Ein gebrochener Fuß, eine fortschreitende Muskelerkrankung oder einfach die Tatsache, dass das Treppensteigen im Rollstuhl schlicht nicht möglich ist. In solchen Situationen wird die eigene Treppe zum unüberwindbaren Hindernis. Ein Plattformlift Test zeigt: Es gibt mittlerweile ausgereifte technische Lösungen, die Menschen im Rollstuhl oder mit Gehhilfe sicher und selbstständig zwischen den Etagen transportieren. Doch die Unterschiede bei Qualität, Preis und Einbaumöglichkeiten sind enorm.
In Deutschland leben rund 1,6 Millionen Menschen, die dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen sind (Statistisches Bundesamt). Für viele von ihnen stellt sich irgendwann die Frage: Umziehen oder umbauen? Ein Plattformlift ist häufig die günstigere und schnellere Alternative zum Umzug in eine barrierefreie Wohnung. Wir von Pflege Panorama haben die wichtigsten Anbieter und Modelle verglichen, Preise recherchiert und alle relevanten Fördermöglichkeiten zusammengetragen. In diesem Plattformlift Vergleich erfahren Sie, welcher Anbieter zu Ihrer Situation passt und wie Sie mehrere tausend Euro an Zuschüssen nutzen können.


Führende Plattformlift-Anbieter im Überblick
Die Preisspannen sind groß, weil jeder Plattformlift individuell an die bauliche Situation angepasst wird. Ein gerader Treppenverlauf über eine halbe Etage ist deutlich günstiger als eine kurvige Treppe über drei Stockwerke. Deshalb sind Vor-Ort-Beratungen bei mindestens drei Anbietern unverzichtbar, bevor Sie sich entscheiden.
Wichtig zu wissen: Einen Plattformlift Test von der Stiftung Warentest gibt es bislang nicht. Das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) hat im Oktober 2025 jedoch eine Servicestudie zu Treppenlift-Anbietern veröffentlicht. HIRO Lift erreichte Platz 3 („gut“), Lifta Platz 4 („gut“), während TK Home Solutions und Garaventa mit „befriedigend“ bewertet wurden. Die Studie bewertet den Service, nicht die Produkte selbst. Wir von Pflege Panorama haben die Plattformlifte nicht selbst getestet. Unser Plattformlift Vergleich basiert auf Herstellerangaben, der DISQ-Studie und recherchierten Erfahrungsberichten.
🛗 Plattformlift Vergleich 2026
HIRO Lift: Der deutsche Hersteller mit patentiertem Antrieb
HIRO Lift sitzt in Bielefeld und gehört zu den wenigen Herstellern, die ihre Plattformlifte komplett in Deutschland entwickeln und fertigen. Das Unternehmen ist seit über 30 Jahren am Markt und hat sich auf Treppenlifte und Plattformlifte für Privathäuser und öffentliche Gebäude spezialisiert.
Modellpalette. HIRO bietet drei Hauptmodelle an: den HIRO 320 für gerade Treppen, den HIRO 440-1 und 440-2 für kurvige Treppenlaufe im Innenbereich sowie den HIRO 440-3 für den Außenbereich. Alle Modelle nutzen den patentierten Traktionsantrieb, der ohne Hydrauliköl auskommt und besonders leise arbeitet. Die maximale Tragfähigkeit liegt bei 315 kg, was auch schwere Elektrorollstühle problemlos transportiert.
Einbausituation. HIRO Plattformlifte benötigen eine minimale Treppenbreite von 90 cm im privaten Bereich. Im zusammengeklappten Zustand nimmt die Plattform wenig Platz ein, sodass die Treppe für andere Bewohner weiterhin begehbar bleibt. Die Montage erfolgt durch eigene HIRO-Techniker, nicht durch Subunternehmer. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber Anbietern, die mit wechselnden Montageteams arbeiten.
Sicherheitsfeatures. Sensorgesteuerte Sicherheitskanten stoppen den Lift sofort, wenn ein Hindernis erkannt wird. Ein Not-Stopp-Schalter auf der Plattform und an den Haltestellen gehört zur Standardausstattung. Bei Stromausfall fährt der Lift batteriegestützt zur nächsten Haltestelle. Die Klapprampen an beiden Seiten der Plattform lassen sich wahlweise automatisch oder manuell bedienen.
