Haustür barrierefrei 2026: Rampe, Türöffner & Förderung

Ihr umfassender Guide zu Haustür barrierefrei
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Eine barrierefreie Haustür mit Rampe, breitem Durchgang und automatischem Türöffner ermöglicht Rollstuhlfahrenden und Menschen mit Rollator den selbstständigen Zugang zur eigenen Wohnung. Maßgeblich ist die DIN 18040-2, die unter anderem eine Schwellenhöhe von maximal 2 Zentimetern und eine lichte Türbreite von mindestens 90 Zentimetern vorschreibt. Wir von Pflege Panorama erklären in diesem Ratgeber, welche Lösungen es gibt, was sie kosten und wie Pflegekasse und KfW den Umbau 2026 fördern.

Auf einen Blick: Haustür barrierefrei umbauen 2026

Lösungen: Schwellen-Reduzierung, mobile oder feste Rampe, automatischer Türöffner, Türverbreiterung auf mindestens 90 Zentimeter und der Wechsel von Drehflügel- auf Schiebetür sind die fünf wichtigsten Maßnahmen für eine barrierefreie Haustür nach DIN 18040-2.

Kosten: Mobile Schwellenrampen kosten 50 bis 300 Euro, fest installierte Rampen 1.500 bis 5.000 Euro, eine Türverbreiterung mit neuer Tür 2.000 bis 5.000 Euro und ein automatischer Türöffner 800 bis 3.000 Euro. Die Spannen basieren auf Daten der Bundesfachstelle Barrierefreiheit (2024).

Förderung: Die Pflegekasse zahlt nach §40 SGB XI bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme bei anerkanntem Pflegegrad (GKV-Spitzenverband, 2026). Die KfW fördert über das Programm 455-B mit einem Zuschuss bis 6.250 Euro für altersgerechtes Umbauen.

DIN-Anforderungen: Schwellen maximal 2 Zentimeter, lichte Türbreite mindestens 90 Zentimeter, Bewegungsfläche 150 mal 150 Zentimeter vor der Tür, Rampensteigung maximal 6 Prozent (DIN 18040-2). Wir von Pflege Panorama empfehlen Vergleichsangebote über Aroundhome, das deutschlandweit qualifizierte Fachbetriebe vermittelt.

Warum eine barrierefreie Haustür im Alter wichtig ist

Die Haustür ist im Alter eine der häufigsten Sturzfallen und gleichzeitig die wichtigste Schnittstelle zwischen Wohnung und Außenwelt. Schwellen, schmale Durchgänge und schwere Türflügel führen dazu, dass Menschen mit Rollator oder Rollstuhl ihre Wohnung nicht mehr selbstständig verlassen können. Damit beginnt häufig der Rückzug aus dem sozialen Leben und in der Folge ein Pflegegradanstieg.

In Deutschland stürzen jedes Jahr rund 5 Millionen Menschen über 65 Jahre, davon etwa ein Drittel im eigenen Wohnbereich (Robert Koch-Institut, 2024). Schwellen an Haus- und Wohnungstüren gehören zu den am häufigsten genannten Sturzpunkten. Eine Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR, 2023) zeigt zudem, dass nur rund 2 Prozent aller Wohnungen in Deutschland barrierefrei zugänglich sind.

Für Rollstuhlfahrende ist eine barrierefreie Haustür Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben. Bereits eine 3 Zentimeter hohe Schwelle kann ein Standardrollstuhl nicht mehr eigenständig überwinden. Auch elektrische Rollstühle und Rollatoren mit kleinen Vorderrädern bleiben an Schwellen hängen. Die Folge sind Stürze, Sachschäden am Hilfsmittel und sowie auch psychische Belastung durch Abhängigkeit.

Wir von Pflege Panorama beobachten, dass die Haustür oft zuletzt umgebaut wird, dabei aber den größten Effekt auf die Selbstständigkeit hat. Wer den Eingang barrierefrei gestaltet, ermöglicht Arzttermine, Einkäufe und Familienbesuche ohne fremde Hilfe. Die Investition rechnet sich oft schon nach wenigen Monaten, wenn dadurch eine Heimunterbringung vermieden oder hinausgezögert werden kann. Das deckt sich mit den Empfehlungen im Pflege-Panorama-Ratgeber zu wohnumfeldverbessernden Maßnahmen.

