Sehtest Senioren ab 70: Wann nötig? Kosten 2026

Ihr umfassender Guide zum Sehtest für Senioren
Inhalt dieses Beitrags

Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei plötzlichem Sehverlust, Lichtblitzen, starken Augenschmerzen oder einem grauen Schleier im Gesichtsfeld suchen Sie umgehend eine Augenärztin oder einen Augenarzt oder die augenärztliche Notaufnahme auf.

Ein Sehtest für Senioren ab 70 sollte mindestens einmal pro Jahr erfolgen, weil altersbedingte Augenerkrankungen wie Makuladegeneration, Grauer Star oder Glaukom in dieser Altersgruppe stark zunehmen. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft empfiehlt jährliche Vorsorgeuntersuchungen ab 65 Jahren. Wir von Pflege Panorama erklären in diesem Ratgeber, welche Tests beim Augenarzt und welche beim Optiker stattfinden, was sie kosten und wie Sehtests bei Pflegegrad organisiert werden können.

Auf einen Blick: Sehtest für Senioren ab 70

Empfehlung: Mindestens jährlich beim Augenarzt, bei bekannten Vorerkrankungen wie Diabetes, Glaukom oder Makuladegeneration alle 6 Monate (Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft, 2024).

Kosten: Der medizinische Sehtest beim Augenarzt ist bei konkretem Krankheitsverdacht oder bestehender Diagnose über die Krankenkasse abgedeckt (§27 SGB V). Reine Vorsorgeuntersuchungen wie OCT oder Glaukom-Screening sind individuelle Gesundheitsleistungen und kosten 20 bis 80 Euro. Beim Optiker ist der einfache Sehtest meist kostenlos.

Augenarzt vs. Optiker: Der Augenarzt diagnostiziert Augenerkrankungen, der Optiker bestimmt Brillenwerte. Beide Tests ergänzen sich. Ab 70 ist der Augenarzt-Termin Pflicht, der Optiker-Termin optional für die Brillenanpassung auf Rezept.

Bei Pflegegrad: Hausbesuche durch niedergelassene Augenärzte sind möglich. Begleitung zum Termin lässt sich über Verhinderungspflege bis 1.685 Euro pro Jahr (§39 SGB XI) oder den Entlastungsbetrag von 125 Euro pro Monat finanzieren.

Finden Sie die passende Pflegekraft für Ihre Angehörigen

Vergleichen Sie kostenlos und unverbindlich die besten Anbieter.

Warum ein Sehtest ab 70 so wichtig ist

Mit dem 70. Lebensjahr steigt das Risiko für altersbedingte Augenerkrankungen sprunghaft an, oft ohne dass die Betroffenen es bemerken. Laut Deutscher Ophthalmologischer Gesellschaft (DOG, 2024) leiden rund 7 Millionen Menschen in Deutschland an Makuladegeneration, davon der Großteil über 65. Beim Glaukom sind etwa 1 Million Menschen betroffen, beim Grauen Star sogar mehr als die Hälfte aller über 70-Jährigen. Ein wesentlicher Punkt: Viele dieser Erkrankungen verlaufen anfangs schleichend und schmerzfrei.

Die häufigsten altersbedingten Augenerkrankungen ab 70 sind vier: altersbedingte Makuladegeneration (AMD), Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom) und diabetische Retinopathie. Jede dieser Erkrankungen kann zur Erblindung führen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt wird. Der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA, 2024) schätzt, dass etwa 30 Prozent aller späten Erblindungen durch jährliche Vorsorgeuntersuchungen vermeidbar wären.

Sehverschlechterung erhöht das Sturzrisiko deutlich. Eine Studie des Robert-Koch-Instituts (2023) belegt, dass Senioren mit unkorrigierter Sehschwäche ein um den Faktor 2,1 erhöhtes Sturzrisiko haben. Stürze sind die häufigste Ursache für Pflegebedürftigkeit im Alter. Wer regelmäßig zum Augenarzt geht und seine Brille aktuell hält, reduziert dieses Risiko messbar. Bei Pflege Panorama haben wir das Thema Sturzprävention auch im Demenz-Ratgeber zur Wohnungssicherung ausführlich behandelt.

Auch die Lebensqualität hängt direkt am Sehvermögen. Wer Tablettenpackungen nicht mehr lesen kann, Gesichter auf Fotos nicht mehr erkennt oder im Halbdunkel orientierungslos wird, verliert Stück für Stück Selbstständigkeit. Studien des Statistischen Bundesamts (2024) zeigen, dass Senioren mit guter Sehkorrektur deutlich länger eigenständig leben als solche ohne aktuelle Brille. Genau deshalb ist der jährliche Sehtest bei Senioren ab 70 keine Kür, sondern Vorsorge.

Wie oft sollte ein Sehtest ab 70 stattfinden?

Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft empfiehlt ab 65 jährliche augenärztliche Vorsorgeuntersuchungen, ab 70 wird dieser Rhythmus zur klaren Pflicht. Bei Senioren ohne Vorerkrankung reicht ein Termin pro Jahr. Wer bereits eine Diagnose wie Glaukom, AMD oder Diabetes hat, sollte alle 6 Monate kontrolliert werden, manchmal sogar quartalsweise. Der individuelle Rhythmus wird vom Augenarzt festgelegt.

