Hauslift 2026: Modelle, Kosten, Förderung im Pillar-Überblick

Hauslift 2026: Übersicht zu Modellen, Kosten & Förderung - Ihr Weg zum barrierefreien Wohnen
Hauslift mit Glaskabine im Wohnbereich
Inhalt dieses Beitrags

Ein Hauslift kann ein Einfamilienhaus barrierefrei machen, ohne dass eine Treppe weichen muss. 14.600 Menschen sterben jährlich in Deutschland an häuslichen Unfällen, ein großer Teil davon über 74 Jahre alt und auf der Treppe (KfW Fokus 285, 2024). Wir von Pflege Panorama erklären, wann sich ein Hauslift lohnt, welche Modelle es gibt und wie hoch die Förderung 2026 ausfällt.

Auf einen Blick: Hauslift 2026

Was ist ein Hauslift? Ein Hauslift, oft auch Homelift genannt, ist ein vertikaler Aufzug für Privathäuser. Er fährt zwischen zwei oder drei Etagen, braucht in modernen Varianten keinen Aufzugschacht und transportiert je nach Modell eine bis drei Personen, auch im Rollstuhl.

Kosten 2026. Hauslifte liegen je nach Modell, Etagen-Anzahl und Einbausituation typischerweise zwischen 22.000 und 55.000 Euro inklusive Einbau. Schachtfreie Compact-Modelle starten günstiger, rollstuhlgerechte Large-Modelle liegen am oberen Ende.

Förderung. Pflegekassen-Zuschuss bis 4.180 Euro je Maßnahme (§ 40 Abs. 4 SGB XI, ab Pflegegrad 1), KfW-Zuschuss 455-B (Antragstopp seit Juli 2026) bis 6.250 Euro bei Standard „Altersgerechtes Haus“ und KfW-Kredit 159 bis 50.000 Euro. Stack-bar bis über 60.000 Euro.

Wann lohnt sich ein Hauslift? Wenn mehrere Etagen zu erschließen sind, mehrere Bewohner den Lift nutzen sollen, die Treppe baulich erhalten bleiben muss oder ein Rollstuhl im Spiel ist. Bei einer einfachen geraden Treppe und Einzelnutzung ist ein Treppenlift meist günstiger.

Installation. Moderne schachtfreie Hauslifte sind in 1 bis 2 Tagen eingebaut. Es sind keine aufwändigen Renovierungen nötig, in vielen Fällen reicht ein bestehender Hohlraum oder eine freie Ecke im Treppenhaus.

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Was ist ein Hauslift? Definition und Abgrenzung

Ein Hauslift ist ein elektrisch betriebener, vertikaler Aufzug für den Einsatz in Privathäusern. Er überwindet zwischen zwei und vier Etagen und ist baurechtlich kein Personenaufzug im Sinne der Aufzugsverordnung, sondern ein Maschinenprodukt nach Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Geregelt ist er in der DIN EN 81-41 für vertikale Hublifte mit umschlossener Kabine.

Vom Treppenlift unterscheidet sich der Hauslift fundamental. Der Treppenlift transportiert eine Person sitzend entlang der Treppe nach oben. Der Hauslift hebt eine geschlossene Kabine senkrecht zwischen den Etagen, parallel zur Treppe oder an einer freien Stelle im Grundriss. Die Treppe bleibt für andere Bewohner und Besucher voll nutzbar.

Vom klassischen Personenaufzug unterscheidet ihn die Bauart. Hauslifte arbeiten meist mit Spindelantrieb oder Hydraulik und brauchen weder Aufzugmaschinenraum noch Schachtgrube. Sie sind kompakter, deutlich günstiger im Einbau und bedürfen keiner TUEV-Pflicht im klassischen Sinne, sondern werden vom Hersteller jährlich gewartet.

Begriffe sind in der Branche nicht einheitlich. „Hauslift“, „Homelift“, „Senkrechtlift“, „Privataufzug“ oder „Personenlift“ werden synonym verwendet. Im Sprachgebrauch von Pflege Panorama meinen wir mit Hauslift immer die schachtarme oder schachtfreie Variante für den Privatgebrauch.

 

Hauslift vs Treppenlift vs Plattformlift: Welcher Lift für welche Situation?

Die richtige Lift-Lösung hängt von vier Faktoren ab: Treppenform, geplante Etagen, Nutzerprofil und Budget. Wir haben die Entscheidung in einer Vergleichstabelle verdichtet. Sie ersetzt keine Beratung vor Ort, hilft aber bei der ersten Eingrenzung.