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Häufige Probleme bei bestehenden Haustüren

Bestehende Haustüren scheitern an der Barrierefreiheit meist an vier wiederkehrenden Schwachstellen. Wer den Umbau plant, sollte alle vier Punkte gleichzeitig prüfen, weil isolierte Lösungen oft nicht ausreichen. Eine breite Tür ohne Rampe nutzt einem Rollstuhlfahrer wenig, eine Rampe ohne ausreichende Bewegungsfläche ebenso wenig.

Erstens die Schwelle. Klassische Haustüren haben Schwellen zwischen 2 und 5 Zentimetern, ältere Bauten bis zu 15 Zentimeter. Schwellen über 2 Zentimetern verstoßen gegen DIN 18040-2 und sind für Rollstühle ohne Hilfe nicht zu überwinden. Auch Rollatoren mit Vorderrädern unter 18 Zentimetern bleiben hier hängen.

Zweitens die Türbreite. Standard-Haustüren haben eine lichte Breite von 80 bis 86 Zentimetern. Für einen normalen Rollstuhl reicht das knapp, für elektrische Rollstühle, XXL-Rollatoren oder mit Begleitperson nicht mehr. DIN 18040-2 verlangt mindestens 90 Zentimeter, der Behindertenverband empfiehlt 100 Zentimeter für komfortablen Durchgang.

Drittens das Türgewicht und die Bedienkraft. Massivholztüren oder Sicherheitstüren wiegen oft 60 bis 90 Kilogramm. Die DIN 18040-2 schreibt vor, dass die Bedienkraft maximal 25 Newton betragen darf, was etwa 2,5 Kilogramm Druckkraft entspricht. Viele Bestandstüren liegen deutlich darüber, vor allem bei Wind und Selbstschließern.

Viertens der Eingangsbereich selbst. Treppenstufen, schmale Vorräume oder fehlende Bewegungsfläche von 150 mal 150 Zentimetern vor der Tür blockieren die Zufahrt. Ein Drittel aller barrierefreien Umbauten scheitert nach Angaben der Bundesfachstelle Barrierefreiheit (2024) am Außenbereich, nicht an der Tür selbst.

Lösung 1: Schwelle reduzieren oder mit Rampe überbrücken

Die einfachste und günstigste Maßnahme zur barrierefreien Haustür ist die Reduzierung oder Überbrückung der Schwelle. DIN 18040-2 erlaubt eine maximale Schwellenhöhe von 2 Zentimetern, idealerweise sollte gar keine Schwelle vorhanden sein. Bei Neubauten wird heute fast ausschließlich schwellenlos gebaut, im Bestand ist die Schwelle oft Teil der Türzarge und damit baulich vorgegeben.

Eine bauliche Schwellenreduzierung erfordert meist den Tausch der kompletten Türschwelle oder den Einbau einer flachen Magnetdichtung. Spezialschwellen mit absenkbarer Dichtung kombinieren Schlagregendichtigkeit mit niedriger Bauhöhe. Hersteller wie Athmer oder Schall-Ex liefern Profile mit Höhen ab 0 Millimetern. Der Einbau kostet inklusive Material 400 bis 900 Euro und erfordert eine Schreinerin oder einen Schreiner.

Wenn der Tausch der Schwelle nicht möglich ist, hilft eine mobile oder fest installierte Rampe. Mobile Schwellenrampen aus Gummi oder Aluminium kosten 50 bis 300 Euro und werden lose vor die Schwelle gelegt. Sie eignen sich für Schwellen bis 8 Zentimeter Höhe. Hochwertige Modelle haben eine rutschhemmende Oberfläche nach DIN 51130 Bewertungsgruppe R10 oder besser.

Wir von Pflege Panorama raten bei dauerhafter Nutzung zur fest installierten Lösung. Mobile Rampen verrutschen, vergilben und verschleißen schneller. Über Aroundhome lassen sich qualifizierte Schreinereien und Metallbauer für eine fest verschraubte Lösung vergleichen. Die Plattform vermittelt nach eigenen Angaben jährlich rund 1 Million Verbraucheranfragen an geprüfte Fachbetriebe (Aroundhome Unternehmensangaben, 2024).