Beim Optiker reicht ein Sehtest alle 2 bis 3 Jahre, wenn keine Beschwerden auftreten. Optiker-Sehtests dienen primär der Brillenanpassung und ersetzen keinen augenärztlichen Termin. Wer zwischen den Augenarzt-Terminen merkt, dass die Brille nicht mehr passt, kann beim Optiker eine Aktualisierung vornehmen. Bei KIND sind Sehtests in 700 Filialen kostenlos und unverbindlich, bei Fielmann dauert ein Sehtest etwa 25 Minuten und ist ebenfalls kostenfrei.

Bei bestimmten Beschwerden sollte der Termin sofort vereinbart werden, unabhängig vom letzten Sehtest. Plötzlich verschwommenes Sehen, Doppelbilder, Lichtblitze oder ein grauer Schleier sind Warnsignale. Diese Symptome gelten in der Augenheilkunde als Notfall und gehören sofort in augenärztliche Behandlung. Wir von Pflege Panorama empfehlen in solchen Fällen den direkten Weg in eine augenärztliche Notaufnahme oder das nächste Universitätsklinikum.

Die Risikoeinschätzung hängt auch von Vorerkrankungen ab. Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für diabetische Retinopathie und sollten alle 6 Monate zur Kontrolle. Bluthochdruck-Patienten profitieren ebenfalls von engmaschiger Kontrolle, weil Hypertonie die Netzhaut schädigen kann. Bei familiärer Vorbelastung mit Glaukom liegt das eigene Risiko bis zu zehnmal höher (BVA, 2024). Diese Hintergründe besprechen Augenärzte beim ersten Termin und legen den Rhythmus individuell fest.

Kostenlose und unverbindliche Beratung.
Finden Sie den Top-Anbieter für 24-Stunden-Betreuung.

Was kostet ein Sehtest 2026?

Die Kosten für einen Sehtest hängen davon ab, wo er gemacht wird und welche Untersuchungen dazugehören. Beim Augenarzt sind diagnostische Untersuchungen bei konkretem Krankheitsverdacht oder bestehender Diagnose über die gesetzliche Krankenversicherung gedeckt (§27 SGB V). Reine Vorsorgeleistungen ohne medizinische Indikation gelten als individuelle Gesundheitsleistungen, sogenannte IGeL, und werden privat abgerechnet.

Konkrete Kostenbeispiele für IGeL-Leistungen 2026 (Bundesärztekammer, 2025):

  • Glaukom-Früherkennung mit Augeninnendruck-Messung: 20 bis 40 Euro
  • OCT-Untersuchung der Netzhaut (Optische Kohärenztomografie): 60 bis 120 Euro
  • Untersuchung des Gesichtsfeldes (Perimetrie) als Vorsorge: 30 bis 50 Euro
  • Fundusfotografie (Augenhintergrund-Bild): 25 bis 60 Euro
  • Komplette Vorsorge-Pakete: 80 bis 200 Euro

Beim Optiker sind Sehtests fast immer kostenlos. Fielmann bietet Sehtests in über 1.000 Filialen ohne Kosten an, in der Regel innerhalb von 25 Minuten. KIND hat ein Netz von rund 700 Fachgeschäften und bietet ebenfalls kostenlose Sehtests an. Auch Apollo, Pearle und kleinere lokale Optiker bieten meist kostenlose Sehtests, wenn anschließend eine Brille gekauft wird. Diese Tests dienen der Brillenanpassung und ersetzen keinen Augenarzt-Termin.

Privatversicherte erhalten Vorsorgeuntersuchungen oft komplett erstattet. Die meisten privaten Krankenversicherungen übernehmen jährliche augenärztliche Vorsorge inklusive OCT und Glaukom-Screening. Wer privat versichert ist, sollte beim Augenarzt-Termin die exakte Kostenaufstellung anfragen und mit der eigenen Versicherung abgleichen. Pflege Panorama empfiehlt, sich vor einem IGeL-Termin schriftlich aufklären zu lassen, welche Kosten anfallen und welche Erstattung wahrscheinlich ist.

Augenarzt oder Optiker: Welcher Test wann?

Augenarzt und Optiker haben unterschiedliche Aufgaben und keiner ersetzt den anderen. Der Augenarzt ist Mediziner und stellt Diagnosen, der Optiker ist Handwerker und passt Brillen an. Wer ab 70 einen kompletten Sehcheck möchte, geht zuerst zum Augenarzt und anschließend mit dem Rezept zum Optiker. Diese Reihenfolge ist medizinisch sinnvoll und in vielen Fällen auch wirtschaftlich, weil der Augenarzt-Termin Erkrankungen ausschließt, die der Optiker nicht erkennen kann.