KriteriumTreppenliftPlattformliftHauslift
Treppe bleibt nutzbar?EingeschränktEingeschränktJa
Rollstuhl-tauglich?NeinJaJa (Large-Modell)
Mehrere Bewohner gleichzeitig?NeinNeinJa (Twin, Large)
Mehrere Etagen?Bis 2 Etagen sinnvoll1 Etage typischBis 4 Etagen
Investition3.500 bis 14.000 Euro9.000 bis 15.000 Euro22.000 bis 55.000 Euro
Einbauzeit1 Tag2 bis 3 Tage1 bis 2 Tage
Pflegekassen-Zuschuss4.180 Euro4.180 Euro4.180 Euro

Für eine gerade Standardtreppe mit einer Person als Nutzer ist der Treppenlift fast immer die wirtschaftlichste Wahl. Er kostet ein Viertel bis ein Drittel des Hauslifts und ist in einem Tag installiert. Laut ADAC-Marktbeobachtung liegen gerade Treppenlifte zwischen 3.500 und 10.000 Euro.

Bei mehreren Etagen, mehreren Bewohnern oder Rollstuhl-Anforderung kippt die Rechnung zugunsten des Hauslifts. Wer drei Etagen zu erschließen hat, müsste sonst zwei oder drei Treppenlifte einbauen, deren Summe schnell den Preis eines Hauslifts erreicht. Und keiner der Treppenlifte kann einen Rollstuhl transportieren.

In unserem Detail-Vergleich Hauslift vs Treppenlift rechnen wir drei konkrete Szenarien durch, in denen die Entscheidung zwischen den beiden Lift-Typen besonders häufig fällt.

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Hauslift-Modelle 2026: Compact, Twin und Large im Überblick

Im DE-Markt dominieren Hauslift-Modelle in drei Größenklassen. Bei Mobilae als größtem unabhängigem Vermittler heißen sie Compact, Twin und Large. Andere Hersteller nutzen ähnliche Bezeichnungen oder eigene Modellnamen, die technischen Eckdaten sind aber vergleichbar.

Compact: Der platzsparende Einsteiger

Der Compact ist die schmalste Hauslift-Variante mit einer Grundfläche von rund 0,87 Quadratmetern. Er transportiert eine Person, ist schachtfrei einbaubar und passt in vielen Fällen in einen freien Treppenhaus-Bereich oder einen ehemaligen Garderoben-Bereich. Typisch bei Einfamilienhäusern mit zwei Etagen.

Vorteile sind der geringe Platzbedarf und die kurze Einbauzeit. Der Compact eignet sich, wenn eine einzelne pflegebedürftige Person den Lift nutzt und das Haus baulich begrenzten Platz bietet. Die Tragfähigkeit liegt typischerweise bei 200 bis 250 Kilogramm.

Twin: Die Familien-Lösung für zwei Personen

Der Twin bietet 1,21 Quadratmeter Kabinenfläche und Platz für zwei Personen. Damit eignet er sich für Paare, in denen einer der Partner pflegebedürftig ist, oder für Situationen, in denen Angehörige beim Lift-Fahren begleiten müssen. Tragfähigkeit bis ca. 300 Kilogramm.

Der Twin ist die meistverkaufte Variante im Mobilae-Sortiment. Er deckt die Mehrheit der Use-Cases ab, ist aber noch nicht rollstuhlgerecht im strengen Sinn. Ein elektrischer Rollstuhl passt nur, wenn der Nutzer beim Fahren stehen bleibt oder auf einen kleineren Faltrollstuhl umsteigen kann.

Large: Rollstuhlgerecht mit niedriger Schwelle

Der Large ist explizit rollstuhltauglich und transportiert bis zu drei Personen. Die Schwelle am Ein- und Ausstieg ist niedrig genug, dass auch elektrische Rollstühle ohne Anlauf einfahren können. Tragfähigkeit bis 400 Kilogramm.

Wer Wert auf langfristige Barrierefreiheit legt und absehen kann, dass ein Rollstuhl irgendwann zum Alltag gehört, sollte direkt zum Large greifen. Der Aufpreis gegenüber dem Twin liegt typischerweise bei 4.000 bis 8.000 Euro.

Wir haben die drei Modelle in einem separaten Detail-Vergleich gegenüber gestellt, inklusive Mass- und Kabinen-Skizzen: Lifton Compact vs Twin vs Large.