Service und Bewertung. In der DISQ-Servicestudie vom Oktober 2025 erreichte HIRO Lift Platz 3 mit der Bewertung „gut“. Besonders positiv fielen die ausführliche Beratung und die kurzen Reaktionszeiten im Servicefall auf. HIRO bietet Wartungsverträge ab ca. 350 Euro pro Jahr an, die eine jährliche Inspektion und eine 24-Stunden-Störungshotline beinhalten.
Kosten. Für einen geraden Plattformlift im Innenbereich beginnen die Preise bei ca. 11.000 Euro. Kurvige Treppen über mehrere Etagen können bis zu ca. 38.000 Euro kosten (Stand: April 2026). HIRO erstellt individuelle Angebote nach einer kostenlosen Vor-Ort-Beratung.
Für wen geeignet. HIRO Lift ist die richtige Wahl für Kunden, denen Fertigungsqualität aus Deutschland, ein eigener Werkskundendienst und langfristige Ersatzteilversorgung wichtig sind. Die Preise liegen im oberen Mittelfeld, dafür stimmt die Qualität.
🏢 6 Plattformlift-Anbieter im Vergleich
| Anbieter | Preis ab | Besonderheit |
|---|---|---|
| 🇩🇪 HIRO Lift | 11.000 € | Made in Germany, Platz 3 DISQ |
| 🇦🇹 Ascendor | 14.000 € | Nur 25,5 cm Bautiefe, Premium |
| 🇨🇭 Garaventa | 10.300 € | Günstig gerade, öffentl. Gebäude |
| 🇩🇪 TK Home | 12.000 € | Großes Servicenetz |
| 🇦🇹 Lehner | 9.000 € | Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis |
| 🇩🇪 Lifta | auf Anfrage | Marktführer, kein Hersteller |
Ascendor: Premium-Plattformlifte aus Oesterreich
Ascendor ist ein österreichischer Hersteller mit Sitz in Graz, der sich auf hochwertige Plattformlifte mit besonders kompakter Bauweise spezialisiert hat. Das Unternehmen beliefert den europäischen Markt und arbeitet in Deutschland mit regionalen Fachhändlern zusammen.
Modellpalette. Die beiden Hauptmodelle sind der PLG7 für gerade Treppenlaufe und der PLK8 für kurvige Treppen. Beide Modelle überzeugen durch eine extrem geringe Bautiefe von nur 25,5 cm im zusammengeklappten Zustand. Das ist ein entscheidender Vorteil in engen Treppenhäusern, wo jeder Zentimeter zählt. Die Standardtragkraft liegt bei 300 kg. Für den Lasttransport in Gewerbeimmobilien bietet Ascendor Varianten mit bis zu 600 kg Tragfähigkeit an.
Design und Verarbeitung. Ascendor setzt auf ein schlankes, modernes Design, das sich optisch deutlich von den eher funktionalen Modellen anderer Hersteller abhebt. Die Plattform-Oberflächen sind in verschiedenen Materialien und Farben erhältlich. Für denkmalgeschützte Gebäude oder architektonisch anspruchsvolle Treppenhäuser ist das ein relevanter Faktor.
Einbausituation. Durch die geringe Bautiefe eignet sich der Ascendor PLG7 auch für Treppenhäuser, die an der absoluten Mindestbreite liegen. Die Schienenprofile werden individuell angefertigt und können sowohl an der Wand als auch an der Treppe selbst befestigt werden. Bei kurvigen Treppen werden die Schienen millimetergenau vermessen und in der Werkstatt vorgefertigt.
Sicherheitsfeatures. Sensorbetriebene Sicherheitskanten, automatischer Notstopp bei Hinderniserkennung, batteriegestützte Notabsenkung bei Stromausfall und ein verriegelbarer Bedienungsschalter gehören zum Standard. Die Klapprampen werden automatisch angesteuert und arretieren sich selbsttätig in der richtigen Position.
Kosten. Ascendor positioniert sich im Premium-Segment. Für einen geraden Plattformlift im Innenbereich müssen Sie mit ca. 14.000 bis 18.000 Euro rechnen. Kurvige Treppenlaufe liegen bei ca. 18.000 bis 28.000 Euro (Stand: April 2026). Der höhere Preis erklärt sich durch die kompakte Bauweise und die hochwertige Verarbeitung.