Der Augenarzt deckt folgende Untersuchungen ab:

  • Visusbestimmung (Sehschärfe-Messung in Prozent)
  • Augeninnendruck-Messung zur Glaukom-Früherkennung
  • Gesichtsfeld-Untersuchung (Perimetrie)
  • Spaltlampen-Untersuchung des vorderen Augenabschnitts
  • Augenhintergrund-Spiegelung mit erweiterter Pupille
  • OCT-Untersuchung der Netzhaut auf Wunsch
  • Diagnose und Therapie aller Augenerkrankungen

Der Optiker deckt diese Bereiche ab:

  • Refraktionsbestimmung (genaue Brillenwerte)
  • Fern- und Nahsicht-Test mit Sehzeichen-Tafel
  • Brillenanpassung mit Probe-Gläsern
  • Glasauswahl und Fassungs-Beratung
  • Pupillen-Distanz-Messung für genaue Glaszentrierung
  • Gleitsicht-Beratung und Adaption-Probe

Bei Senioren ab 70 ist eine Kombination beider Termine sinnvoll. Erst der Augenarzt für die medizinische Sicherheit, danach der Optiker für die genaue Brillenwerte und Anpassung. Bei KIND wird bei der Beratung explizit darauf hingewiesen, ob ein Augenarzt-Termin sinnvoll erscheint, etwa wenn der Sehtest Auffälligkeiten zeigt, die über reine Brillenkorrektur hinausgehen. Dieses Vorsorge-Bewusstsein ist seriös und sollte ernst genommen werden.

Finden Sie die passende Pflegekraft für Ihre Angehörigen

Vergleichen Sie kostenlos und unverbindlich die besten Anbieter.

Welche Augenerkrankungen werden ab 70 häufig festgestellt?

Vier Augenerkrankungen dominieren in der Altersgruppe ab 70 und sind Hauptgrund für die jährliche Vorsorge. Diese Erkrankungen lassen sich in frühen Stadien gut behandeln, in späten Stadien oft nicht mehr. Genau deshalb ist Früherkennung der Schlüssel. Wir von Pflege Panorama erklären die wichtigsten Eckdaten zu jeder Erkrankung, ohne damit eine Diagnose oder Therapieempfehlung zu geben.

Grauer Star (Katarakt) ist die häufigste Augenerkrankung im Alter. Etwa die Hälfte aller über 70-Jährigen ist betroffen (DOG, 2024). Die natürliche Augenlinse wird trübe, das Sehen wirkt wie durch einen Schleier. Symptome sind verschwommenes Sehen, erhöhte Blendempfindlichkeit, Probleme beim Autofahren in der Dämmerung. Behandelt wird der Graue Star ambulant mit einer Kunstlinsen-Operation, die zu den häufigsten Eingriffen in Deutschland gehört. Die Krankenkasse zahlt die Standard-Operation komplett.

Grüner Star (Glaukom) ist tückisch, weil schmerzfrei. Der Augeninnendruck ist erhöht und schädigt langsam den Sehnerv. Etwa 1 Million Menschen in Deutschland sind betroffen, viele wissen es nicht (BVA, 2024). Symptome treten erst spät auf, dann sind Gesichtsfeld-Ausfälle bereits da. Die Behandlung erfolgt mit Augentropfen, Laser oder Operation. Eine frühe Diagnose über das Glaukom-Screening verhindert dauerhafte Sehverluste. Die Untersuchung kostet bei der GKV als IGeL 20 bis 40 Euro, bei der PKV ist sie meist kostenlos.

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) zerstört das zentrale Sehen. Die Makula ist der Punkt schärfsten Sehens auf der Netzhaut. Bei AMD wird sie geschädigt, das zentrale Bild wird unscharf oder verzerrt. Etwa 7 Millionen Menschen in Deutschland sind betroffen, davon der Großteil über 65 (DOG, 2024). Frühe Stadien lassen sich mit Vitaminpräparaten und Spritzen-Therapie verlangsamen. Erkannt wird AMD durch OCT-Untersuchung und Amsler-Gitter-Test, beides ab 70 Pflicht-Vorsorge.

Diabetische Retinopathie betrifft Diabetiker zunehmend mit der Krankheitsdauer. Hoher Blutzucker schädigt die feinen Blutgefäße der Netzhaut. Bei langjährigem Diabetes liegt das Risiko bei 60 Prozent (Robert-Koch-Institut, 2023). Die Erkrankung verläuft anfangs symptomlos. Erst spät kommen Sehstörungen, Glaskörperblutungen oder Netzhautablösung dazu. Diabetiker sollten alle 6 Monate zum Augenarzt, das ist Standard und wird vollständig von der Krankenkasse gezahlt.

Diese Symptome führen sofort zum Augenarzt

Bestimmte Augensymptome sind Notfälle und gehören noch am gleichen Tag in augenärztliche Behandlung. Verzögerung kann hier dauerhafte Sehverluste verursachen. Wir von Pflege Panorama listen die wichtigsten Warnsignale, ohne damit eine vollständige Diagnose-Liste vorzugeben. Im Zweifel gilt: lieber einmal zu viel zum Augenarzt als zu spät.

