Die Seniorenresidenz Kosten 2026 beschäftigen viele Familien, die eine komfortable Wohnform im Alter suchen. Wir von Pflege Panorama haben alle aktuellen Preise, Finanzierungsmöglichkeiten und Alternativen für Sie zusammengestellt, damit Sie die beste Entscheidung für Ihre Situation treffen können.
🏠 Seniorenresidenz Kosten 2026: Die wichtigsten Fakten
Was ist eine Seniorenresidenz und wie unterscheidet sie sich von anderen Wohnformen?
Eine Seniorenresidenz – oft auch Seniorenstift genannt – ist eine gehobene Wohnform für ältere Menschen, die Selbstständigkeit mit umfassenden Serviceleistungen verbindet. Im Gegensatz zum klassischen Pflegeheim steht hier nicht die intensive Pflege im Vordergrund, sondern ein komfortabler Lebensabend mit hotelähnlichem Charakter.


Definition und Merkmale einer Seniorenresidenz
Bei einer Seniorenresidenz handelt es sich um eine stationäre Einrichtung, in der Bewohner eigenständig in Apartments oder Zimmern leben und bei Bedarf Pflege- sowie Betreuungsleistungen hinzubuchen können. Die Begriffe Seniorenresidenz und Seniorenstift sind rechtlich nicht geschützt, weshalb die Qualität und Ausstattung von Einrichtung zu Einrichtung stark variieren kann.
Typische Merkmale einer Seniorenresidenz sind barrierefreie Wohnungen mit eigener Küche und Bad, Gemeinschaftsräume wie Restaurant, Bibliothek und Wellnessbereich, ein 24-Stunden-Notrufsystem, vielfältige Freizeit- und Kulturangebote sowie die Option auf ambulante oder stationäre Pflegeleistungen. Viele Einrichtungen verfügen zudem über Schwimmbäder, Saunen, Rezeption und Zimmerservice – vergleichbar mit einem gehobenen Hotel.
Unterschied zwischen Seniorenresidenz, Pflegeheim und Betreutem Wohnen
Die Abgrenzung zwischen diesen Wohnformen ist nicht immer eindeutig, da sich die Angebote zunehmend vermischen. Grundsätzlich gilt jedoch: Eine Seniorenresidenz richtet sich an Senioren, die noch weitgehend selbstständig sind und besonderen Wert auf Komfort und Lebensqualität legen. Das Pflegeheim hingegen bietet intensive medizinische und pflegerische Versorgung für Menschen mit hohem Pflegebedarf. Betreutes Wohnen liegt preislich und vom Leistungsumfang zwischen beiden Optionen.
Der wesentliche Unterschied zeigt sich auch in den Kosten: Während ein Pflegeheimplatz 2026 durchschnittlich etwa 3.245 Euro Eigenanteil im ersten Jahr kostet, beginnen die Seniorenresidenz Kosten bei mindestens 1.500 Euro und können bei luxuriösen Einrichtungen deutlich über 5.000 Euro monatlich liegen.
Für wen eignet sich eine Seniorenresidenz?
Eine Seniorenresidenz ist besonders geeignet für Senioren, die gelegentliche Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben benötigen, aber noch selbstständig leben können. Menschen, die ein aktives Sozialleben schätzen und an Gemeinschaftsaktivitäten teilnehmen möchten, fühlen sich hier wohl. Auch Personen mit chronischen Erkrankungen, die regelmäßige medizinische Betreuung brauchen, aber keine Rund-um-die-Uhr-Pflege benötigen, profitieren von dieser Wohnform. Darüber hinaus kann eine Seniorenresidenz als Übergangslösung nach einem Krankenhausaufenthalt oder bis zur Langzeitpflege dienen.
💰 Pflegekassen-Zuschüsse 2026 nach Pflegegrad
| Pflegegrad | Stationär | Pflegegeld |
|---|---|---|
| Pflegegrad 1 | – (nur Entlastungsbetrag) | – |
| Pflegegrad 2 | 805 € | 347 € |
| Pflegegrad 3 | 1.319 € | 599 € |
| Pflegegrad 4 | 1.855 € | 800 € |
| Pflegegrad 5 | 2.096 € | 990 € |
Was kostet eine Seniorenresidenz 2026 monatlich?