Für wen geeignet. Ascendor ist die richtige Wahl, wenn Sie ein besonders schmales Treppenhaus haben, Wert auf hochwertiges Design legen oder eine Lösung für ein denkmalgeschütztes Gebäude suchen. Die hohe Tragkraft bis 600 kg macht die Modelle auch für den Einsatz in öffentlichen Gebäuden und Gewerbeimmobilien interessant.


Garaventa Lift: Der Schweizer Spezialist für gerade und kurvige Treppen
Garaventa Lift gehört zum kanadischen Konzern Savaria und ist einer der weltweit größten Hersteller von Plattformliften. Der europäische Hauptsitz liegt in der Schweiz. In Deutschland verfügt Garaventa über ein eigenes Vertriebsnetz mit regionalen Servicepartnern.
Modellpalette. Das Einstiegsmodell X3 ist für gerade Treppen konzipiert und startet bei ca. 10.300 Euro. Damit ist Garaventa einer der günstigsten Anbieter für geradläufige Rollstuhllifte. Für kurvige Treppen bietet Garaventa den Artira an, der ab ca. 16.500 Euro erhältlich ist (Stand: April 2026). Beide Modelle tragen bis zu 300 kg.
Stärke: Oeffentliche Gebäude. Garaventa hat sich einen starken Ruf im Bereich öffentlicher Gebäude, Schulen, Behörden und Arztpraxen erarbeitet. Die Modelle erfüllen alle relevanten DIN-Normen und Bauvorschriften für den öffentlichen Bereich. Wenn Sie einen Plattformlift für eine Arztpraxis, ein Vereinsheim oder ein öffentliches Gebäude suchen, ist Garaventa eine naheliegende Wahl.
Einbausituation. Der X3 lässt sich sowohl an geraden Innen- als auch Außentreppen montieren. Die Plattform klappt platzsparend zusammen und gibt die Treppenlaufbreite weitgehend frei. Für den Außenbereich sind wetterfeste Varianten mit beheizbarer Plattform und Edelstahlschienen erhältlich.
Service und Bewertung. In der DISQ-Servicestudie vom Oktober 2025 schnitt Garaventa mit „befriedigend“ ab. Die Kritikpunkte betrafen vor allem längere Wartezeiten bei der Erstberatung und weniger transparente Preiskommunikation. Die technische Qualität der Produkte selbst wurde jedoch nicht beanstandet.
Kosten. Garaventa bietet mit dem X3 ab ca. 10.300 Euro eines der günstigsten Modelle für gerade Treppen. Der Artira für kurvige Treppen startet bei ca. 16.500 Euro. Außeninstallationen und Sonderanfertigungen erhöhen den Preis entsprechend. Eine kostenlose Vor-Ort-Beratung mit unverbindlichem Angebot ist Standard.
Für wen geeignet. Garaventa ist besonders empfehlenswert für gerade Treppen, wo der X3 ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, und für öffentliche Gebäude, die strenge bauordnungsrechtliche Anforderungen erfüllen müssen.
💶 Kosten & Förderung
| Treppentyp | Preis (ca.) |
|---|---|
| Gerade innen | 8.000–12.000 € |
| Gerade außen | 9.500–14.000 € |
| Kurvig innen | 14.000–20.000 € |
| Kurvig außen / mehrere Etagen | 16.000–38.000 € |
TK Home Solutions: Der Konzern mit breitem Sortiment
TK Home Solutions, ehemals ThyssenKrupp Home Solutions, gehört zu den bekanntesten Namen im deutschen Liftmarkt. Das Unternehmen vertreibt neben Treppenliften auch Plattformlifte und Hublifte für den privaten und gewerblichen Einsatz. Den ausführlichen Vergleich zwischen Treppenliften und Plattformliften finden Sie in unserem Artikel „Plattformlift oder Treppenlift: Was passt besser?“
Modellpalette. TK bietet die Plattformlift-Modelle RPsp, T80 und Supra an. Die Tragfähigkeit reicht von 300 bis 325 kg. Zusätzlich hat TK mit dem MB 1000 und MB 1300 zwei Hublift-Modelle im Programm, die für geringe Höhenunterschiede bis ca. 3 Meter eine günstigere Alternative zum Plattformlift darstellen. Die detaillierten Kosten für Hublifte haben wir in unserem Hublift-Kosten-Ratgeber zusammengefasst.