Plötzlicher Sehverlust auf einem Auge ist immer ein Notfall. Mögliche Ursachen sind Netzhautablösung, Gefäßverschluss oder akuter Glaukom-Anfall. Alle drei brauchen sofortige Behandlung. Bei Netzhautablösung zählen Stunden, nicht Tage. Wer plötzlich auf einem Auge nichts mehr sieht, fährt direkt in die augenärztliche Notaufnahme oder das nächste Universitätsklinikum.

Lichtblitze und Rußregen-Effekt deuten auf Netzhautprobleme hin. Wenn helle Blitze im Augenwinkel erscheinen oder plötzlich viele kleine schwarze Punkte sichtbar werden, kann eine Glaskörperabhebung mit Netzhauteinriss vorliegen. Auch hier zählt schnelle Diagnose. Die Untersuchung mit erweiterter Pupille klärt, ob ein Riss vorliegt, der mit Laser behandelt werden muss.

Starke Augenschmerzen mit Übelkeit sprechen für akuten Glaukom-Anfall. Der Augeninnendruck steigt schlagartig massiv an. Symptome sind brennende Schmerzen, harter Augapfel, Sehen von Regenbogenringen um Lichtquellen, Übelkeit und Erbrechen. Ohne Behandlung droht innerhalb von Stunden bleibende Erblindung. Direkt in die Notaufnahme.

Doppelbilder, die plötzlich auftreten, können neurologische Ursachen haben. Plötzliche Doppelbilder deuten oft auf Schlaganfall, Hirnnerven-Lähmung oder andere neurologische Notfälle hin. Bei Senioren mit Bluthochdruck oder Diabetes ist das Risiko erhöht. Der Weg führt zuerst zum Hausarzt oder direkt in die internistische oder neurologische Notaufnahme. Augenärzte arbeiten in solchen Fällen eng mit Neurologen zusammen.

Auch ein grauer Schleier oder ein Vorhang im Gesichtsfeld ist alarmierend. Solche Wahrnehmungen können auf Netzhautablösung, Glaskörperblutung oder Gefäßverschluss hinweisen. Selbst wenn der Effekt nach kurzer Zeit verschwindet, gehört der Befund kontrolliert. Es kann sich um eine vorübergehende Durchblutungsstörung handeln, die aber Vorbote eines schwereren Ereignisses sein kann. Pflege Panorama empfiehlt in solchen Fällen einen Hausarzt-Termin zur weiteren Abklärung von Herz-Kreislauf-Risiken, neben dem Augenarzt-Besuch.

Kostenlose und unverbindliche Beratung.
Finden Sie den Top-Anbieter für 24-Stunden-Betreuung.

Sehtest bei Pflegegrad: Hausbesuch und Begleitung

Pflegebedürftige Senioren mit Mobilitätseinschränkungen können Augenarzt-Termine als Hausbesuch wahrnehmen. Niedergelassene Augenärzte sind nach §17 Bundesmantelvertrag zu Hausbesuchen bei medizinischer Notwendigkeit verpflichtet. Die Kassenärztliche Vereinigung führt Listen mit Ärzten, die Hausbesuche anbieten. In ländlichen Regionen ist die Verfügbarkeit eingeschränkt, in Städten meist gut.

Bei Pflegegrad 4 oder 5 ist der Hausbesuch oft die einzige praktikable Option. Der Augenarzt bringt mobile Geräte mit, etwa Handgeräte für Augeninnendruck-Messung und tragbare Spaltlampen. Eine vollständige OCT-Untersuchung ist beim Hausbesuch nicht möglich, einfache Sehschärfe-Bestimmung und Glaukom-Vorsorge dagegen schon. Reicht das Ergebnis nicht aus, organisiert der Hausarzt einen Krankentransport zur ambulanten Praxis.

Begleitung zum Termin lässt sich über Pflegekassen-Leistungen finanzieren. Wer einen Pflegegrad hat und eine Begleitperson braucht, kann zwei Töpfe nutzen: Verhinderungspflege bis 1.685 Euro pro Jahr (§39 SGB XI) und Entlastungsbetrag von 125 Euro pro Monat (§45b SGB XI). Beide lassen sich für Begleitservices verwenden, die Senioren zum Augenarzt fahren, dort begleiten und wieder nach Hause bringen. Wir von Pflege Panorama haben den Pflegegrad-Antragsprozess Schritt für Schritt erklärt, damit auch Erstantragsteller diese Mittel zügig nutzen können.

Mobile Optiker ergänzen den Augenarzt-Hausbesuch. Anbieter bieten in vielen Regionen mobile Anpassungen direkt zu Hause an. Mit dem Rezept des Augenarztes kommt der mobile Optiker, vermisst die Pupillen-Distanz, lässt eine Auswahl von Fassungen anprobieren und liefert die fertige Brille nach 1 bis 2 Wochen. Für bettlägerige oder demenzkranke Senioren ist das oft die einzig sinnvolle Variante. Die Krankenkasse zahlt die Festbeträge auch beim mobilen Optiker.