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Lösung 2: Rollstuhlrampe für den Hauseingang

Eine Rollstuhlrampe überbrückt Höhenunterschiede zwischen Straße oder Gehweg und Hauseingang und ist bei mehreren Stufen oder einem hohen Eingangspodest unverzichtbar. Maßgeblich ist die Steigung: DIN 18040-2 schreibt eine maximale Steigung von 6 Prozent vor, das entspricht 6 Zentimetern Höhenunterschied auf 100 Zentimeter Länge. Für komfortables Befahren mit Handrollstuhl empfiehlt der Sozialverband VdK Deutschland (2024) sogar nur 3 Prozent Steigung.

Daraus ergeben sich praktische Längen. Bei einer Stufe von 18 Zentimetern Höhe braucht eine DIN-konforme Rampe mindestens 3 Meter Länge, mit komfortabler Steigung 6 Meter. Reicht die Hoflänge nicht aus, muss die Rampe in zwei Abschnitten mit Zwischenpodest gebaut werden. Das Zwischenpodest soll mindestens 150 mal 150 Zentimeter Bewegungsfläche bieten.

Mobile Rampen aus Aluminium kosten 200 bis 1.500 Euro je nach Länge und Tragkraft. Sie sind klappbar oder teleskopierbar, wiegen 8 bis 25 Kilogramm und tragen 250 bis 350 Kilogramm. Mobile Rampen eignen sich für Mietwohnungen und Besuche bei Angehörigen. Für den dauerhaften Einsatz am eigenen Hauseingang sind sie wegen Diebstahlrisiko und Witterung nur eingeschränkt geeignet.

Fest installierte Rampen aus Beton, Aluminium oder GFK kosten 1.500 bis 5.000 Euro. Beton ist langlebig, aber bauaufwendig und genehmigungspflichtig. Aluminium-Rahmenkonstruktionen sind leichter und schneller montiert. Edelstahl-Geländer mit Handlauf in 85 bis 90 Zentimetern Höhe sind nach DIN 18040-2 ab 3 Stufen Höhenunterschied vorgeschrieben.

Lösung 3: Automatischer Türöffner für Rollstuhlfahrer

Ein automatischer Türöffner ist die wichtigste Komfortlösung für Menschen, die eine Haustür nicht mehr eigenständig aufdrücken oder ziehen können. Elektrische Antriebe öffnen und schließen die Tür auf Knopfdruck, per Funk-Fernbedienung oder Smartphone-App. Bei Pflegegrad und reduzierter Handkraft ist der automatische Öffner oft der Unterschied zwischen Selbstständigkeit und Heimunterbringung.

Es gibt drei Bauarten. Erstens elektrische Drehtürantriebe, die über dem Türrahmen montiert werden und den vorhandenen Drehflügel motorisieren. Zweitens elektromechanische Türöffner, die nur den Schließmechanismus öffnen, das Drücken aber weiterhin von Hand erfordern. Drittens komplette Schiebetürautomatiken, die den Drehflügel durch eine Schiebetür ersetzen.

Die Kosten variieren stark nach Bauart. Ein einfacher elektromechanischer Türöffner kostet 200 bis 600 Euro inklusive Einbau. Ein vollelektrischer Drehtürantrieb mit Funk-Fernbedienung liegt bei 800 bis 1.800 Euro. Eine komplette Schiebetürautomatik mit Sensor und Sicherheitsabschaltung kommt auf 2.000 bis 3.000 Euro. Hersteller wie GEZE, Dorma und Hörmann sind in Deutschland Marktführer.

Smart-Home-Funktionen erweitern den Nutzen. Moderne Türöffner lassen sich über App, Sprachassistenten oder Notrufsysteme aktivieren. Eine Integration mit Hausnotruf bedeutet: Drückt die pflegebedürftige Person den Notruf, öffnet die Tür automatisch für die Rettungskräfte. Pflege Panorama hat diese Smart-Home-Lösungen ausführlich im Hausnotruf-Ratgeber beschrieben. Über spezialisierte Anbieter finden Sie Smart-Home-Installateure mit Erfahrung in Pflege-Anwendungen.