 

Was kostet ein Hauslift in 2026?

Die Preisspanne für einen Hauslift liegt aktuell zwischen 22.000 und 55.000 Euro inklusive Einbau. Die große Bandbreite ergibt sich aus Modell, Etagenanzahl, Schacht-Lösung und Innenausstattung. Eine schlüsselfertige Standard-Installation eines Compact-Modells in einem Einfamilienhaus liegt typischerweise bei rund 28.000 bis 32.000 Euro.

ModellPersonenzahlTypische Preisspanne (inkl. Einbau)
Compact1 Person22.000 bis 32.000 Euro
Twin2 Personen28.000 bis 42.000 Euro
Large (rollstuhltauglich)3 Personen35.000 bis 55.000 Euro

Folgekosten sind überschaubar. Stromkosten liegen bei normaler Nutzung unter 100 Euro pro Jahr, eine jährliche Wartung kostet 200 bis 350 Euro. Eine Vollwartung mit allen Reparaturen kostet als Vertrag 400 bis 600 Euro pro Jahr, was in vielen Fällen die wirtschaftlichere Lösung ist.

Im Detail rechnen wir die Kosten je Modell, Etagenzahl und Schacht-Variante im Hauslift-Preis-Ratgeber durch: Hauslift Preisliste 2026 mit Förderung.

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Hauslift mit Schacht oder ohne Schacht?

Moderne Hauslifte sind in zwei Bauarten verfügbar: mit Schacht und schachtfrei. Die Wahl hängt vom verfügbaren Platz, vom Wunsch nach Optik und vom Aufwand bei Einbau und späterer Wartung ab.

Schachtfreie Variante

Schachtfreie Hauslifte werden direkt im Wohnraum installiert. Sie laufen entlang einer Wand auf einer eigenen Tragstruktur oder einer Spindel ohne umschließenden Schacht. Die Kabine ist von außen sichtbar, was manche Bauherren als modern empfinden und andere als störend.

Schachtfreie Lösungen sparen Bauzeit und Kosten. Es muss kein Raum vorgehalten oder neu errichtet werden, die Bodenplatte wird nicht angetastet. Im Idealfall reicht ein freier Bereich von 1 mal 1,5 Metern im Erdgeschoss und dieselbe Fläche im Obergeschoss.

Schachtvariante

Die Schachtvariante ist visuell unauffälliger, weil die Kabine in einem geschlossenen Bauteil verschwindet. Der Schacht kann gemauert oder als Glasschacht (transparent) ausgeführt werden. Glasschaecht-Lösungen werden zunehmend beliebt, weil sie modern wirken und Tageslicht weiterleiten.

Nachteil ist der höhere Bauaufwand und der Platzverbrauch. Ein Hauslift mit Mauer-Schacht braucht etwa 1,8 mal 1,4 Meter Grundfläche und einen Eingriff in die Geschossdecke. Bauaufsichtsrechtlich gelten dann teils strengere Brandschutz-Vorgaben.

Detaillierter Vergleich der beiden Bauarten mit baulichen Voraussetzungen, Genehmigungs-Fragen und konkreten Beispielen: Hauslift mit Schacht oder ohne.

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Förderung 2026: Pflegekasse, KfW 455-B und KfW 159

Drei Förderwege lassen sich 2026 für einen Hauslift kombinieren. Zwei davon sind reine Zuschüsse, einer ein zinsgünstiger Kredit. Wer alle drei nutzt, kann bei einem Standard-Umbau zum „Altersgerechten Haus“ insgesamt über 60.000 Euro mobilisieren.

Pflegekasse: 4.180 Euro je Maßnahme

Der Pflegekassen-Zuschuss nach § 40 Abs. 4 SGB XI beträgt 4.180 Euro je wohnumfeldverbessernder Maßnahme. Voraussetzung ist Pflegegrad 1 oder höher. Der Einbau eines Hauslifts gilt als wohnumfeldverbessernde Maßnahme, weil er Wohnraum altersgerecht macht (§ 40 Abs. 4 SGB XI).

Leben zwei pflegebedürftige Personen im Haushalt, kann der Zuschuss zweifach beantragt werden (bis 8.360 Euro). Bei vier Personen sind bis zu 16.720 Euro möglich (§ 40 Abs. 4 S. 3 SGB XI). Der Antrag muss vor Kauf gestellt werden.