Pflegende Angehörige übernehmen die Organisation in vielen Fällen selbst. Erste Anlaufstelle sind der Pflegestützpunkt vor Ort und die eigene Krankenkasse. Beide vermitteln Kontakt zu Hausbesuchs-Augenärzten und mobilen Optikern. Bei der Entlastungsbetrag-Abrechnung sind anerkannte Anbieter Pflicht, einfache Privat-Begleitungen werden nicht erstattet. Die Burnout-Prophylaxe für pflegende Angehörige bei Pflege Panorama ergänzt diesen Aspekt um Selbstpflege-Hinweise, weil die Termin-Organisation oft eine zusätzliche Belastung ist.

Was passiert beim Sehtest? Ablauf konkret

Ein vollständiger augenärztlicher Sehtest dauert 30 bis 60 Minuten und besteht aus mehreren Einzeluntersuchungen. Der Ablauf folgt einem standardisierten Schema, das sich seit Jahrzehnten bewährt hat. Wer zum ersten Mal beim Augenarzt ist, sollte 90 Minuten einplanen, weil die Anamnese ausführlicher ist und die Pupillen mit Augentropfen erweitert werden, was das Sehen 2 bis 4 Stunden danach beeinträchtigt.

Schritt 1: Anamnese und Vorgeschichte. Die Augenarzthelferin oder der Augenarzt fragt nach aktuellen Beschwerden, Vorerkrankungen, eingenommenen Medikamenten und familiärer Vorbelastung. Wichtig: alle Augentropfen, Diabetes-Medikamente und Blutverdünner mitbringen oder auf einer Liste notieren. Auch die letzte Brille sollte mitgebracht werden, damit der Optiker die Werte auslesen kann.

Schritt 2: Sehschärfe-Messung (Visustest). Mit Sehzeichen-Tafeln werden Fern- und Nahsicht getestet. Die Patientin oder der Patient liest Buchstaben oder Zahlen aus 5 Metern Entfernung. Anschließend wird mit verschiedenen Linsen die optimale Korrektur ermittelt. Das Ergebnis ist der Visus, ausgedrückt als Dezimalzahl oder Prozent. Ein Visus von 1,0 entspricht 100 Prozent normaler Sehschärfe.

Schritt 3: Augeninnendruck-Messung. Mit Tonometrie wird der Druck im Augapfel gemessen. Normalwerte liegen zwischen 10 und 21 mmHg. Erhöhte Werte deuten auf Glaukom-Risiko hin. Es gibt berührungslose Messungen mit Luftstoß und Kontakt-Messungen mit Spaltlampen-Aufsatz. Beide Verfahren sind schmerzfrei und dauern wenige Sekunden pro Auge.

Schritt 4: Spaltlampen-Untersuchung des vorderen Augenabschnitts. Mit einem Mikroskop werden Hornhaut, Iris, Linse und vorderer Glaskörper begutachtet. Trübungen, Entzündungen oder Verletzungen werden hier sichtbar. Die Untersuchung dauert 5 bis 10 Minuten und ist schmerzfrei.

Schritt 5: Augenhintergrund-Spiegelung mit erweiterter Pupille. Augentropfen weiten die Pupille auf. Nach 20 bis 30 Minuten Wartezeit untersucht der Augenarzt mit Spaltlampe und Lupe den Augenhintergrund. Sichtbar werden Sehnerv, Makula, Netzhaut und Blutgefäße. Diese Untersuchung ist Pflicht ab 70 und der wichtigste Test für Früherkennung von AMD, Glaukom und diabetischer Retinopathie.

Schritt 6: Optionale Zusatzuntersuchungen. Bei Auffälligkeiten oder auf Wunsch kommen OCT-Untersuchung, Gesichtsfeld-Test (Perimetrie) und Fundusfotografie dazu. Diese Untersuchungen sind oft IGeL-Leistungen und werden separat berechnet. Der Augenarzt erklärt vorher, welche Untersuchung medizinisch nötig und welche Vorsorge ist.

Vorbereitung auf den Sehtest: Was mitbringen

Eine gute Vorbereitung auf den Augenarzt-Termin spart Zeit und führt zu präziseren Ergebnissen. Wir von Pflege Panorama haben mit pflegenden Angehörigen aus Niedersachsen, Bayern und Hessen eine Liste zusammengestellt, die für den ersten und alle Folgetermine gilt. Wer alles dabei hat, vermeidet Doppeltermine und Nachfragen.

Diese Unterlagen gehören in die Tasche:

  • Krankenversicherungskarte (eGK)
  • Personalausweis als Zweitidentifikation
  • Aktuelle Brille und gegebenenfalls Reservebrille
  • Letzter Brillenpass oder Augenarzt-Bericht
  • Liste aller eingenommenen Medikamente mit Dosierung
  • Liste aller Augentropfen mit Marke und Dosierung
  • Bei Diabetes: aktueller HbA1c-Wert vom Hausarzt
  • Befunde anderer Fachärzte aus den letzten 12 Monaten
  • Notizen zu aktuellen Beschwerden
  • Bei Pflegegrad: Bescheid der Pflegekasse

Die Anreise sollte mit Pufferzeit geplant werden. Ankunft 15 Minuten vor dem Termin gibt Zeit für Anmeldung und Formulare. Bei erweiterter Pupille ist Autofahren nach dem Termin nicht möglich, weil das Sehen 2 bis 4 Stunden eingeschränkt ist. Senioren sollten deshalb mit Begleitperson kommen oder Taxi und ÖPNV nutzen. Bei Pflegegrad ist Krankentransport bei medizinischer Notwendigkeit über die Krankenkasse abrechenbar.