Servicenetzwerk. TK Home Solutions verfügt über eines der größten Servicenetzwerke in Deutschland. Das bedeutet kurze Anfahrtswege bei Störungen und schnelle Verfügbarkeit von Ersatzteilen. Allerdings arbeitet TK häufig mit regionalen Subunternehmern zusammen, was zu unterschiedlichen Servicequalitäten führen kann.
Sicherheitsfeatures. Alle TK-Plattformlifte verfügen über Sicherheitskanten mit Sensorik, Not-Stopp-Funktion, verriegelbare Bedienpanels und batteriegestützte Notabsenkung. Die Plattformen lassen sich wahlweise mit automatischen oder manuellen Klapprampen ausstatten.
Service und Bewertung. In der DISQ-Servicestudie vom Oktober 2025 erhielt TK Home Solutions die Bewertung „befriedigend“. Die häufigsten Kritikpunkte betrafen die Reaktionszeiten im Servicefall und die teils unübersichtliche Angebotserstellung. Die Produkte selbst sind technisch solide, stehen aber im direkten Vergleich mit spezialisierten Herstellern wie HIRO oder Ascendor zurück.
Kosten. TK positioniert sich preislich im Mittelfeld. Gerade Plattformlifte beginnen bei ca. 12.000 Euro, kurvige Varianten bei ca. 16.000 Euro (Stand: April 2026). Die Hublifte MB 1000 und MB 1300 sind deutlich günstiger und starten bei ca. 5.000 bis 8.000 Euro.
Für wen geeignet. TK Home Solutions ist eine sinnvolle Wahl, wenn Sie einen Anbieter mit großem Servicenetzwerk suchen und eventuell auch Hublift-Optionen prüfen möchten. Die breite Produktpalette ermöglicht es, verschiedene Lösungen in einer einzigen Beratung zu vergleichen. Informationen zu TK Home Solutions finden Sie auf thyssenkrupp-homesolutions.de.
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Lehner Lifttechnik: Preis-Leistung aus Oesterreich
Lehner Lifttechnik ist ein österreichischer Hersteller, der sich mit einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis einen festen Platz im deutschsprachigen Markt erarbeitet hat. Das Unternehmen fertigt in Oesterreich und vertreibt über ein Netz aus Fachhändlern in Deutschland, der Schweiz und Oesterreich.
Modellpalette. Lehner bietet drei Hauptmodelle an: den Omega, der als vielseitigster Plattformlift des Herstellers gilt und sowohl für gerade als auch kurvige Treppen erhältlich ist. Der Delta ist für gerade Treppenlaufe optimiert und der Sigma für besonders enge Treppenhäuser. Die Tragkraft liegt bei allen Modellen bei bis zu 300 kg.
Vielseitigkeit. Der Omega verdient besondere Erwähnung: Er kann sowohl an geraden als auch an kurvigen Treppen montiert werden, ist für den Innen- und Außenbereich erhältlich und lässt sich mit verschiedenen Plattformgrößen konfigurieren. Diese Flexibilität macht ihn zu einer guten Wahl, wenn die Einbausituation nicht eindeutig in eine Kategorie fällt.
Einbausituation. Lehner-Plattformlifte benötigen eine Mindesttreppenbreite von 90 cm. Die Schienenprofile werden individuell gefertigt und vor Ort montiert. Die Montagezeit beträgt in der Regel ein bis zwei Tage für gerade Treppen und zwei bis vier Tage für kurvige Varianten.
Sicherheitsfeatures. Sicherheitskanten mit Drucksensoren, Not-Stopp an Plattform und Haltestellen, batteriegestützte Notfahrt und verriegelbare Bedienelemente sind Standard. Lehner bietet zudem eine optionale Ferndiagnose per Mobilfunkmodul an, über das der Kundendienst den Liftstatus aus der Ferne prüfen kann.
Kosten. Lehner positioniert sich preislich unter HIRO und Ascendor. Gerade Plattformlifte beginnen bei ca. 9.000 Euro im Innenbereich. Kurvige Varianten liegen bei ca. 14.000 bis 22.000 Euro (Stand: April 2026). Für das Gebotene sind diese Preise fair.
