Treppenlift für schmale Treppen: Platzsparende Lösungen

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Ein Treppenlift für schmale Treppen ist heute kein Problem mehr, denn moderne platzsparende Treppenlifte lassen sich bereits ab einer Treppenbreite von 70 Zentimetern installieren. Bei besonders engen Treppen unter 70 Zentimetern bieten spezielle Stehlift-Modelle eine Lösung, die sogar ab 60 Zentimetern Breite eingesetzt werden können. Die gute Nachricht für alle, die befürchten, ihre Treppe sei zu schmal: In über 90 Prozent aller Fälle lässt sich eine passende schmale Treppenlift-Lösung finden. Durch klappbare Sitze, schmale Schienensysteme und innovative Konstruktionen benötigen moderne Lifte im eingeklappten Zustand oft nur 30 bis 40 Zentimeter Platz.

Die Sorge, eine Treppe könnte zu schmal für einen Treppenlift sein, ist eine der häufigsten Bedenken bei der Anschaffung. Tatsächlich gibt es zahlreiche Altbauten, historische Gebäude oder kleine Reihenhäuser mit engen Treppen, bei denen auf den ersten Blick wenig Platz für einen Lift zu sein scheint. Doch die Hersteller haben auf diese Herausforderung reagiert und bieten mittlerweile eine breite Palette platzsparender Treppenlifte an, die speziell für schmale Treppen entwickelt wurden. Diese Modelle kombinieren kompakte Bauweise mit vollem Komfort und allen Sicherheitseinrichtungen, sodass Sie auch bei beengten Platzverhältnissen nicht auf Mobilität verzichten müssen.

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Ab wann gilt eine Treppe als schmal?

Eine Treppe gilt als schmal, wenn sie weniger als 80 Zentimeter breit ist. Diese Definition bezieht sich auf die tatsächlich nutzbare Breite, gemessen zwischen Wand und Geländer oder zwischen zwei Geländern. Die meisten Standardtreppen in Deutschland haben Breiten zwischen 80 und 100 Zentimetern, während schmale Treppen in Altbauten, Reihenhäusern oder bei Nebentreppen oft nur 70 bis 80 Zentimeter messen. In extremen Fällen finden sich sogar Treppen mit unter 70 Zentimetern Breite, die besondere Herausforderungen an die Treppenlift-Installation stellen.

Die Treppenbreite wird fachlich korrekt als „lichtes Maß“ bezeichnet, also der freie Abstand über die gesamte Länge der Treppe. Dieser Raum muss ausreichen für die Liftschiene und den daran vorbeifahrenden Sitz oder die stehende Person. Wichtig ist auch, dass nach der Installation noch genügend Durchgangsbreite für andere Personen verbleibt, die die Treppe zu Fuß nutzen möchten. Gerade in Mehrfamilienhäusern gibt es hier rechtliche Vorgaben, die beachtet werden müssen.

 

📐 Treppenlift für schmale Treppen: Die wichtigsten Fakten

Schmale Treppe ab
< 80 cm Breite
Lichtes Maß entscheidend
Mindestbreite Sitzlift
70 cm
Gerade & kurvige Treppen
Mindestbreite Stehlift
60 cm
Für besonders enge Treppen
Platzbedarf eingeklappt
30–40 cm
Freier Durchgang bleibt
Schmalster Lift
Ca. 50 cm
Abstand von der Wand
Erfolgsquote
Über 90 %
Passende Lösung möglich
✓ Klappbare Sitze, schmale Schienen & kompakte Bauweise ermöglichen Installation auch bei engen Treppen

Mindestbreite für Treppenlift-Installation

Die Mindestbreite für einen Treppenlift hängt vom gewählten Modell ab. Für klassische Sitzlifte beträgt die Mindestbreite etwa 70 Zentimeter, was der Breite entspricht, die quasi alle in Deutschland erhältlichen Treppenlifte benötigen. Diese 70 Zentimeter gelten sowohl für gerade als auch für kurvige Treppen und stellen die absolute Untergrenze für Standard-Sitzlifte dar. Viele moderne Modelle sind so konstruiert, dass sie sich auf 30 bis 40 Zentimeter zusammenklappen lassen und im betriebsbereiten Zustand nur 40 bis 60 Zentimeter Platz beanspruchen.