Nach dem Termin sind helle Sonnenlichtsituationen unangenehm. Die erweiterte Pupille reagiert nicht normal auf Helligkeit. Eine dunkle Sonnenbrille oder das Tragen einer normalen Sonnenbrille über der Lesebrille hilft. Manche Praxen geben Einweg-Sonnenbrillen mit. Auch das Lesen kleiner Schrift ist 2 bis 4 Stunden nach dem Termin schwierig, weshalb Apothekenbesuche oder Behördengänge danach besser nicht eingeplant werden sollten.

Pflegende Angehörige bereiten die zu pflegende Person zusätzlich auf den Termin vor. Bei Demenz hilft, den Termin am gleichen Tag mehrfach kurz anzukündigen, statt ihn lange im Voraus zu thematisieren. Vertraute Begleitperson, ruhige Praxis und kurze Wartezeit reduzieren Stress. Sinnvoll ist die Vorab-Klärung mit der Praxis, ob ein Termin in den ersten Sprechstunden möglich ist, weil Wartezeiten dann kürzer sind.

Finden Sie die passende Pflegekraft für Ihre Angehörigen

Vergleichen Sie kostenlos und unverbindlich die besten Anbieter.

Vom Sehtest zur neuen Brille: So läuft die Anpassung

Nach dem augenärztlichen Sehtest folgt die optische Anpassung beim Optiker mit der ärztlichen Verordnung oder einem Brillenpass. Die Werte aus der ärztlichen Refraktion werden vom Optiker übernommen und für die endgültige Brillenanpassung präzisiert. Der Optiker bestimmt zusätzlich die Pupillen-Distanz und die genaue Glaszentrierung, was beim Augenarzt nicht standardmäßig geschieht.

Die Anpassung beim Optiker dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Erst wird die Refraktion am Phoropter mit Probe-Gläsern verifiziert, dann die Pupillen-Distanz gemessen, schließlich werden Fassungen angeprobt und ausgewählt. 

Die Glasarten unterscheiden sich nach Bedarf. Einstärkengläser sind für Ferne oder Nähe, Mehrstärken- und Gleitsichtgläser kombinieren beide Bereiche. Senioren ab 70 mit Lese- und Fernkorrektur entscheiden meist zwischen zwei Varianten: zwei separate Brillen (Lese- und Fernbrille) oder eine Gleitsichtbrille. Pflege Panorama empfiehlt, bei der Erstanpassung Zeit für Beratung einzuplanen, weil die Gewöhnung an Gleitsichtgläser 2 bis 4 Wochen dauern kann.

Bei medizinisch begründeter Versorgung übernimmt die Krankenkasse Festbeträge. Die Festbeträge liegen 2026 zwischen rund 11 und 112 Euro pro Glas (GKV-Spitzenverband, 2025). Voraussetzung ist eine schwere Sehbehinderung mit Sehschärfe unter 30 Prozent oder Refraktionsfehler über 6 Dioptrien sphärisch. Wer diese Voraussetzungen erfüllt, geht mit der ärztlichen Verordnung zum Optiker und erhält den Festbetrag direkt verrechnet. Wer keine medizinische Indikation hat, zahlt die Brille selbst, kann sie aber als außergewöhnliche Belastung steuerlich absetzen.

Die Lieferzeit liegt bei 1 bis 2 Wochen für Standard-Gläser, bei Spezialgläsern bei 3 bis 4 Wochen. Online-Optiker liefern meist schneller, allerdings ohne persönliche Anpassung der Bügel und ohne Nachjustierung. Für Senioren ab 70 mit Pflegegrad ist die stationäre Anpassung der Online-Bestellung in der Regel überlegen, weil das Anpassen der Bügel und die Brillen-Justierung beim ersten Aufsetzen entscheidend für den Tragekomfort sind.

Kostenlose Sehtests im Überblick

Mehrere große Optiker-Ketten bieten kostenlose Sehtests an, was für Senioren ab 70 eine echte Hilfe ist. Diese Tests ersetzen keinen Augenarzt-Termin, sind aber gut geeignet, um zwischen den jährlichen ärztlichen Vorsorgen die aktuelle Brillenstärke zu prüfen. Wir von Pflege Panorama nennen die wichtigsten Anbieter und ihre Eckdaten, damit Senioren und Angehörige die passende Filiale finden.

KIND bietet kostenlose, unverbindliche Sehtests in über 700 Fachgeschäften. Termine lassen sich online buchen oder telefonisch vereinbaren. KIND ist Familienunternehmen aus Deutschland, gehört zu den größten Optikern und bietet zusätzlich 100 Tage Geld-zurück-Garantie. Für demenzkranke oder unsichere Senioren ist die unverbindliche Beratung mit Tausch-Garantie besonders wertvoll. KIND hat seit 2016 zusätzlich eine starke Augenoptik-Sparte aufgebaut, neben dem etablierten Hörakustik-Geschäft.