KfW 455-B: Zuschuss bis 6.250 Euro (seit Ende Juli 2026 im Antragstopp)

Der KfW-Investitionszuschuss 455-B wurde am 08.04.2026 reaktiviert. Er ist ein direkter Zuschuss (kein Kredit) und unterscheidet zwei Förderstufen:

  • Einzelmaßnahme (z.B. nur Hauslift-Einbau): 10 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 2.500 Euro (Kostenrahmen bis 25.000 Euro)
  • Standard „Altersgerechtes Haus“ (umfassender Umbau): 12,5 Prozent, maximal 6.250 Euro (Kostenrahmen bis 50.000 Euro)

Wichtig: Der Antrag muss zwingend vor Vorhabenbeginn gestellt werden. Wer bereits angefangen hat, verliert den Anspruch. Das Programmbudget 2026 beträgt 50 Millionen Euro (Bundeshaushalt 2026), eine zügige Antragstellung lohnt sich.

KfW 159: Kredit bis 50.000 Euro

Wer mehr Fördervolumen braucht, kombiniert die Zuschüsse mit dem zinsgünstigen Kredit KfW 159 „Altersgerecht Umbauen“. Maximaler Kreditbetrag: 50.000 Euro pro Wohneinheit. Aktueller effektiver Jahreszins: 2,52 bis 3,54 Prozent je nach Laufzeit und Zinsbindung (KfW, Stand 13.04.2026).

Ein Pflegegrad ist nicht erforderlich, der Kredit steht allen Privatpersonen offen, die Eigentümer sind oder mit Zustimmung des Vermieters umbauen. Förderfähig sind Hauslift, Treppenlift, Türverbreiterung, bodengleiche Dusche und weitere Barriere-reduzierende Maßnahmen.

Stack-Beispiel: Hauslift für 35.000 Euro

Ein Beispiel zeigt das Förder-Potenzial. Wer einen Hauslift für 35.000 Euro einbauen lässt und Pflegegrad 1 hat, kann theoretisch wie folgt fördern:

  • Pflegekassen-Zuschuss (§ 40 Abs. 4 SGB XI): 4.180 Euro
  • KfW 455-B Einzelmaßnahme (10 % von 25.000 Euro): 2.500 Euro
  • Eigenanteil: 28.320 Euro
  • Davon optional: KfW-Kredit 159 (z.B. über 25.000 Euro, Restlaufzeit 10 Jahre)

Wer im Zuge des Umbaus weitere Barriere-Maßnahmen umsetzt (Bad, Türverbreiterung, Smart-Home-Assistenz), kann den Standard „Altersgerechtes Haus“ beantragen und damit den KfW-Zuschuss auf 6.250 Euro hochsetzen. Insgesamt sind dann 10.430 Euro reine Zuschüsse erreichbar, der Rest über Kredit oder Eigenmittel.

 

Hauslift einbauen: Ablauf in 1 bis 2 Tagen

Moderne schachtfreie Hauslifte sind in einem Bruchteil der Zeit eingebaut, die ein klassischer Personenaufzug benötigt. Bei guter Vorplanung sind ein bis zwei Werktage realistisch, in komplexeren Fällen drei.

Der Ablauf beim Mobilae-Standardpaket ist typisch: Tag 1 Vorbereitung und Stellage-Aufbau, Tag 2 Kabinen-Einbau und Inbetriebnahme inklusive Schulung. Eine zweite Person muss während der Arbeiten nicht im Haus sein, üblich ist aber eine kurze Abnahme am Ende des zweiten Tages.

Vor dem Einbau steht die Vor-Ort-Vermessung. Der Hersteller misst den Grundriss, prüft die statischen Voraussetzungen und schlägt den optimalen Aufstellort vor. Diese Vermessung ist in der Regel kostenlos. Auf Basis der Messung erstellt der Hersteller ein Festpreis-Angebot.

Wir empfehlen, immer mindestens zwei Angebote einzuholen. Die DISQ-Servicestudie Treppenliftanbieter 2025 zeigt, dass die Preisspanne zwischen Anbietern bei identischer Treppe 30 bis 50 Prozent betragen kann. Bei Hausliften ist die Spanne ähnlich gross, weil die Modelle unterschiedlich aufgebaut sind und Innenausstattungs-Optionen den Preis stark beeinflussen.

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Vor- und Nachteile: Wann lohnt sich der Hauslift?