Für Stehlifte, die besonders platzsparend sind, liegt die Mindestbreite bei nur 60 Zentimetern. Diese Modelle sind ideal für sehr enge Treppen, bei denen ein klassischer Sitzlift nicht mehr möglich wäre. Plattformlifte für Rollstuhlfahrer benötigen deutlich mehr Platz: Hier sind mindestens 90 bis 100 Zentimeter erforderlich. Die genauen Maße hängen vom spezifischen Modell und Hersteller ab, weshalb eine individuelle Beratung vor Ort unerlässlich ist.

Unterschiedliche Anforderungen je nach Gebäudetyp

Die Anforderungen an die verbleibende Durchgangsbreite unterscheiden sich erheblich je nach Gebäudetyp. In Einfamilienhäusern gilt die Mindestbreite von 70 Zentimetern für die gesamte Treppe, und es gibt keine gesetzlichen Vorgaben zur verbleibenden Durchgangsbreite. Hier können Sie frei entscheiden, wie viel Platz der Treppenlift einnehmen darf. Anders sieht es in Mehrfamilienhäusern aus: Hier müssen in der Regel 100 Zentimeter Treppenbreite vorhanden sein, und nach Installation des Lifts sollten mindestens 50 bis 100 Zentimeter Durchgang verbleiben.

In Mietshäusern mit mehr als zwei Wohneinheiten oder über 400 Quadratmetern Wohnfläche dürfen 100 Zentimeter Mindestlaufbreite nicht unterschritten werden. Die Mindestlaufbreite bezeichnet den Platz, der zur Verfügung steht, während sich der Lift in der Parkposition befindet. An einer zusätzlichen, nicht-notwendigen Treppe sind hingegen 50 Zentimeter Mindestlaufbreite ausreichend. In öffentlichen Gebäuden gelten noch strengere Vorschriften mit einer Mindesttreppenbreite von 120 Zentimetern. Vor der Installation sollten Sie daher unbedingt klären, ob rechtliche Vorgaben zu beachten sind.

 

🔄 Lifttypen für schmale Treppen im Vergleich

Lifttyp Mindestbreite Geeignet für
Kompakter Sitzlift 70 cm Personen, die gut sitzen können
Stehlift 60 cm Personen mit Gelenkproblemen
Plattformlift (privat) 90–100 cm Rollstuhlfahrer
Plattformlift (öffentlich) 110 cm Öffentliche Gebäude
Tipp: Stehlifte sind ideal bei Knie- oder Hüftproblemen – die aufrechte Haltung schont die Gelenke.

Platzsparende Treppenlift-Modelle für schmale Treppen

Moderne Hersteller haben speziell für schmale Treppen optimierte Modelle entwickelt, die maximale Platzersparnis mit vollem Komfort kombinieren. Die wichtigsten Modelltypen sind kompakte Sitzlifte, die sich perfekt für Treppen ab 70 Zentimetern Breite eignen, und Stehlifte, die noch schmaler sind und bereits ab 60 Zentimetern eingesetzt werden können. Beide Varianten bieten alle notwendigen Sicherheitseinrichtungen und erfüllen die Anforderungen der DIN EN 81-40. Die Wahl zwischen Sitzlift und Stehlift hängt primär von den körperlichen Voraussetzungen und persönlichen Präferenzen ab.

Die platzsparenden Treppenlifte zeichnen sich durch mehrere konstruktive Besonderheiten aus. Die Sitze und Armlehnen sind verkürzt und schmaler gestaltet, Schienen und Motor sind kompakt gebaut, und die Wandabstände sind minimiert. Von der Wand gemessen braucht ein extra schmaler Sitzlift nur etwa 50 Zentimeter Platz. Diese kompakte Bauweise geht nicht zulasten der Stabilität oder Sicherheit – alle modernen Modelle erfüllen dieselben strengen Sicherheitsstandards wie Standardmodelle.