Fielmann ist mit über 1.000 Filialen Marktführer und bietet kostenlose Sehtests in 25 Minuten. Der Anbieter rechnet mit allen gesetzlichen Krankenkassen direkt ab und hat über 100 Fassungen in der Kassenkollektion zum Eigenanteil null Euro. Fielmann gibt eine 6-Wochen-Bestpreisgarantie und bietet eine 3-Jahres-Garantie auf alle Brillen. Für Senioren mit eindeutigem Brillenwunsch und ohne komplexe Pflegegrad-Versorgung ist Fielmann oft die schnellste Variante.

Apollo, Pearle und kleinere lokale Optiker bieten ähnliche Services. Lokale Inhaber-Optiker punkten mit individueller Beratung und engerer persönlicher Betreuung, große Ketten mit größerer Auswahl und schnellerer Verfügbarkeit. Bei Pflege-Senioren mit besonderen Anforderungen wie Hausbesuch oder Geld-zurück-Garantie sind die großen Ketten meist im Vorteil. Bei einfacher Brillenanpassung ohne Komplikationen sind lokale Optiker eine gute Alternative.

Online-Sehtests ersetzen keine Untersuchung vor Ort. Anbieter wie Mister Spex bieten Online-Sehtests, die aber technisch begrenzt sind. Sie messen grobe Werte und sind für junge, gesunde Augen brauchbar. Bei Senioren ab 70 reichen sie nicht aus, weil altersbedingte Augenerkrankungen nur durch persönliche Untersuchung erkannt werden. Online-Tests können maximal als Ergänzung zwischen den Pflicht-Terminen beim Augenarzt dienen.

Bei Pflegegrad lohnt sich der Anruf bei mehreren Anbietern. Hausbesuchs-Service ist nicht überall standardisiert. KIND bietet in vielen Regionen mobile Anpassungen, Fielmann hat ein Netz aus Filialen mit Liefer- und Anpassservice. Apollo und kleinere Optiker organisieren Hausbesuche je nach Region individuell. Wir von Pflege Panorama empfehlen, bei der ersten Kontaktaufnahme drei Punkte zu klären: Hausbesuchs-Möglichkeit, Kassenabrechnung und Geld-zurück-Garantie.

Jetzt Treppenlift-Anbieter vergleichen
Jetzt Treppenlift-Anbieter vergleichen

Die wichtigsten Fragen

Wie oft sollte ich ab 70 zum Augenarzt gehen?

Mindestens einmal pro Jahr empfiehlt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft eine augenärztliche Vorsorge. Bei Vorerkrankungen wie Glaukom, Makuladegeneration oder Diabetes verkürzt sich der Rhythmus auf 6 Monate, manchmal sogar 3 Monate. Der individuelle Rhythmus wird vom Augenarzt beim ersten Termin festgelegt. Wer bisher unauffällige Befunde hatte und keine Beschwerden hat, kommt mit einem Jahrestermin gut aus. Bei plötzlichen Beschwerden gilt der Termin sofort, unabhängig vom letzten Vorsorgetermin.

Mobilitat im Alter
Hilfe bei der Bewegung

Was kostet ein kompletter Sehtest beim Augenarzt 2026?

Bei medizinischer Indikation oder bestehender Diagnose ist der Sehtest beim Augenarzt über die gesetzliche Krankenversicherung abgedeckt (§27 SGB V). Reine Vorsorgeleistungen ohne Krankheitsverdacht gelten als individuelle Gesundheitsleistungen. Eine vollständige Vorsorge mit OCT, Glaukom-Screening und Gesichtsfeld-Test kostet 2026 etwa 80 bis 200 Euro. Privatversicherte erhalten die Leistungen meist erstattet. Beim Optiker ist der Sehtest fast immer kostenlos, allerdings ohne medizinische Diagnose.

Was ist der Unterschied zwischen Augenarzt und Optiker?

Der Augenarzt ist Mediziner und stellt Diagnosen, behandelt Augenerkrankungen und führt Operationen durch. Der Optiker ist Handwerker und passt Brillen an. Für Senioren ab 70 ist der Augenarzt-Termin Pflicht, weil altersbedingte Erkrankungen wie Glaukom, AMD oder Grauer Star nur dort erkannt werden. Der Optiker bestimmt anschließend die Brillenwerte und passt die Brille genau an. Beide Termine sind sinnvoll, keiner ersetzt den anderen. Bei KIND und Fielmann sind Sehtests kostenlos.

Taegliche Uebungen 1000X667
Hilfe bei der Bewegung

Welche Symptome bedeuten sofort zum Augenarzt?

Plötzlicher Sehverlust auf einem Auge, Lichtblitze, Rußregen-Effekt, starke Augenschmerzen mit Übelkeit, Doppelbilder, ein grauer Schleier oder Vorhang im Gesichtsfeld sind Notfälle. Diese Symptome gehören noch am gleichen Tag in augenärztliche Behandlung, im Zweifel direkt in die augenärztliche Notaufnahme oder das nächste Universitätsklinikum. Ursachen können Netzhautablösung, Gefäßverschluss, akuter Glaukom-Anfall oder neurologische Notfälle sein. Verzögerung kann dauerhafte Sehverluste verursachen.