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Lösung 4: Türverbreiterung und Schiebetür

Liegt die lichte Türbreite unter 90 Zentimetern, hilft nur eine bauliche Verbreiterung oder der Tausch gegen eine Schiebetür. DIN 18040-2 schreibt eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 90 Zentimetern vor, der Behindertenverband empfiehlt 100 Zentimeter. Standard-Haustüren liegen oft bei 80 bis 86 Zentimetern, was für Standardrollstühle gerade so reicht, für elektrische Rollstühle und XXL-Rollatoren aber zu schmal ist.

Eine Türverbreiterung ist eine bauliche Maßnahme mit Statikprüfung. Die Mauerwerksöffnung muss vergrößert werden, häufig ist ein neuer Sturz erforderlich. Bei tragenden Wänden zwingend ein Statikgutachten. Die Kosten liegen bei 2.000 bis 5.000 Euro inklusive neuer Tür, Putz und Maler. Wer schon umbaut, sollte gleichzeitig Schwelle, Türbreite und automatischen Öffner mitplanen, um doppelte Handwerkertermine zu vermeiden.

Die Alternative ist eine Schiebetür. Schiebetüren brauchen keinen Bewegungsradius zum Aufschwingen und sparen daher Platz. Sie sind ideal bei engen Vorräumen oder Treppenhausanschlüssen. Eine raumhohe Schiebetür mit Glas wirkt zudem hell und einladend. Kosten: 2.500 bis 6.000 Euro inklusive Einbau, bei automatischem Antrieb 4.000 bis 8.000 Euro.

Bei Eigentumswohnungen ist der Türtausch oft genehmigungspflichtig. Die Eigentümergemeinschaft muss laut Wohnungseigentumsgesetz (WEG-Reform 2020) einer baulichen Veränderung der Außenfassade zustimmen, wenn sie das Erscheinungsbild verändert. Bei reinen Wohnungstüren ohne Außenwirkung reicht meist die Information an die Verwaltung. Mieterinnen und Mieter brauchen die Zustimmung der Vermieterin oder des Vermieters und müssen den Rückbau bei Auszug schriftlich klären.

Materialien und Witterungsschutz für Rampen und Türen

Die Materialwahl entscheidet über Lebensdauer, Pflegeaufwand und Kosten der barrierefreien Haustür. Vier Werkstoffe haben sich für Rampen und Außentüren etabliert: Aluminium, glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK), Edelstahl und Holz. Jedes Material hat eigene Stärken bei Rutschsicherheit, Korrosionsbeständigkeit und Optik.

Aluminium ist der Klassiker für Rollstuhlrampen. Es ist leicht (ein Drittel des Stahlgewichts), korrosionsbeständig und wartungsarm. Geriffelte oder geschäumte Oberflächen erfüllen die Rutschhemmungsklasse R10 oder R11 nach DIN 51130. Aluminium-Rampen halten 20 bis 30 Jahre und kosten als feste Konstruktion 1.500 bis 3.500 Euro je nach Länge.

GFK-Rampen sind besonders rutschfest und leicht. Sie erreichen die höchste Rutschhemmung R13 und vertragen Frost, Salz und UV-Strahlung. GFK ist allerdings teurer als Aluminium und nicht recycelbar. Edelstahl wird meist für Geländer und Handläufe verwendet, weil es sich gut formen lässt und langlebig ist. Holz wirkt warm, ist aber wartungsintensiv und im Außenbereich nur mit regelmäßiger Pflege haltbar.

Bei Türen dominiert Aluminium-Kunststoff-Verbund oder Aluminium pur. Diese Konstruktionen sind verzugsfrei, einbruchhemmend nach RC2 und gut wärmegedämmt. Holz-Aluminium-Türen kombinieren Innenseite Holz mit witterungsbeständiger Aluminium-Außenseite. Wer eine bestimmte Optik möchte, sollte den Materialvergleich über Aroundhome nutzen, weil Schreinereien und Metallbauer hier unterschiedliche Schwerpunkte haben.

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Förderung 2026: Pflegekasse, KfW und Steuerbonus

Der Umbau der Haustür zur Barrierefreiheit wird 2026 von mehreren Stellen gefördert. Wer Pflegekasse, KfW-Zuschuss und Steuerbonus kombiniert, kann die Eigenbeteiligung deutlich senken. Wir von Pflege Panorama empfehlen, alle drei Töpfe parallel zu prüfen, weil sie unterschiedliche Voraussetzungen haben und sich teilweise kombinieren lassen.