Die Frage nach den monatlichen Kosten einer Seniorenresidenz lässt sich nicht pauschal beantworten, da jede Einrichtung ihre Preise individuell gestaltet. Generell gilt: Je höher der Komfort, die Lage und der medizinische Betreuungsbedarf, desto höher fallen auch die Kosten aus.
Durchschnittliche Kosten im Überblick
Die Mindestkosten für eine Seniorenresidenz liegen 2026 bei durchschnittlich 2.000 Euro monatlich. Günstigere Angebote ab etwa 1.500 Euro sind möglich, bieten jedoch meist weniger Inklusivleistungen. Im mittleren Preissegment bewegen sich die Kosten zwischen 3.000 und 4.000 Euro, während exklusive Einrichtungen in bevorzugten Lagen schnell 5.000 Euro und mehr verlangen. Nach oben gibt es praktisch keine Grenze.
Wichtig zu verstehen: Diese Beträge decken in der Regel die sogenannte Pensionspauschale ab, die Wohnung, Grundbetreuung und oft eine Mahlzeit täglich umfasst. Zusätzliche Pflegeleistungen, Wahlleistungen und besondere Services werden separat berechnet.
Kostenbeispiele nach Wohnungsgröße
Um Ihnen eine konkrete Vorstellung zu geben, haben wir aktuelle Preisbeispiele des Augustinum zusammengestellt, einer der bekanntesten Seniorenresidenz-Gruppen in Deutschland. Diese Preise sind gültig ab Mitte 2025 und geben einen realistischen Einblick in die Kostenstruktur.
Für eine 1-Zimmer-Wohnung mit etwa 32 Quadratmetern inklusive umfangreichem Leistungspaket müssen Sie mit ab 2.070 Euro monatlich rechnen. Eine 2-Zimmer-Wohnung mit rund 52 Quadratmetern kostet ab 3.030 Euro monatlich. Für eine großzügige 3-Zimmer-Wohnung mit 88 Quadratmetern werden ab 4.710 Euro monatlich fällig. Zieht eine zweite Person in die Wohnung ein, kommen zusätzlich etwa 750 Euro hinzu.
Regionale Preisunterschiede in Deutschland
Die Seniorenresidenz Kosten variieren erheblich je nach Bundesland und Lage. In Ballungsräumen wie München, Frankfurt oder Hamburg liegen die Preise deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Einrichtungen im Stadtzentrum oder mit besonderem Ausblick – etwa auf Berge oder Wasser – verlangen entsprechende Aufschläge.
Im ländlichen Raum oder in ostdeutschen Bundesländern finden sich hingegen günstigere Angebote. So können Sie in Sachsen-Anhalt oder Thüringen durchaus Seniorenresidenzen finden, die bereits ab 1.500 bis 1.800 Euro monatlich komfortable Unterbringung bieten. In Bayern oder Baden-Württemberg sollten Sie hingegen mit mindestens 2.500 Euro kalkulieren.
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Woraus setzen sich die Seniorenresidenz-Kosten zusammen?
Um die Kosten einer Seniorenresidenz richtig einschätzen zu können, ist es wichtig zu verstehen, welche einzelnen Posten in die monatliche Rechnung einfließen. Anders als bei einer normalen Mietwohnung zahlen Sie hier keine klassische Miete, sondern eine Pensionspauschale, die verschiedene Leistungen bündelt.
Die Pensionspauschale erklärt
Die Pensionspauschale ist der zentrale Kostenbaustein in einer Seniorenresidenz. Sie umfasst die Kosten für Ihre Wohnumgebung sowie die Grundbetreuung. Der übliche Mietspiegel der Region ist dabei kein verlässlicher Orientierungspunkt, da die Pauschale in der Regel deutlich darüber liegt.
In der Pensionspauschale enthalten sind typischerweise das Apartment mit Küche und Bad, die Nutzung aller Gemeinschaftsräume wie Schwimmbad, Sauna und Bibliothek, eine Hauptmahlzeit täglich, die wöchentliche Reinigung von Böden und Sanitäranlagen, die 24-Stunden-Notrufbereitschaft sowie die Beratung und Unterstützung beim Einzug.