Ein Hauslift ist die Investition mit der höchsten baulichen Wirkung im Vergleich zu anderen Lift-Lösungen. Die Treppe bleibt voll erhalten, die Privatsphäre wird gewahrt, und der Wert der Immobilie steigt nachweislich. Das sind die strukturellen Vorteile.

VorteileNachteile
Treppe voll nutzbar für alle BewohnerHöhere Investitionssumme als Treppenlift
Mehrere Etagen mit einem Gerät erschlossenPlatzbedarf 1 bis 2 Quadratmeter im Grundriss
Rollstuhltauglich (Large-Modell)Schachtarmer Bau braucht freie Wandfläche
Werterhalt der ImmobilieGeringerer Wiederverkaufswert als Mobiliar
Kein Aufzugmaschinenraum nötigJährliche Wartung Pflicht

Wirtschaftlich lohnt sich der Hauslift, wenn drei oder mehr Etagen zu erschließen sind oder wenn die Treppe baulich besonders steil oder kurvig ist. Bei drei Etagen wären zwei separate Treppenlifte erforderlich, was inklusive Einbau und Wartung schnell auf 20.000 bis 25.000 Euro klettert. Ein Compact-Hauslift kostet das gleiche und deckt alle Etagen in einem Gerät ab.

Bei nur einer geraden Treppe und einem Nutzer ist der Treppenlift fast immer billiger. Wir von Pflege Panorama empfehlen die direkte Vor-Ort-Beratung mit einem unabhängigen Anbieter, der beide Optionen vergleicht und nicht nur die teurere Lösung verkauft.

 

Hauslift Anbieter im DE-Markt 2026

Der deutsche Hauslift-Markt ist deutlich kleiner als der Treppenlift-Markt. Hauptanbieter sind Mobilae (mit den Modellen Compact, Twin, Large), Aritco, Cibes Lift und kleinere Spezialisten wie Vimec oder Garaventa. Lifta als größter deutscher Treppenlift-Hersteller bietet ebenfalls Hauslift-Varianten.

Bei Pflege Panorama sehen wir vor allem zwei Vertriebskanaele: Hersteller-direkt (Lifta, Cibes, Aritco) und unabhängige Vermittler (Mobilae). Vermittler haben den Vorteil, dass sie mehrere Marken vergleichen können. Der Mobilae-Preis-Garantie-Mechanismus mit bis zu 1.000 Euro Rabatt ist branchenüblich (mobilae.de, Stand 2026-05).

Eine bundesweite Service-Studie zum Hauslift-Markt gibt es 2026 noch nicht. Die DISQ-Studie 2025 testet ausschließlich Treppenlift-Anbieter und keine reinen Hauslift-Hersteller (DISQ, 2025). Wir empfehlen, vor der Entscheidung mindestens zwei Anbieter zur Vor-Ort-Vermessung einzuladen.

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Die wichtigsten Fragen

Was kostet ein Hauslift für ein Einfamilienhaus?

Die Kosten für einen Hauslift im Einfamilienhaus liegen 2026 typischerweise zwischen 22.000 und 55.000 Euro inklusive Einbau. Ein platzsparendes Compact-Modell für eine Person startet bei rund 22.000 Euro, der rollstuhlgerechte Large-Hauslift mit niedriger Schwelle liegt bei 35.000 bis 55.000 Euro. Pflegekassen-Zuschuss (4.180 Euro), KfW-Zuschuss 455-B (bis 6.250 Euro) und KfW-Kredit 159 (bis 50.000 Euro) lassen sich kombinieren, sodass der Eigenanteil deutlich sinkt.

Mobilitat im Alter
Hilfe bei der Bewegung

Braucht ein Hauslift einen Schacht?

Nein, moderne Hauslifte sind in schachtfreier Bauart erhältlich. Sie laufen entlang einer Wand oder auf einer eigenen Tragstruktur und benötigen weder Aufzugmaschinenraum noch Schachtgrube. Schachtfreie Modelle sind in 1 bis 2 Tagen eingebaut und sparen Bauzeit. Wer eine schachtgebundene Lösung bevorzugt (zum Beispiel aus optischen Gründen), kann auch einen Glasschacht oder Mauer-Schacht wählen, was den Einbau jedoch verlängert.

Bekommt man für einen Hauslift Zuschuss von der Pflegekasse?