Für wen geeignet. Lehner Lifttechnik ist empfehlenswert, wenn das Budget begrenzt ist, die technische Qualität aber stimmen soll. Der Omega bietet eine hohe Flexibilität, die besonders bei ungewöhnlichen Treppensituationen hilfreich ist. Wer das bestmögliche Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, sollte Lehner auf jeden Fall in den Plattformlift Vergleich einbeziehen.
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Lifta: Der Marktführer als Vermittler
Lifta mit Sitz in Köln ist Deutschlands bekanntester Treppenlift-Anbieter und hält schätzungsweise 50 Prozent des deutschen Marktes. Allerdings ist Lifta kein Hersteller, sondern ein Vertriebsunternehmen. Die Produkte werden von verschiedenen Herstellern zugekauft und unter dem Lifta-Namen vertrieben. Das gilt auch für den Plattformlift-Bereich.
Sortiment. Im Bereich Hebebühne Rollstuhl und Rollstuhllift bietet Lifta vor allem die Vertico-Hublifte an. Für klassische Plattformlifte entlang der Treppe arbeitet Lifta mit verschiedenen Herstellern zusammen. Das bedeutet: Welches Modell Sie letztlich erhalten, hängt von der Einbausituation und dem jeweiligen Partnerunternehmen ab.
Beratung und Service. Der größte Vorteil von Lifta ist das dichte Beraternetz in ganz Deutschland. Die kostenlose Vor-Ort-Beratung wird häufig gelobt: Lifta-Berater nehmen sich Zeit, vermessen die Treppe und erstellen ein detailliertes Angebot. In der DISQ-Servicestudie vom Oktober 2025 erreichte Lifta Platz 4 mit der Bewertung „gut“.
Gut zu wissen: Einige Kunden berichten von höheren Preisen im Vergleich zu Direktanbietern. Das liegt daran, dass Lifta als Zwischenhändler eine eigene Marge einkalkuliert. Wer preisbewusst einkauft, sollte das Lifta-Angebot immer mit mindestens zwei Angeboten von Direktherstellern vergleichen.
Kosten. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie erst nach der Vor-Ort-Beratung. Erfahrungswerte zeigen, dass Lifta-Preise in der Regel leicht über den Preisen vergleichbarer Direkthersteller liegen. Wenn Sie verschiedene Treppenlift-Typen vergleichen möchten, empfehlen wir unseren Treppenlift Test 2026.
Für wen geeignet. Lifta eignet sich für Kunden, die eine komfortable Rundumbetreuung aus einer Hand wollen und bereit sind, dafür etwas mehr zu bezahlen. Die breite Präsenz und der bekannte Markenname geben vielen Kunden ein zusätzliches Sicherheitsgefühl.
Kaufberatung: Worauf beim Plattformlift achten?
Ein Plattformlift ist eine Investition für viele Jahre. Damit Sie die richtige Entscheidung treffen, sollten Sie diese fünf Kriterien sorgfältig prüfen.
Einbausituation und Treppenform. Das wichtigste Kriterium ist die Treppe selbst. Gerade Treppen sind einfacher und günstiger zu bedienen als kurvige. Messen Sie die Treppenbreite: Mindestens 90 cm müssen es im privaten Bereich sein, in Mehrfamilienhäusern mindestens 100 cm. Im zusammengeklappten Zustand darf der Lift maximal 20 bis 30 cm der Treppenlaufbreite beanspruchen, damit die Restbreite für andere Hausbewohner ausreicht. Auch die Deckenhöhe an den Haltestellen und der Platz für die Ein- und Ausfahrt spielen eine Rolle. Jeder seriöse Anbieter prüft diese Maße bei der kostenlosen Vor-Ort-Beratung.
Tragfähigkeit. Standard-Plattformlifte tragen zwischen 225 und 325 kg. Das klingt nach viel, aber bedenken Sie: Ein schwerer Elektrorollstuhl wiegt bereits 80 bis 120 kg, dazu kommt das Körpergewicht der Person. Bei einem Nutzergewicht von 100 kg und einem Elektrorollstuhl von 100 kg sind Sie bei 200 kg. Ein Modell mit 225 kg Tragfähigkeit wäre dann zu knapp bemessen. Kalkulieren Sie immer mit ausreichend Reserve und wählen Sie ein Modell mit mindestens 300 kg Tragfähigkeit.