Inklusivleistungen vs. Wahlleistungen
Jede Seniorenresidenz unterscheidet zwischen Inklusivleistungen, die bereits in der Pensionspauschale enthalten sind, und Wahlleistungen, die zusätzlich gebucht und bezahlt werden müssen. Diese Aufteilung kann je nach Einrichtung sehr unterschiedlich ausfallen.
Typische Inklusivleistungen sind eine Mahlzeit täglich, Nutzung der Gemeinschaftsräume, wöchentliche Grundreinigung, Notrufbereitschaft und kulturelle Veranstaltungen im Haus. Zu den Wahlleistungen zählen hingegen oft zusätzliche Mahlzeiten, Wäscheservice, Friseur und Fußpflege, individuelle Begleitung außer Haus, Kleinreparaturen sowie der Zimmerservice.
Wir von Pflege Panorama empfehlen: Prüfen Sie genau, welches Abrechnungsmodell die Einrichtung verwendet. Ein All-inclusive-Angebot schafft Planungssicherheit, kann aber dazu führen, dass Sie für ungenutzte Leistungen zahlen. Ein Modell mit fixen Grundleistungen und optionalen Extras ist flexibler, erfordert aber mehr Kostenkontrolle.
Pflegekosten bei Pflegebedürftigkeit
Sobald Sie pflegerische Leistungen in Anspruch nehmen, kommen zusätzliche Pflegekosten hinzu. Diese hängen stark vom individuellen Pflegebedarf ab und können zwischen 500 und 2.000 Euro monatlich betragen – bei intensiver Pflege auch mehr.
Die gute Nachricht: Ein Teil dieser Kosten wird von der Pflegekasse übernommen, sofern ein anerkannter Pflegegrad vorliegt. Die Höhe der Zuschüsse richtet sich nach dem Pflegegrad und danach, ob die Einrichtung als stationäre oder häusliche Pflegeform eingestuft ist.
Versteckte Zusatzkosten im Blick behalten
Neben den offensichtlichen Kosten gibt es einige Posten, die leicht übersehen werden. Dazu gehören Nebenkosten wie Strom, Telefon und Internet, die nicht immer in der Pauschale enthalten sind. Auch Investitionskosten für Instandhaltung und Modernisierung der Einrichtung werden oft separat berechnet. Hinzu kommen mögliche jährliche Preiserhöhungen, die im Vertrag geregelt sein sollten.
Unser Tipp: Lassen Sie sich vor Vertragsabschluss eine detaillierte Aufstellung aller Kosten geben und fragen Sie explizit nach möglichen Erhöhungen und Zusatzgebühren.


Wie kann man eine Seniorenresidenz finanzieren?
Die Finanzierung einer Seniorenresidenz ist für viele Familien eine Herausforderung. Glücklicherweise gibt es verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten, die einen Teil der Kosten abdecken können.
Leistungen der Pflegekasse 2026 nach Pflegegrad
Wenn ein anerkannter Pflegegrad vorliegt, übernimmt die Pflegekasse einen Teil der Pflegekosten. Die Höhe des Zuschusses hängt davon ab, ob die Seniorenresidenz unter das Heimgesetz fällt (stationäre Pflege) oder als häusliche Pflege eingestuft wird.
Bei vollstationärer Unterbringung gelten 2026 folgende monatliche Zuschüsse: Für Pflegegrad 2 zahlt die Pflegekasse 805 Euro, für Pflegegrad 3 sind es 1.319 Euro, bei Pflegegrad 4 werden 1.855 Euro übernommen und für Pflegegrad 5 beträgt der Zuschuss 2.096 Euro. Menschen mit Pflegegrad 1 erhalten keinen Zuschuss für stationäre Pflege, können aber den Entlastungsbetrag von 131 Euro monatlich nutzen.
Fällt die Seniorenresidenz in den Bereich der häuslichen Pflege – etwa bei Einbindung eines externen ambulanten Pflegedienstes – stehen Ihnen andere Leistungen zu. Sie können dann Pflegegeld beziehen, das 2026 bei Pflegegrad 2 bei 347 Euro liegt und bei Pflegegrad 5 auf 990 Euro steigt. Alternativ oder ergänzend können Pflegesachleistungen für professionelle Pflegedienste genutzt werden.
