Zusammenspiel aus Sprachniveau, Erfahrung und Ihrem konkreten Bedarf. Pflege Panorama unterstützt Sie dabei, das passende Profil zu finden, statt sich auf Klischees über einzelne Nationalitäten zu verlassen.

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Die wichtigsten Fragen

Aus welchem Land kommen die meisten Pflegekräfte für die 24-Stunden-Betreuung?

Die meisten Betreuungskräfte kommen aus Polen. Schätzungen gehen von rund 150.000 polnischen Kräften in deutschen Haushalten aus. Danach folgen Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Tschechien, die Slowakei und Litauen. Aus der Ukraine kommt seit 2022 eine wachsende Gruppe.

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Warum kommen so viele Pflegekräfte aus Osteuropa?

Ausschlaggebend sind das Lohngefälle innerhalb der EU und die Arbeitnehmerfreizügigkeit. Eine Tätigkeit in Deutschland ist für viele Betreuungskräfte finanziell attraktiv, und die EU-Entsendung mit A1-Bescheinigung macht die Beschäftigung rechtlich vergleichsweise unkompliziert.

Welche Pflegekräfte sprechen am besten Deutsch?

Das lässt sich nicht pauschal sagen, da es in jedem Land große Unterschiede gibt. Tendenziell werden bei Ungarn, Tschechien und Litauen häufiger gute Deutschkenntnisse genannt. Verlassen Sie sich jedoch nie auf das Herkunftsland, sondern lassen Sie sich das konkrete Sprachniveau (A2 bis B2) von der Agentur bestätigen.

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Was kostet eine osteuropäische Betreuungskraft 2026?

Die monatlichen Gesamtkosten einer legalen Vollzeitbetreuung im Entsendemodell liegen 2026 typischerweise zwischen rund 2.300 und 3.800 Euro. Der genaue Preis hängt vor allem vom Deutschniveau, vom Pflegebedarf und vom Beschäftigungsmodell ab, weniger vom Land allein.

Was ist die A1-Bescheinigung?

Die A1-Bescheinigung belegt im EU-Entsendemodell, dass die Betreuungskraft im Heimatland sozialversichert ist und dort die Sozialabgaben abgeführt werden. Sie ist ein zentraler Beleg für die Legalität der Beschäftigung und wird in der Regel innerhalb weniger Wochen ausgestellt.

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Ist die Beschäftigung einer ausländischen Pflegekraft legal?

Ja, sofern eines der zulässigen Modelle eingehalten wird, etwa die EU-Entsendung mit A1-Bescheinigung, die Direktanstellung im Haushalt oder eine echte Selbstständigkeit. Schwarzarbeit und Scheinselbständigkeit sind dagegen mit hohen Risiken und möglichen Nachzahlungen verbunden.

Gelten für ukrainische Pflegekräfte besondere Regeln?

Ja. Da die Ukraine kein EU-Mitglied ist, greift das Entsendemodell nicht. Geflüchtete erhalten meist eine Aufenthaltserlaubnis nach Paragraf 24 Aufenthaltsgesetz mit dem Recht zu arbeiten. Die Beschäftigung erfolgt in der Regel über eine Direktanstellung im Haushalt; auf den Vermerk „Erwerbstätigkeit erlaubt“ ist zu achten.

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Brauche ich eine examinierte Pflegefachkraft?

Für die typische häusliche 24-Stunden-Betreuung ist das selten erforderlich und meist deutlich teurer. Wichtiger sind Erfahrung in der Seniorenbetreuung, ein passendes Deutschniveau und Zuverlässigkeit. Eine examinierte Fachkraft ist vor allem bei medizinisch anspruchsvollen Situationen sinnvoll.

Bild von Jan Berning
Jan Berning
Jan Berning ist Mitgründer von Pflege Panorama. Über mehrere Jahre hat er die 24-Stunden-Pflege-Agentur Dicura Seniorenbetreuung mit aufgebaut und geführt und dabei Familien bei der Organisation einer passenden häuslichen Betreuung begleitet, von der Bedarfsklärung über die Finanzierung bis zur laufenden Betreuung zu Hause. Diese Praxiserfahrung fließt in seine Ratgeber zu 24-Stunden-Pflege, Pflegefinanzierung, Pflegegraden und Pflegehilfsmitteln ein.
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