Die Pflegekasse zahlt nach §40 SGB XI bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme zur wohnumfeldverbessernden Maßnahme (GKV-Spitzenverband, 2026). Voraussetzung ist ein anerkannter Pflegegrad (1 bis 5). Antrag vor Beginn der Maßnahme stellen, weil rückwirkend nicht gezahlt wird. Eine Türverbreiterung, eine fest installierte Rampe oder ein automatischer Türöffner gelten als anerkannte Maßnahmen. Leben mehrere Pflegebedürftige im Haushalt, kann sich der Zuschuss auf bis zu 16.720 Euro vervierfachen.

Die KfW Bankengruppe fördert mit Programm 455-B „Altersgerecht Umbauen“. Der Investitionszuschuss beträgt bis zu 6.250 Euro pro Wohneinheit, die maximale förderfähige Investitionssumme liegt bei 50.000 Euro mit 12,5 Prozent Zuschuss (KfW Bankengruppe, 2026). Der KfW-Zuschuss ist mit der Pflegekassen-Leistung kombinierbar, soweit die Maßnahmen sich nicht überschneiden. Förderfähig sind unter anderem Türverbreiterung, Rampen, Schiebetüren und automatische Türöffner.

Der Steuerbonus nach §35a EStG ergänzt die Förderung. Handwerkerleistungen für haushaltsnahe Maßnahmen sind bis 6.000 Euro Aufwand mit 20 Prozent absetzbar, das bedeutet bis zu 1.200 Euro Steuerersparnis pro Jahr (Bundesministerium der Finanzen, 2026). Wichtig: Es zählen nur Lohnkosten, nicht Material. Die Rechnung muss überwiesen werden, Barzahlung ist vom Steuerbonus ausgeschlossen. Pflege Panorama hat die Förderwege detailliert im Pflegegrad-Antrag-Ratgeber dokumentiert.

DIN 18040-2: Die wichtigsten Maße im Überblick

Die DIN 18040-2 ist die maßgebliche Norm für barrierefreies Wohnen in Deutschland und definiert die technischen Anforderungen an Haustüren, Rampen und Eingangsbereiche. Sie unterscheidet zwischen „barrierefrei“ und „barrierefrei und uneingeschränkt mit Rollstuhl nutzbar“. Wer Rollstuhlfahrende in der Familie hat, sollte den höheren Standard wählen, weil er auch große elektrische Rollstühle berücksichtigt.

Die Schwellenhöhe darf maximal 2 Zentimeter betragen, idealerweise 0 Zentimeter (DIN 18040-2, Abschnitt 5.3.1). Schwellen sind nur dann zulässig, wenn sie technisch zwingend sind, etwa für Schlagregendichtigkeit. Magnetdichtungen und absenkbare Dichtprofile lösen dieses Problem heute praktisch immer.

Die lichte Türbreite muss mindestens 90 Zentimeter betragen. Lichte Breite bedeutet das tatsächliche Durchgangsmaß bei geöffneter Tür, nicht die Mauerwerksöffnung. Die lichte Höhe muss mindestens 205 Zentimeter sein. Vor und hinter der Tür ist eine Bewegungsfläche von 150 mal 150 Zentimetern erforderlich, damit Rollstuhlfahrende drehen können.

Rampensteigung maximal 6 Prozent, Querneigung maximal 1 Prozent, Belag rutschhemmend nach DIN 51130 R11. Bei mehr als 6 Metern Länge ist ein Zwischenpodest von 150 mal 150 Zentimetern Pflicht. Geländer mit Handlauf in 85 bis 90 Zentimetern Höhe sind ab Höhenunterschied von 3 Stufen vorgeschrieben. Die Bedienkraft der Tür darf 25 Newton nicht überschreiten, was bei schweren Sicherheitstüren ohne Antrieb meist überschritten wird.

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Anbieter und Handwerker finden: Aroundhome im Vergleich

Den richtigen Handwerker für eine barrierefreie Haustür zu finden ist anspruchsvoll, weil mehrere Gewerke koordiniert werden müssen. Schreinereien für die Tür, Metallbauer für Rampe und Geländer, Elektriker oder Smart-Home-Installateure für den automatischen Antrieb und gegebenenfalls eine Statikerin oder ein Statiker. Wer alle Termine selbst koordiniert, verliert Zeit und riskiert Schnittstellenprobleme.