Eigenanteil berechnen
Der Eigenanteil ist der Betrag, den Sie nach Abzug aller Zuschüsse selbst tragen müssen. Bei einer Seniorenresidenz mit monatlichen Gesamtkosten von 3.500 Euro und einem Pflegegrad 3 würde die Pflegekasse 1.319 Euro übernehmen – es verbleiben also 2.181 Euro Eigenanteil.
Wichtig zu wissen: Bei stationärer Pflege gibt es seit 2022 zusätzliche Leistungszuschläge, die den Eigenanteil abhängig von der Aufenthaltsdauer reduzieren. Im ersten Jahr erhalten Sie 15 Prozent Zuschlag auf den pflegebedingten Eigenanteil, nach 12 Monaten 30 Prozent, nach 24 Monaten 50 Prozent und nach 36 Monaten sogar 75 Prozent.
Sozialhilfe und weitere Unterstützung
Reichen Einkommen und Vermögen nicht aus, um die Seniorenresidenz Kosten zu decken, kann ein Antrag auf Sozialhilfe gestellt werden. Der Sozialhilfeträger übernimmt dann den Differenzbetrag plus ein Taschengeld zur persönlichen Verfügung.
Allerdings ist es unrealistisch zu erwarten, dass der Staat die vergleichsweise hohen Kosten einer luxuriösen Seniorenresidenz vollständig übernimmt. Die Pflegesätze der Sozialhilfe orientieren sich an durchschnittlichen Pflegeheimkosten, nicht an gehobenen Wohnformen. In einigen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gibt es zudem das Pflegewohngeld, das bei den Investitionskosten unterstützt.
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Seniorenresidenz vs. 24-Stunden-Pflege zu Hause: Der Kostenvergleich
Viele Familien stehen vor der Frage, ob eine Seniorenresidenz oder die 24-Stunden-Pflege zu Hause die bessere Wahl ist. Wir von Pflege Panorama haben beide Optionen verglichen, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern.
Monatliche Kosten im direkten Vergleich
Kostenfaktor | Seniorenresidenz | 24-Stunden-Pflege zu Hause |
Monatliche Grundkosten | 2.000 – 5.000 Euro | 2.200 – 3.500 Euro |
Unterkunft | Im Preis enthalten | Eigene Wohnung/Haus |
Verpflegung | Oft inklusive | Selbst zu organisieren |
Pflegekraft | Bei Bedarf zubuchbar | Rund um die Uhr vor Ort |
Flexibilität | Eingeschränkt | Sehr hoch |
Gewohnte Umgebung | Nein | Ja |
Die 24-Stunden-Pflege durch eine Betreuungskraft aus Osteuropa kostet je nach Qualifikation und Deutschkenntnissen zwischen 2.200 und 3.500 Euro monatlich. Hinzu kommen die laufenden Kosten für die eigene Wohnung oder das Haus. Dafür bleibt der Pflegebedürftige in seiner gewohnten Umgebung und erhält individuelle Betreuung.
Vorteile der häuslichen 24-Stunden-Pflege
Die häusliche Pflege bietet einige Vorteile gegenüber einer Seniorenresidenz. Der Pflegebedürftige kann in seinem vertrauten Zuhause bleiben, umgeben von persönlichen Erinnerungen und dem gewohnten Umfeld. Die Betreuung ist individuell auf die Bedürfnisse abgestimmt, und Familienbesuche sind jederzeit ohne Einschränkungen möglich.
Zudem haben Sie bei der 24-Stunden-Pflege mehr Kontrolle über die Gestaltung des Alltags. Es gibt keine festen Essenszeiten oder Hausregeln, an die Sie sich halten müssen. Die Pflegekraft passt sich dem Rhythmus des Pflegebedürftigen an – nicht umgekehrt.
Wann lohnt sich welche Option?
Eine Seniorenresidenz ist besonders geeignet, wenn der Senior ein aktives Sozialleben sucht und gerne an Gemeinschaftsaktivitäten teilnimmt. Auch wenn die Instandhaltung der eigenen Immobilie zu aufwendig wird oder keine geeignete Pflegeperson im Haushalt untergebracht werden kann, ist die Residenz eine gute Wahl.