Ja, der Pflegekassen-Zuschuss nach § 40 Abs. 4 SGB XI gilt auch für den Hauslift, weil er als wohnumfeldverbessernde Maßnahme zählt. Voraussetzung ist mindestens Pflegegrad 1. Der Zuschuss beträgt bis zu 4.180 Euro je Maßnahme. Leben mehrere pflegebedürftige Personen im Haushalt, kann der Zuschuss mehrfach beantragt werden, bei vier Personen also bis zu 16.720 Euro (§ 40 Abs. 4 S. 3 SGB XI).

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Wie lange dauert der Einbau eines Hauslifts?

Bei schachtfreien Modellen mit guter Vorplanung sind ein bis zwei Werktage realistisch. Tag 1 ist Vorbereitung und Stellage-Aufbau, Tag 2 Kabinen-Einbau und Inbetriebnahme inklusive Schulung. Hauslifte mit Mauer-Schacht oder Glasschacht brauchen länger, weil der Schacht zuerst erstellt werden muss, was in der Regel zusätzliche 3 bis 5 Tage Bauzeit bedeutet. Eine Vor-Ort-Vermessung vor dem Einbau ist Pflicht und wird vom Hersteller meist kostenlos durchgeführt.

Ist der Hauslift TUEV-pflichtig?

Hauslifte fallen baurechtlich nicht unter die Aufzugsverordnung (BetrSichV) und sind damit nicht im klassischen Sinne TUEV-pflichtig wie ein gewerblicher Personenaufzug. Sie unterliegen aber den Anforderungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und der DIN EN 81-41. In der Praxis bedeutet das: jährliche Wartung durch den Hersteller oder einen zertifizierten Wartungsbetrieb. Pflege Panorama empfiehlt, den Wartungsvertrag direkt mit dem Hersteller abzuschließen, weil das die langfristige Ersatzteilversorgung sichert.

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Lohnt sich ein Hauslift im Vergleich zum Treppenlift?

Wirtschaftlich lohnt sich der Hauslift in drei Fällen: bei mehr als zwei Etagen, bei mehreren Nutzern im Haushalt oder wenn ein Rollstuhl benötigt wird. Bei einer geraden Standardtreppe mit einem Nutzer ist der Treppenlift mit 3.500 bis 10.000 Euro fast immer günstiger. Bei drei Etagen oder zwei pflegebedürftigen Personen kippt die Rechnung schnell zugunsten des Hauslifts. In unserem Detail-Vergleich Hauslift vs Treppenlift rechnen wir drei konkrete Szenarien durch.

Welche Hauslift-Modelle sind 2026 verfügbar?

Im DE-Markt dominieren drei Größenklassen: Compact (1 Person, 0,87 m² Grundfläche), Twin (2 Personen, 1,21 m²) und Large (bis 3 Personen, rollstuhlgerecht). Bei Mobilae sind das die Mobilae-eigenen Modell-Bezeichnungen, andere Hersteller wie Aritco oder Cibes Lift nutzen ähnliche Klassen mit anderen Namen. Die Wahl hängt von Personenanzahl, Rollstuhl-Anforderung und Budget ab. Detail-Vergleich der drei Mobilae-Modelle inklusive Mass-Skizzen: Lifton Compact vs Twin vs Large.

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Kann ich einen Hauslift nachträglich einbauen?

Ja, der nachträgliche Einbau ist bei den meisten Einfamilien- und Doppelhaushälften möglich. Voraussetzung ist eine freie Wandfläche oder ein Hohlraum von typischerweise 1 mal 1,5 Metern im Erdgeschoss und derselben Fläche im Obergeschoss. Bei tragenden Wänden oder ungewöhnlichen Grundrissen prüfen Hersteller im Rahmen der Vor-Ort-Vermessung die statischen Voraussetzungen. Ein nachträglicher Einbau erfordert in den meisten Bundesländern keine Baugenehmigung, sondern nur eine Bauanzeige.

Bild von Jan Berning
Jan Berning
Jan Berning ist Mitgründer von Pflege Panorama. Über mehrere Jahre hat er die 24-Stunden-Pflege-Agentur Dicura Seniorenbetreuung mit aufgebaut und geführt und dabei Familien bei der Organisation einer passenden häuslichen Betreuung begleitet, von der Bedarfsklärung über die Finanzierung bis zur laufenden Betreuung zu Hause. Diese Praxiserfahrung fließt in seine Ratgeber zu 24-Stunden-Pflege, Pflegefinanzierung, Pflegegraden und Pflegehilfsmitteln ein.
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