Aroundhome ist eine bundesweite Vermittlungsplattform für Handwerker und Hausdienstleister. Nach Eingabe der Anfrage prüft Aroundhome regionale Fachbetriebe und vermittelt bis zu drei Vergleichsangebote binnen 48 Stunden. Die Vermittlung ist für Verbraucher kostenlos. Aroundhome arbeitet nach eigenen Angaben mit über 6.000 geprüften Fachbetrieben in Deutschland zusammen (Aroundhome Unternehmensangaben, 2024) und vermittelt jährlich rund 1 Million Anfragen.

Bei der Anfrage sollten Sie konkrete Maße und Bilder bereithalten. Mauerwerksöffnung, vorhandene Schwelle, Höhenunterschied vom Gehweg zur Eingangstür, Bewegungsfläche im Vorraum. Je präziser die Angaben, desto vergleichbarer die Angebote. Wir von Pflege Panorama empfehlen außerdem, im Anfragetext den Pflegegrad zu erwähnen, weil viele Fachbetriebe Erfahrung mit der Beantragung der Pflegekasse-Förderung haben.

Vergleichsangebote sind aus zwei Gründen wichtig. Erstens streuen die Preise für identische Leistungen oft um 30 bis 50 Prozent, je nach Auslastung des Betriebs und Materialeinkauf. Zweitens unterscheiden sich die Lösungsvorschläge: Eine Schreinerei plant anders als ein Metallbauer, ein Smart-Home-Installateur denkt anders als ein klassischer Türenbauer. Drei Angebote zu vergleichen bringt fast immer die beste Lösung. Vergleichbare Plattformen sind MyHammer und Wohnen-im-Alter, Aroundhome ist nach Reichweite und Fachbetriebsanzahl jedoch Marktführer.

Sonderfall Mietwohnung und Eigentumswohnung

Bei Mietwohnungen und Eigentumswohnungen gelten besondere rechtliche Rahmenbedingungen für den Umbau der Haustür. Wer Mieter ist oder in einer Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) wohnt, kann nicht einfach loslegen, sondern braucht Zustimmung. Die gute Nachricht: Seit der Mietrechtsreform 2001 und der WEG-Reform 2020 ist die Rechtslage für Pflegebedürftige deutlich verbessert worden.

Mieterinnen und Mieter haben nach §554a BGB einen Anspruch auf bauliche Veränderung zur barrierefreien Nutzung. Vermietende dürfen die Zustimmung nur verweigern, wenn ein berechtigtes Interesse überwiegt, etwa bei drohenden Bauschäden. Mietende müssen den Umbau auf eigene Kosten durchführen und beim Auszug zurückbauen, sofern der Vermieter das verlangt. Eine Kaution für den Rückbau kann verlangt werden. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungsanpassung (2024) empfiehlt eine schriftliche Vereinbarung vor Beginn der Maßnahme.

In Eigentümergemeinschaften ist die WEG-Reform 2020 entscheidend. Nach §20 WEG kann jeder Eigentümer eine bauliche Veränderung verlangen, die der Barrierefreiheit dient. Die Eigentümergemeinschaft kann nicht mehr blockieren, sondern muss zustimmen. Die Kosten trägt grundsätzlich der antragstellende Eigentümer alleine, es sei denn, die Maßnahme nutzt allen.

Beispiel: Eine Rampe vor dem Hauseingang nutzt allen Eigentümern. In diesem Fall können die Kosten auf die Gemeinschaft umgelegt werden, wenn die Eigentümerversammlung mehrheitlich zustimmt. Bei einer reinen Wohnungstürverbreiterung trägt der einzelne Eigentümer die Kosten alleine. Wir von Pflege Panorama raten, vor jeder Maßnahme einen Beschluss in der Eigentümerversammlung einzuholen, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.

Kombination mit Treppenlift, Plattformlift und Stufenrampe

Bei mehrstöckigen Häusern oder Eingängen mit vielen Stufen reicht eine barrierefreie Haustür alleine nicht aus. Häufig sind Kombinationslösungen mit Treppenlift, Plattformlift oder Außenlift sinnvoll. Hier kommen die Kosten schnell auf 10.000 bis 25.000 Euro, weshalb die parallele Beantragung aller Förderungen besonders wichtig ist.