Kann ich einen Augenarzt-Termin als Hausbesuch bekommen?

Ja, bei medizinischer Notwendigkeit sind Hausbesuche durch niedergelassene Augenärzte möglich. Vor allem bei Pflegegrad 4 oder 5 ist das oft die einzige praktikable Variante. Die Kassenärztliche Vereinigung führt Listen mit Ärzten, die Hausbesuche anbieten. Mobile Geräte erlauben grundlegende Untersuchungen vor Ort, vollständige OCT-Untersuchung ist beim Hausbesuch nicht möglich. Reicht das Ergebnis nicht, organisiert der Hausarzt einen Krankentransport zur Praxis. Mobile Optiker wie KIND ergänzen den ärztlichen Hausbesuch um die Brillenanpassung.

Taegliche Uebungen 1000X667
Hilfe bei der Bewegung

Welche Augenerkrankungen werden ab 70 häufig festgestellt?

Vier Erkrankungen dominieren: Grauer Star (Katarakt), Grüner Star (Glaukom), altersbedingte Makuladegeneration (AMD) und diabetische Retinopathie. Etwa die Hälfte aller über 70-Jährigen hat Grauen Star, rund 1 Million Menschen in Deutschland leiden an Glaukom, etwa 7 Millionen sind von AMD betroffen (DOG, 2024; BVA, 2024). Diabetische Retinopathie betrifft rund 60 Prozent aller langjährigen Diabetiker (Robert-Koch-Institut, 2023). Alle vier Erkrankungen lassen sich in frühen Stadien gut behandeln, weshalb jährliche Vorsorge so wichtig ist.

Wie lange dauert ein vollständiger Sehtest?

Beim Augenarzt dauert der vollständige Sehtest 30 bis 60 Minuten, beim Erstbesuch sogar bis zu 90 Minuten. Enthalten sind Anamnese, Sehschärfe-Messung, Augeninnendruck-Messung, Spaltlampen-Untersuchung und Augenhintergrund-Spiegelung mit erweiterter Pupille. Optionale Zusatzuntersuchungen wie OCT oder Gesichtsfeld-Test verlängern den Termin um jeweils 15 bis 30 Minuten. Beim Optiker dauert der Sehtest 25 bis 30 Minuten, die anschließende Brillenanpassung weitere 30 bis 60 Minuten. Bei Fielmann ist der Sehtest auf 25 Minuten standardisiert.

Taegliche Uebungen 1000X667
Hilfe bei der Bewegung

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine neue Brille nach dem Sehtest?

Bei Erwachsenen zahlt die gesetzliche Krankenkasse 2026 nur bei schwerer Sehbehinderung mit Sehschärfe unter 30 Prozent oder Refraktionsfehler über 6 Dioptrien sphärisch (§33 SGB V). Die Festbeträge liegen zwischen 11 und 112 Euro pro Glas (GKV-Spitzenverband, 2025). Wer keine medizinische Indikation hat, zahlt die Brille selbst, kann sie aber als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend machen (§33 EStG). Bei Pflegegrad-Inhabern mit Befreiungsbescheinigung entfällt zusätzlich die gesetzliche Zuzahlung. Optiker wie KIND und Fielmann rechnen Festbeträge direkt mit der Krankenkasse ab.

Bild von Jan Berning
Jan Berning
Jan Berning ist Mitgründer von Pflege Panorama. Über mehrere Jahre hat er die 24-Stunden-Pflege-Agentur Dicura Seniorenbetreuung mit aufgebaut und geführt und dabei Familien bei der Organisation einer passenden häuslichen Betreuung begleitet, von der Bedarfsklärung über die Finanzierung bis zur laufenden Betreuung zu Hause. Diese Praxiserfahrung fließt in seine Ratgeber zu 24-Stunden-Pflege, Pflegefinanzierung, Pflegegraden und Pflegehilfsmitteln ein.
Ähnliche Themen
Als Ihr Wegweiser im Pflegedschungel beleuchten wir heute die wichtigsten Aspekte rund um die Geldleistungen für Pflegegrad 5. Wir von Pflege Panorama wissen: Die richtige finanzielle Unterstützung ist entscheidend, um Schwerstpflegebedürftigen die bestmögliche Versorgung zu ermöglichen.
Pflegegrad 2 bedeutet, dass eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vorliegt. Aber was heißt das konkret für Ihren Alltag und vor allem: Welche Unterstützung können Sie erwarten? In diesem Artikel nehmen wir die Leistungen bei Pflegegrad 2 genau unter die Lupe.
Durch das Älterwerden oder krankheitsbedingte Einschränkungen sind viele Menschen irgendwann auf die Unterstützung durch andere angewiesen. Um das gewohnte Umfeld nicht verlassen zu müssen, wünschen sich die meisten Betroffenen eine Pflege in den eigenen vier Wänden.