Sicherheitsfeatures. Jeder Plattformlift muss über bestimmte Sicherheitseinrichtungen verfügen: Sicherheitskanten mit Drucksensoren, die den Lift bei Hindernissen sofort stoppen. Not-Stopp-Schalter auf der Plattform und an jeder Haltestelle. Batteriegestützte Notabsenkung bei Stromausfall. Klappbare Sicherheitsbügel oder Seitenwände, die ein Herausrollen des Rollstuhls verhindern. Rutschfeste Plattformoberfläche und automatisch arretierende Klapprampen. Achten Sie darauf, dass alle diese Elemente zur Standardausstattung gehören und nicht als kostenpflichtige Extras berechnet werden.
Wartung und Service. Ein Plattformlift ist ein technisches Gerät mit beweglichen Teilen, das regelmäßig gewartet werden muss. Fragen Sie vor dem Kauf: Wie schnell ist der Kundendienst bei Störungen vor Ort? Hat der Anbieter eigene Techniker oder arbeitet er mit Subunternehmern? Wie lange ist die Garantiezeit? Sind Ersatzteile auch nach 10 oder 15 Jahren noch verfügbar? Die jährlichen Wartungskosten liegen bei ca. 320 bis 458 Euro (Stand: April 2026). Ein Wartungsvertrag mit Störungshotline ist für die langfristige Zuverlässigkeit dringend empfehlenswert.
Preis und Gesamtkosten. Der Kaufpreis allein sagt wenig aus. Rechnen Sie die Gesamtkosten über die erwartete Nutzungsdauer: Kaufpreis inklusive Einbau, jährliche Wartung, Stromkosten (ca. 50 bis 100 Euro pro Jahr) und eventuelle Reparaturen. Ziehen Sie davon die verfügbaren Förderungen ab: bis zu 4.180 Euro von der Pflegekasse, KfW-Zuschuss oder Kredit und steuerliche Absetzbarkeit. So erhalten Sie ein realistisches Bild der tatsächlichen Investition.
📋 Kaufberatung: 5 Kriterien
Plattformlift Kosten: Was Sie wirklich bezahlen
Die Kosten für einen Plattformlift hängen von drei Faktoren ab: der Treppenform, der Einbausituation (innen oder außen) und der Anzahl der zu überwindenden Etagen. Hier die aktuellen Preisspannen.
Gerader Plattformlift innen. Ein gerader Treppenverlauf über eine halbe oder ganze Etage ist die einfachste und günstigste Variante. Die Preise beginnen bei ca. 8.000 Euro und liegen typischerweise zwischen 8.000 und 12.000 Euro (Stand: April 2026). In diesem Segment bieten Garaventa mit dem X3 (ab ca. 10.300 Euro) und Lehner die attraktivsten Einstiegspreise.
Gerader Plattformlift außen. Für eine Außeninstallation fallen Mehrkosten für wetterfeste Materialien an: Edelstahlschienen, beheizbare Plattformen, UV-beständige Verkleidungen und ein Wetterschutzgehäuse. Rechnen Sie mit ca. 9.500 bis 14.000 Euro (Stand: April 2026).
Kurviger Plattformlift innen. Kurvige Treppen erfordern individuell gefertigte Schienenprofile, die millimetergenau an den Treppenverlauf angepasst werden. Das treibt den Preis deutlich nach oben. Erwarten Sie ca. 14.000 bis 20.000 Euro (Stand: April 2026).
Kurviger Plattformlift außen. Die Kombination aus Kurven und Außenanforderungen macht dies zur teuersten Standardvariante. Die Preise liegen bei ca. 16.000 bis 25.000 Euro (Stand: April 2026).
Mehrere Etagen. Wer einen Plattformlift über zwei oder drei Etagen benötigt, muss mit ca. 20.000 bis 38.000 Euro rechnen (Stand: April 2026). Bei drei Etagen oder mehr kommt ein Homelift (Senkrechtlift) als Alternative infrage, der in bestimmten Situationen wirtschaftlicher sein kann.
Gebraucht kaufen. Gebrauchte Plattformlifte für gerade Treppen sind ab ca. 6.000 Euro erhältlich (Stand: April 2026). Bei kurvigen Treppen lohnt sich der Gebrauchtkauf selten, weil die Schienen an eine bestimmte Treppe angepasst wurden und in der Regel nicht passen. Gebrauchte Lifte sollten immer von einem Fachbetrieb überholt und montiert werden. Fragen Sie nach einer Gewährleistung und prufen Sie, ob Ersatzteile für das Modell noch verfügbar sind.