Ein Treppenlift transportiert Menschen sitzend oder im Rollstuhl über eine Treppe. Sitzlifte für gerade Innentreppen kosten 3.500 bis 6.500 Euro, kurvige Modelle 8.000 bis 12.000 Euro. Außentreppenlifte sind wetterfest und kosten 6.000 bis 10.000 Euro. Plattformlifte tragen den Rollstuhl mit, kosten aber 9.000 bis 15.000 Euro für den Außenbereich. Pflege Panorama hat im Treppenlift-Ratgeber alle Modelle und Förderungen verglichen.

Bei mehr als drei Außenstufen ist oft ein Hublift die beste Lösung. Hublifte heben Personen mit Rollstuhl 1 bis 1,8 Meter senkrecht an und kosten 8.000 bis 18.000 Euro. Sie brauchen weniger Platz als Rampen und sind ganzjährig nutzbar. Die Kombination Hublift plus barrierefreie Haustür plus automatischer Türöffner ergibt einen vollständig selbstständig nutzbaren Eingang.

Wir von Pflege Panorama empfehlen bei Kombilösungen eine Komplettplanung über einen Generalunternehmer. Wir vermitteln Anbieter, die Lift, Tür und Rampe aus einer Hand planen und montieren. Das spart Schnittstellen, vermeidet Garantielücken und erleichtert die Förderbeantragung, weil ein einziger Kostenvoranschlag eingereicht wird. Eine BARMER-Auswertung im Pflegereport (2024) zeigt, dass Komplettlösungen im Schnitt 12 Prozent günstiger sind als zusammengestückelte Einzelmaßnahmen.

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Die wichtigsten Fragen

Welche Schwellenhöhe ist für Rollstuhlfahrer noch akzeptabel?

Nach DIN 18040-2 darf die Schwelle einer barrierefreien Haustür maximal 2 Zentimeter hoch sein. Idealerweise sollte die Schwelle 0 Zentimeter betragen. Schwellen über 2 Zentimetern sind für Standardrollstühle ohne Hilfe kaum überwindbar. Auch Rollatoren mit kleinen Vorderrädern bleiben hängen. Wenn der Schwellentausch baulich nicht möglich ist, helfen mobile Schwellenrampen aus Gummi oder Aluminium für 50 bis 300 Euro. Bei dauerhafter Nutzung empfehlen wir eine fest installierte Lösung, weil mobile Rampen verrutschen und schneller verschleißen.

Mobilitat im Alter
Hilfe bei der Bewegung

Wie breit muss die Haustür für einen Rollstuhl sein?

DIN 18040-2 verlangt eine lichte Durchgangsbreite von mindestens 90 Zentimetern. Lichte Breite bedeutet das tatsächliche Durchgangsmaß bei geöffneter Tür, nicht die Mauerwerksöffnung. Für elektrische Rollstühle, XXL-Rollatoren oder Begleitung empfiehlt der Sozialverband VdK Deutschland 100 Zentimeter. Eine Türverbreiterung von 80 auf 90 oder 100 Zentimeter kostet inklusive neuer Tür 2.000 bis 5.000 Euro und erfordert oft eine Statikprüfung, weil die Mauerwerksöffnung vergrößert werden muss.

Was kostet ein automatischer Türöffner für die Haustür?

Die Kosten hängen von der Bauart ab. Ein einfacher elektromechanischer Türöffner kostet 200 bis 600 Euro inklusive Einbau. Ein vollelektrischer Drehtürantrieb mit Funk-Fernbedienung kostet 800 bis 1.800 Euro. Eine komplette Schiebetürautomatik mit Sensor und Sicherheitsabschaltung liegt bei 2.000 bis 3.000 Euro. Smart-Home-Funktionen wie App-Steuerung, Fingerabdruck oder Notrufintegration erweitern den Funktionsumfang. Hersteller wie GEZE, Dorma und Hörmann sind in Deutschland Marktführer. Über Aroundhome lassen sich Smart-Home-Installateure mit Pflegeerfahrung vergleichen.

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Hilfe bei der Bewegung

Wie steil darf eine Rollstuhlrampe maximal sein?