Kompakte Sitzlifte ab 70 cm Treppenbreite

Der kompakte Sitzlift ist die klassische Lösung für schmale Treppen ab 70 Zentimetern Breite. Diese Modelle verfügen über alle Funktionen eines Standardlifts – einen gepolsterten Sitz, klappbare Armlehnen, Fußstützen und Sicherheitsgurt – sind aber in allen Dimensionen etwas schmaler gestaltet. Die Sitzfläche ist verkürzt, ohne unbequem zu werden, und die Armlehnen sind so konstruiert, dass sie im hochgeklappten Zustand nur minimal in den Treppenraum ragen. Im eingeklappten Zustand ist ein schmaler Sitzlift oft nur 30 bis 40 Zentimeter breit, sodass andere Personen die Treppe problemlos zu Fuß nutzen können.

Bekannte Modelle für schmale Treppen sind beispielsweise der Lifta Esprit, der ThyssenKrupp Flow oder der Acorn Superglide. Diese Lifte sind speziell für enge Treppen konzipiert und kombinieren kompakte Maße mit hohem Fahrkomfort. Die Installation erfolgt wie bei jedem Treppenlift auf den Treppenstufen, und die Montagezeit unterscheidet sich nicht von Standardmodellen. Der große Vorteil der kompakten Sitzlifte: Sie bieten vollen Komfort und sind auch für Personen geeignet, die längere Zeit sitzen können und nicht zwingend einen Stehlift benötigen.

Stehlifte für besonders enge Treppen ab 60 cm

Der Stehlift ist die Lösung für besonders enge Treppen unter 70 Zentimetern Breite. Bei diesen Modellen steht die nutzende Person in einer leicht gebeugten, aufrechten Haltung und wird durch einen gepolsterten Stehsitz und Haltegriffe gestützt. Diese Position ist besonders angenehm für Menschen mit Gelenkproblemen, da die Beine nicht stark gebeugt werden müssen. Stehlifte benötigen von der Wand gemessen nur etwa 50 bis 60 Zentimeter Platz und gehören damit zu den schmalsten Treppenliften, die erhältlich sind.

Ein bekanntes Modell ist der Minivator 2000, der speziell für enge Kurven und schmale Treppen mit minimal 60 Zentimetern Breite entwickelt wurde. Dieser Stehsitz bietet trotz kompakter Abmessungen hohen Komfort und alle notwendigen Sicherheitseinrichtungen. Der Vorteil des Stehlifts liegt in der extremen Platzersparnis: Die aufrechte Haltung benötigt deutlich weniger Raum als eine sitzende Position, und im eingeklappten Zustand sind Stehlifte besonders schmal. Diese Modelle eignen sich jedoch nur für Personen, die noch gut stehen können und nicht auf eine Sitzposition angewiesen sind.

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Technische Lösungen für maximale Platzersparnis

Die Platzersparnis bei schmalen Treppenliften wird durch verschiedene technische Lösungen erreicht, die clever kombiniert werden. Die wichtigsten Elemente sind klappbare Sitze und Armlehnen, die im Ruhezustand nur minimal in den Treppenraum ragen, sowie schmale Schienensysteme, die nah an der Wand verlaufen. Auch die Motorentechnologie hat sich weiterentwickelt: Moderne Antriebe sind deutlich kompakter als ältere Modelle und ermöglichen schlankere Konstruktionen. Diese technischen Innovationen haben dazu geführt, dass heute Treppenlifte möglich sind, die vor zehn Jahren bei engen Treppen noch undenkbar gewesen wären.

Ein weiterer Aspekt ist die intelligente Positionierung des Lifts am Ende der Treppe. Viele moderne Modelle verfügen über Klapp- oder Gleitschienen, die am oberen oder unteren Ende automatisch eingeklappt oder zur Seite gefahren werden können, wenn der Lift nicht genutzt wird. So wird verhindert, dass die Schiene in Durchgangsbereiche ragt und zur Stolperfalle wird. Diese durchdachten Details machen den Unterschied zwischen einer akzeptablen und einer optimalen Lösung für schmale Treppen.