Die 24-Stunden-Pflege zu Hause empfiehlt sich hingegen, wenn der Pflegebedürftige emotional stark an sein Zuhause gebunden ist, wenn eine Demenzerkrankung vorliegt und Kontinuität besonders wichtig ist, oder wenn die Kosten für eine hochwertige Seniorenresidenz das Budget übersteigen.
Sie sind unsicher, welche Option für Ihre Situation die richtige ist? Auf pflege-panorama.de bieten wir Ihnen einen kostenlosen Vergleich verschiedener Pflegeoptionen, der Ihre individuellen Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten berücksichtigt.
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Vorteile und Nachteile einer Seniorenresidenz
Bevor Sie sich für eine Seniorenresidenz entscheiden, sollten Sie alle Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen. Diese Wohnform bietet viele Annehmlichkeiten, ist aber nicht für jeden die ideale Lösung.
Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick
Seniorenresidenzen bieten rund um die Uhr Sicherheit durch Notrufsysteme, Sicherheitspersonal und geschultes Betreuungspersonal. Das gibt sowohl den Bewohnern als auch deren Angehörigen ein beruhigendes Gefühl. Die luxuriöse Ausstattung mit Schwimmbad, Sauna, Restaurant und Wellnessbereich ermöglicht einen komfortablen Lebensabend auf hohem Niveau.
Ein weiterer großer Pluspunkt ist das aktive Gemeinschaftsleben. Regelmäßige Veranstaltungen, Ausflüge und Kurse fördern soziale Kontakte und beugen Einsamkeit vor. Die Entlastung von Alltagsaufgaben wie Kochen, Putzen und Wäsche waschen gibt den Bewohnern mehr Zeit für die Dinge, die ihnen wirklich wichtig sind.
Nicht zuletzt bietet eine gute Seniorenresidenz flexible Pflegeoptionen. Wenn sich der Gesundheitszustand verschlechtert, können die Pflegeleistungen innerhalb der Einrichtung angepasst werden, oft ohne dass ein Umzug nötig ist.
Nachteile und mögliche Einschränkungen
Der offensichtlichste Nachteil sind die hohen Kosten. Nicht jeder kann sich eine Seniorenresidenz leisten, und die Preise steigen tendenziell weiter an. Zudem besteht das Risiko, dass Sie für Inklusivleistungen zahlen, die Sie gar nicht nutzen.
Viele Senioren empfinden den Umzug in eine Seniorenresidenz als Verlust von Unabhängigkeit. Feste Essenszeiten, Hausregeln und die Notwendigkeit, sich an eine neue Umgebung anzupassen, können einschränkend wirken. Auch die emotionale Belastung des Abschieds vom eigenen Zuhause sollte nicht unterschätzt werden.
Ein weiterer Punkt: Die Qualität variiert stark. Da der Begriff Seniorenresidenz nicht geschützt ist, halten nicht alle Einrichtungen, was der Name verspricht. Eine gründliche Recherche und mehrere Besichtigungen sind daher unerlässlich.
So finden Sie die passende Seniorenresidenz
Die Suche nach der richtigen Seniorenresidenz erfordert Zeit und sorgfältige Planung. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie eine Einrichtung, die zu Ihren Bedürfnissen und Ihrem Budget passt.
Bedarfsanalyse und Recherche
Beginnen Sie mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Wie ist der aktuelle Gesundheitszustand? Welcher Pflegebedarf besteht jetzt und könnte in Zukunft entstehen? Welche Wünsche und Vorlieben hat die betroffene Person bezüglich Standort, Aktivitäten und Ausstattung? Und nicht zuletzt: Welches Budget steht zur Verfügung?
Nutzen Sie dann Online-Portale wie pflege-panorama.de, um einen Überblick über Einrichtungen in Ihrer Wunschregion zu bekommen. Lesen Sie Bewertungen und Erfahrungsberichte – aber seien Sie kritisch, da diese nicht immer repräsentativ sind.
Besichtigung und Probewohnen
Vereinbaren Sie Besichtigungstermine bei mehreren Einrichtungen. Achten Sie dabei nicht nur auf die Ausstattung, sondern auch auf die Atmosphäre, die Freundlichkeit des Personals und die Zufriedenheit der Bewohner. Sprechen Sie wenn möglich mit aktuellen Bewohnern über ihre Erfahrungen.