DIN 18040-2 schreibt eine maximale Steigung von 6 Prozent vor, das entspricht 6 Zentimetern Höhenunterschied auf 100 Zentimeter Länge. Für komfortables Befahren mit Handrollstuhl empfiehlt der Sozialverband VdK Deutschland sogar nur 3 Prozent Steigung. Bei einer Stufe von 18 Zentimetern Höhe braucht eine DIN-konforme Rampe also mindestens 3 Meter Länge, mit komfortabler Steigung 6 Meter. Reicht die Hoflänge nicht, muss die Rampe in zwei Abschnitten mit Zwischenpodest von 150 mal 150 Zentimetern gebaut werden.

Welche Förderung gibt es 2026 für die barrierefreie Haustür?

Es gibt drei Hauptförderungen, die kombinierbar sind. Erstens die Pflegekasse nach §40 SGB XI mit bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme bei Pflegegrad 1 bis 5. Zweitens das KfW-Programm 455-B mit Investitionszuschuss bis 6.250 Euro pro Wohneinheit für altersgerechtes Umbauen. Drittens der Steuerbonus nach §35a EStG mit 20 Prozent der Handwerker-Lohnkosten bis maximal 1.200 Euro pro Jahr. Wer alle drei Töpfe parallel ausschöpft, kann die Eigenbeteiligung an einem 10.000-Euro-Umbau auf wenige hundert Euro reduzieren. Wichtig: Antrag immer vor Beginn der Maßnahme stellen.

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Mobile oder fest installierte Rampe: Was ist sinnvoller?

Mobile Rampen kosten 50 bis 1.500 Euro, sind klappbar oder teleskopierbar und eignen sich für Mietwohnungen, Besuche bei Angehörigen oder als Übergangslösung. Sie tragen je nach Modell 250 bis 350 Kilogramm und wiegen 8 bis 25 Kilogramm. Fest installierte Rampen aus Beton, Aluminium oder GFK kosten 1.500 bis 5.000 Euro, halten 20 bis 30 Jahre und sind witterungsbeständig. Wir von Pflege Panorama empfehlen die feste Lösung bei dauerhafter Rollstuhlnutzung am eigenen Hauseingang. Mobile Rampen verrutschen, vergilben durch UV und werden manchmal gestohlen.

Darf ich als Mieter die Haustür barrierefrei umbauen?

Ja, nach §554a BGB haben Mieterinnen und Mieter einen Anspruch auf bauliche Veränderung zur barrierefreien Nutzung. Vermietende dürfen die Zustimmung nur verweigern, wenn ein berechtigtes Interesse überwiegt, etwa drohende Bauschäden. Mieter müssen den Umbau auf eigene Kosten durchführen und beim Auszug zurückbauen, sofern der Vermieter das schriftlich verlangt. Eine Kaution für den Rückbau kann gefordert werden. Wir von Pflege Panorama empfehlen, vor Beginn eine schriftliche Vereinbarung mit dem Vermieter zu treffen, in der Umfang, Kosten und Rückbaupflicht geregelt sind.

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Wie finde ich einen passenden Handwerker für den Umbau?

Eine barrierefreie Haustür koordiniert mehrere Gewerke: Schreinerei für die Tür, Metallbauer für Rampe und Geländer, Elektriker oder Smart-Home-Installateur für den Türantrieb und gegebenenfalls Statiker. Vermittlungsplattformen wie Aroundhome prüfen regionale Fachbetriebe und liefern bis zu drei Vergleichsangebote binnen 48 Stunden. Bei der Anfrage helfen konkrete Maße, Fotos der Bestandstür und der Hinweis auf einen vorhandenen Pflegegrad, weil viele Fachbetriebe Erfahrung mit der Pflegekassen-Förderung haben. Drei Angebote zu vergleichen senkt die Kosten oft um 30 bis 50 Prozent.

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Jan Berning
Jan Berning ist Mitgründer von Pflege Panorama. Über mehrere Jahre hat er die 24-Stunden-Pflege-Agentur Dicura Seniorenbetreuung mit aufgebaut und geführt und dabei Familien bei der Organisation einer passenden häuslichen Betreuung begleitet, von der Bedarfsklärung über die Finanzierung bis zur laufenden Betreuung zu Hause. Diese Praxiserfahrung fließt in seine Ratgeber zu 24-Stunden-Pflege, Pflegefinanzierung, Pflegegraden und Pflegehilfsmitteln ein.
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