Klappbare Sitze und Armlehnen

Klappbare Sitze sind das Herzstück jedes platzsparenden Treppenlifts. Diese Sitze lassen sich mit einem einfachen Handgriff nach oben klappen, wenn der Lift nicht genutzt wird, und geben so die Treppe für andere Nutzer frei. Im hochgeklappten Zustand beträgt die Breite oft nur 30 bis 40 Zentimeter, sodass selbst bei engen Treppen noch ausreichend Durchgang verbleibt. Die Klappmechanik ist so konstruiert, dass sie leichtgängig ist und auch von älteren Menschen mit eingeschränkter Kraft problemlos bedient werden kann.

Auch die Armlehnen sind bei modernen Modellen klappbar und tragen zur Platzersparnis bei. Sie lassen sich nach oben oder zur Seite klappen und liegen dann eng am Sitz an. Die Fußstützen können ebenfalls eingeklappt werden, sodass der schmale Treppenlift im Ruhezustand ein Minimum an Platz einnimmt. Diese Funktionen sind nicht nur praktisch, sondern auch sicherheitsrelevant: Ein eingeklappter Lift stellt keine Stolpergefahr dar und beeinträchtigt andere Treppennutzer nicht. Die Bedienung all dieser Klappfunktionen ist intuitiv und wird bei der Einweisung nach der Installation gründlich erklärt.

Schmale Schienensysteme: Einrohr vs. Zweirohr

Die Schiene ist das zentrale Element jedes Treppenlifts und bestimmt maßgeblich den Platzbedarf. Es gibt grundsätzlich zwei Systeme: Einrohrschienen und Zweirohrschienen, wobei beide in extra schmalen Varianten erhältlich sind. Einrohrschienen sind besonders platzsparend und werden vor allem bei modernen Premium-Modellen wie dem ThyssenKrupp Flow eingesetzt. Diese Schienen haben einen kleineren Durchmesser und verlaufen besonders nah an der Wand, was bei schmalen Treppen jeden Zentimeter zählen lässt.

Zweirohrschienen bieten den Vorteil höherer Stabilität und werden bei schwereren Lasten oder längeren Strecken bevorzugt. Auch diese gibt es in schmalen Ausführungen, die speziell für enge Treppen optimiert sind. Die Wahl des Schienensystems hängt von verschiedenen Faktoren ab: Treppenform, Länge, Steigung und persönliche Präferenzen. Bei der Beratung vor Ort wird der Fachmann die optimale Lösung für Ihre spezifische Situation empfehlen. Zusätzlich gibt es Klappschienen, die am Ende der Treppe eingeklappt werden können, und Gleitschienen, die bei Bedarf automatisch ein- und ausfahren. Diese Innovationen maximieren die Platzersparnis noch weiter.

Plattformlifte für schmale Treppen mit Rollstuhl

Plattformlifte für Rollstuhlfahrer stellen besondere Anforderungen an die Treppenbreite, da die Plattform deutlich mehr Platz benötigt als ein Sitz. Die Mindestbreite für Plattformlifte beträgt 90 Zentimeter bei geraden Treppen und 100 Zentimeter bei kurvigen Verläufen. In Mehrfamilienhäusern und öffentlichen Gebäuden müssen sogar 110 Zentimeter Mindestbreite eingehalten werden, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Diese höheren Anforderungen machen Plattformlifte für viele schmale Treppen leider unmöglich.

Es gibt jedoch auch bei Plattformliften extra schmale Modelle, die für Treppen ab 90 Zentimetern geeignet sind. Diese Modelle verfügen über kompakte, klappbare Plattformen, die im Ruhezustand zusammengeklappt werden können. Dennoch bleibt die Tatsache bestehen, dass Plattformlifte grundsätzlich mehr Platz benötigen als Sitz- oder Stehlifte. Wenn Ihre Treppe für einen Plattformlift zu schmal ist, gibt es alternative Lösungen, die geprüft werden sollten.