Viele Seniorenresidenzen bieten Probewohnen an – nutzen Sie diese Möglichkeit unbedingt. Nur so können Sie wirklich einschätzen, ob die Einrichtung zu Ihnen passt. Achten Sie während des Probewohnens auf die Qualität der Mahlzeiten, die Reaktionszeiten des Personals und das allgemeine Wohlbefinden.
Vertragsbedingungen sorgfältig prüfen
Bevor Sie unterschreiben, sollten Sie den Vertrag gründlich prüfen. Achten Sie besonders auf Kündigungsfristen, Regelungen zu Preiserhöhungen, den genauen Umfang der enthaltenen Leistungen und Haftungsfragen. Die Stiftung Warentest hat in der Vergangenheit kritisiert, dass viele Vertragsklauseln in Seniorenresidenzen unwirksam sind – im Zweifelsfall lohnt sich eine rechtliche Beratung.
Fragen Sie auch nach, was passiert, wenn sich der Pflegebedarf ändert. Kann die Pflege innerhalb der Einrichtung intensiviert werden? Gibt es eine angeschlossene Pflegestation? Diese Fragen können im Ernstfall entscheidend sein.
Fazit: Lohnt sich eine Seniorenresidenz 2026?
Die Seniorenresidenz Kosten 2026 sind mit mindestens 2.000 Euro monatlich nicht unerheblich, können aber für die richtige Zielgruppe eine lohnende Investition in Lebensqualität sein. Wer Wert auf Komfort, Sicherheit und ein aktives Sozialleben legt und die finanziellen Mittel hat, findet in einer guten Seniorenresidenz ein angenehmes Zuhause für den Lebensabend.
Gleichzeitig sollten Sie Alternativen wie die 24-Stunden-Pflege zu Hause nicht außer Acht lassen. Diese bietet bei vergleichbaren Kosten mehr Individualität und ermöglicht den Verbleib in der vertrauten Umgebung. Die beste Lösung hängt immer von den persönlichen Bedürfnissen, dem Gesundheitszustand und den finanziellen Möglichkeiten ab.
Wir von Pflege Panorama unterstützen Sie gerne bei der Suche nach der optimalen Pflegelösung. Auf pflege-panorama.de finden Sie umfassende Vergleiche, aktuelle Informationen und persönliche Beratung – kostenlos und unverbindlich. Denn die richtige Entscheidung bei den Seniorenresidenz Kosten 2026 kann Ihre Lebensqualität im Alter entscheidend beeinflussen.


Die wichtigsten Fragen
Was kostet eine günstige Seniorenresidenz?
Günstige Seniorenresidenzen beginnen bei etwa 1.500 bis 1.800 Euro monatlich. Diese Einrichtungen befinden sich meist in ländlichen Regionen oder ostdeutschen Bundesländern und bieten weniger Luxusausstattung. Dennoch sind grundlegende Leistungen wie barrierefreies Wohnen, Notruf und Grundbetreuung in der Regel enthalten.
Wer zahlt die Seniorenresidenz, wenn das Geld nicht reicht?
Wenn Einkommen und Vermögen nicht ausreichen, kann Sozialhilfe beantragt werden. Der Sozialhilfeträger prüft die finanzielle Situation und übernimmt gegebenenfalls den Differenzbetrag. Allerdings orientieren sich die Sätze an durchschnittlichen Pflegeheimkosten, nicht an luxuriösen Seniorenresidenzen. Ein Schonvermögen darf behalten werden.
Wie hoch ist der Eigenanteil in einer Seniorenresidenz 2026?
Der Eigenanteil hängt von den Gesamtkosten der Einrichtung und Ihrem Pflegegrad ab. Bei einer Seniorenresidenz mit 3.000 Euro Monatskosten und Pflegegrad 3 verbleiben nach Abzug des Pflegekassenzuschusses von 1.319 Euro noch etwa 1.681 Euro Eigenanteil. Hinzu kommen die Kosten für Unterkunft und Verpflegung, die vollständig selbst getragen werden müssen.