🏠 Anforderungen nach Gebäudetyp

Gebäudetyp Mindestlaufbreite
Einfamilienhaus Keine gesetzliche Vorgabe
Mehrfamilienhaus (Haupttreppe) 50–100 cm verbleibend
Mehrfamilienhaus (Nebentreppe) 50 cm verbleibend
Öffentliche Gebäude 120 cm Mindesttreppenbreite
Wichtig: In Mietshäusern mit mehr als 2 Wohneinheiten oder über 400 m² dürfen 100 cm Mindestlaufbreite nicht unterschritten werden.

Mindestbreite und besondere Anforderungen

Die Mindestbreite für Plattformlifte liegt bei 90 Zentimetern für gerade Treppen und 100 Zentimetern für kurvige Verläufe in privaten Gebäuden. Diese Maße sind notwendig, weil die Plattform selbst eine Breite von etwa 65 bis 80 Zentimetern hat und zusätzlich noch Platz für die Schiene und Sicherheitsabstände benötigt wird. Bei Mehrfamilienhäusern und öffentlich zugänglichen Gebäuden erhöht sich die Mindestbreite auf 110 Zentimeter, um ausreichend Durchgangsbreite für andere Treppennutzer zu gewährleisten.

Ein weiterer Faktor ist der Steigungswinkel der Treppe: Dieser darf bei Plattformliften nicht größer als 60 Grad sein. Zu steile Treppen können also zusätzlich zur Breite ein Ausschlusskriterium darstellen. Auch die Tragfähigkeit muss höher sein als bei Sitzliften, da ein Rollstuhl samt Nutzer deutlich mehr Gewicht auf die Waage bringt. Die Installation von Plattformliften erfordert daher eine besonders sorgfältige Prüfung aller baulichen Voraussetzungen. Bei Unsicherheit sollten Sie mehrere Anbieter zur Beratung einladen und verschiedene Lösungsansätze vergleichen.

Alternativen bei zu schmalen Treppen

Wenn Ihre Treppe für einen Plattformlift zu schmal ist, gibt es mehrere Alternativen. Eine Möglichkeit ist der Einsatz eines Sitzlifts in Kombination mit einem leichten Faltrollstuhl, der separat transportiert wird. Die Person nutzt den Sitzlift für die Fahrt und steigt oben in den bereitstehenden Rollstuhl um. Diese Lösung setzt allerdings voraus, dass die Person noch selbstständig vom Rollstuhl auf den Liftsitz und zurück transferieren kann.

Eine weitere Alternative ist ein Senkrechtlift, der ähnlich wie ein kleiner Aufzug funktioniert und seitlich neben der Treppe installiert wird. Diese Lösung ist besonders bei Neubauten oder umfangreichen Renovierungen interessant, da sie bauliche Eingriffe erfordert. Auch mobile Transporthilfen wie Treppenraupen oder tragbare Liftsysteme können eine Option sein, erfordern aber immer eine Hilfsperson zur Bedienung. Die beste Lösung hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen, den baulichen Gegebenheiten und dem Budget ab. Eine umfassende Beratung durch Fachleute hilft, die optimale Alternative zu finden.

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Was tun, wenn die Treppe zu schmal ist?

Auch wenn moderne platzsparende Treppenlifte bereits ab 60 Zentimetern Breite möglich sind, gibt es vereinzelt Situationen, in denen die Treppe tatsächlich zu schmal für jede Art von Treppenlift ist. In solchen Fällen sollten Sie nicht verzweifeln, denn es gibt alternative Mobilitätslösungen, die Ihnen helfen, die Etagen Ihres Hauses zu erreichen. Die wichtigsten Alternativen sind Senkrechtlifte (Homelifte), die seitlich neben der Treppe installiert werden, und mobile Transporthilfen wie Treppenraupen oder tragbare Liftsysteme.

Bevor Sie eine dieser Alternativen in Betracht ziehen, sollten Sie jedoch unbedingt eine Spezial-Beratung durch mehrere Anbieter einholen. Oft finden erfahrene Fachleute doch noch eine Möglichkeit, einen schmalen Treppenlift zu installieren, indem sie kreative Lösungen entwickeln. Manchmal genügen kleine bauliche Anpassungen – etwa das Versetzen eines Handlaufs oder das Entfernen einer Verkleidung – um die notwendigen Zentimeter zu gewinnen. Erst wenn wirklich alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, sollten Sie auf Alternativen ausweichen.

Senkrechtlifte als Alternative

Senkrechtlifte (auch Homelifte genannt) sind kleine Aufzüge, die vertikal zwischen den Etagen fahren und eine komfortable Alternative zu Treppenliften darstellen. Diese Lifte werden seitlich neben der Treppe oder in einem separaten Schacht installiert und benötigen eine Grundfläche von etwa 1 bis 1,5 Quadratmetern. Der große Vorteil: Sie sind unabhängig von der Treppenbreite und können auch bei sehr engen Treppen eingesetzt werden. Senkrechtlifte eignen sich besonders für Rollstuhlfahrer, da die Kabine genügend Platz für einen Rollstuhl bietet.

Die Installation eines Senkrechtlifts erfordert jedoch bauliche Maßnahmen: Es muss ein Schacht geschaffen oder eine tragende Struktur errichtet werden, und je nach Modell sind Durchbrüche in den Decken notwendig. Die Kosten liegen deutlich höher als bei einem Treppenlift – rechnen Sie mit 15.000 bis 40.000 Euro je nach Modell und Hubhöhe. Dafür erhalten Sie eine langfristige, komfortable Lösung, die das gesamte Haus barrierefrei macht. Senkrechtlifte sind besonders bei Neubauten oder umfangreichen Modernisierungen eine interessante Option.

Mobile Transporthilfen

Mobile Transporthilfen wie Treppenraupen oder tragbare Liftsysteme sind eine kostengünstige Alternative, wenn bauliche Lösungen nicht möglich sind. Diese Geräte werden bei Bedarf an die Treppe angelegt und ermöglichen den Transport einer Person samt Rollstuhl über die Stufen. Der Nachteil: Sie erfordern immer eine Hilfsperson zur Bedienung und bieten keine selbstständige Mobilität. Treppenraupen kosten zwischen 5.000 und 15.000 Euro und können auch gemietet werden.

Eine weitere Option sind tragbare Treppensteiger, bei denen die Person auf einem speziellen Sitz sitzt und von einer Hilfsperson die Treppe hinauf- oder hinuntergetragen wird. Diese Geräte unterstützen die Hilfsperson durch motorische Unterstützung und sind deutlich günstiger als fest installierte Systeme. Allerdings bieten sie nicht den Komfort und die Selbstständigkeit eines festen Treppenlifts. Diese Lösungen sollten daher nur als letzter Ausweg in Betracht gezogen werden, wenn wirklich keine andere Möglichkeit besteht.

 

✅ Checkliste: Treppenlift für schmale Treppen

Prüfpunkt Worauf achten?
Professionelle Vermessung Mehrere Anbieter vor Ort vergleichen
Klappfunktionen testen Sitz, Armlehnen, Fußstützen leichtgängig?
Durchgangsbreite prüfen Können andere die Treppe noch nutzen?
Rechtliche Vorgaben Besonders in Mehrfamilienhäusern klären
Alternative prüfen Stehlift statt Sitzlift bei < 70 cm
Kosten: Gerade Lifte 3.800–6.000 €, Kurvenlifte 8.000–17.000 € – Förderung bis zu 4.000 € (Pflegekasse) + 6.250 € (KfW) möglich.

Kosten für Treppenlifte bei schmalen Treppen

Die Kosten für einen Treppenlift bei schmalen Treppen unterscheiden sich nicht grundsätzlich von denen für Standardmodelle. Ein gerader Sitzlift für eine schmale Treppe kostet zwischen 3.800 und 6.000 Euro, während ein Kurvenlift mit 8.000 bis 17.000 Euro zu Buche schlägt. Die Preise hängen primär vom Lifttyp, der Treppenform und der Ausstattung ab, weniger von der Treppenbreite. Allerdings können schmale Spezialmodelle wie Stehlifte in einzelnen Fällen geringfügig teurer sein als Standardmodelle, da sie speziell für enge Treppen konstruiert werden müssen.

Wichtig ist, dass Sie bei der Finanzierung die gleichen Fördermöglichkeiten nutzen können wie bei Standardliften. Die Pflegekasse gewährt bis zu 4.000 Euro Zuschuss, die KfW fördert mit bis zu 6.250 Euro, und die Kosten sind steuerlich absetzbar. Diese Zuschüsse reduzieren die Eigenkosten erheblich und machen auch platzsparende Treppenlifte für viele Haushalte finanzierbar. Fordern Sie mehrere Angebote an und vergleichen Sie nicht nur die Preise, sondern auch Qualität, Service und Garantieleistungen.

Worauf beim Kauf eines schmalen Treppenlifts achten?

Beim Kauf eines Treppenlifts für schmale Treppen sollten Sie neben den allgemeinen Kaufkriterien besondere Aspekte beachten. Zunächst ist eine präzise Vermessung Ihrer Treppe durch einen Fachmann unerlässlich. Nur so kann genau ermittelt werden, welche Modelle infrage kommen und wie viel Platz wirklich zur Verfügung steht. Lassen Sie mehrere Anbieter zur Beratung kommen und vergleichen Sie deren Lösungsvorschläge. Oft gibt es mehrere technische Möglichkeiten, und der Vergleich hilft, die beste Lösung zu finden.

Achten Sie besonders auf die Klappfunktionen: Der Sitz, die Armlehnen und die Fußstützen sollten sich leicht und ohne großen Kraftaufwand einklappen lassen. Testen Sie dies bei der Vorführung mehrfach. Auch die verbleibende Durchgangsbreite im eingeklappten Zustand ist wichtig – messen Sie nach, ob andere Personen die Treppe noch bequem nutzen können. Prüfen Sie zudem, ob rechtliche Vorgaben zu beachten sind, insbesondere in Mehrfamilienhäusern. Eine Spezial-Beratung durch Experten hilft, alle Aspekte zu berücksichtigen und die optimale Lösung zu finden.

Fazit zum Treppenlift für schmale Treppen

Ein Treppenlift für schmale Treppen ist in den allermeisten Fällen möglich – moderne platzsparende Modelle lassen sich bereits ab 70 cm (Sitzlift) oder sogar 60 cm (Stehlift) Treppenbreite installieren. Durch klappbare Sitze, schmale Schienen und intelligente Konstruktion wird maximale Platzersparnis erreicht, ohne Komfort und Sicherheit zu opfern. Fordern Sie noch heute eine kostenlose Spezial-Beratung bei mehreren Anbietern an und lassen Sie Ihre schmale Treppe professionell vermessen – in über 90 Prozent der Fälle findet sich eine passende Lösung für Ihre individuellen Bedürfnisse.

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Die wichtigsten Fragen

Wie breit muss eine Treppe mindestens sein für einen Treppenlift?

Für einen Sitzlift beträgt die Mindestbreite 70 cm. Für einen Stehlift reichen 60 cm aus. Plattformlifte benötigen mindestens 90–100 cm.

Ab wann gilt eine Treppe als schmal?

Eine Treppe gilt als schmal, wenn sie weniger als 80 cm breit ist. Treppen zwischen 70 und 80 cm erfordern platzsparende Treppenlift-Modelle.

Wie breit ist der schmalste Treppenlift?

Der schmalste Treppenlift ist von der Wand gemessen etwa 50 cm breit. Im eingeklappten Zustand benötigen moderne Modelle nur 30–40 cm Platz.

Bild von Jan Berning
Jan Berning
Hallo liebe Leser und Leserinnen, mein Name ist Jan und ich gehöre zum Team Pflege Panorama. In meinen Ratgeber-Artikeln teile ich gerne mein Wissen, um Ihnen umfassende Informationen über die häusliche Betreuung zu bieten.
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