Förderung und Zuschüsse: So senken Sie die Kosten
Ein Plattformlift ist eine erhebliche Investition. Die gute Nachricht: Es gibt mehrere Fördermöglichkeiten, die sich teilweise kombinieren lassen. Wir von Pflege Panorama empfehlen, jede einzelne Möglichkeit zu prüfen und möglichst früh zu beantragen.
Pflegekasse: bis zu 4.180 Euro. Wer einen Pflegegrad besitzt (Pflegegrad 1 bis 5), kann bei der Pflegekasse einen Zuschuss zur Wohnumfeldverbesserung beantragen. Der maximale Zuschuss beträgt 4.180 Euro pro Person und Maßnahme. Leben zwei pflegebedürftige Personen im selben Haushalt, verdoppelt sich der Betrag auf bis zu 8.360 Euro. Der Antrag muss vor dem Einbau gestellt werden. Die Pflegekasse prüft, ob die Maßnahme geeignet ist, die häusliche Pflege zu ermöglichen oder erheblich zu erleichtern. Bei einem Rollstuhllift ist diese Voraussetzung in der Regel erfüllt. Wie Sie einen Pflegegrad beantragen, erklären wir Schritt für Schritt in unserem Ratgeber Pflegegrad beantragen. Weitere Details zur Wohnumfeldverbesserung finden Sie in unserem Artikel Wohnumfeldverbesserung Pflegekasse.
KfW-Förderung. Das Programm 455-B (Barrierereduzierung) wurde Anfang 2025 eingestellt, ein Neustart ist für Frühjahr 2026 angekündigt. Der maximale Zuschuss für Maßnahmen zur Barrierereduzierung lag bei 2.500 Euro. Unabhängig davon können Sie den KfW-Kredit 159 „Altersgerecht Umbauen“ jederzeit beantragen: Er bietet einen zinsvergünstigten Kredit von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit für barrierereduzierende Maßnahmen. Der Kredit wird über die Hausbank beantragt und muss ebenfalls vor Baubeginn genehmigt werden.
Steuerliche Absetzbarkeit. Die Kosten für einen Plattformlift können als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Voraussetzung ist ein ärztliches Attest oder ein Schwerbehindertenausweis, das die medizinische Notwendigkeit bestätigt. Der absetzbare Betrag hängt von Ihrem Einkommen und Familienstand ab. Alternativ können die Einbaukosten (Arbeitsleistung, nicht Material) als Handwerkerleistung abgesetzt werden. Der maximale Steuervorteil liegt hier bei 1.200 Euro pro Jahr (20 Prozent von maximal 6.000 Euro Arbeitskosten). Beides gleichzeitig ist nicht möglich. Lassen Sie von einem Steuerberater prüfen, welche Variante für Sie günstiger ist.
Weitere Möglichkeiten. In einigen Bundesländern gibt es zusätzliche Förderprogramme für barrierefreies Wohnen. Auch die Berufsgenossenschaft (bei Arbeitsunfällen), die Rentenversicherung (bei Erwerbsminderung) und das Integrationsamt (bei beruflicher Nutzung) können unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse gewähren. Prüfen Sie außerdem, ob Ihre Kommune ein eigenes Förderprogramm anbietet.
Förderungen kombinieren. Der Zuschuss der Pflegekasse und die steuerliche Absetzbarkeit lassen sich kombinieren, solange Sie in der Steuererklärung nur den Eigenanteil (nach Abzug des Kassenzuschusses) geltend machen. Eine Doppelförderung durch Pflegekasse und KfW für dieselbe Maßnahme ist dagegen in der Regel nicht möglich. Prüfen Sie die genauen Bedingungen vor der Antragstellung.
Plattformlift vs. Hublift vs. Treppenlift: Was ist der Unterschied?
Drei Begriffe, drei verschiedene Lösungen. Damit Sie die richtige wählen, hier eine klare Abgrenzung.
Plattformlift. Fährt entlang der Treppe auf Schienen. Ueberwindet beliebig viele Etagen, auch bei kurvigen Treppen. Die Person bleibt im Rollstuhl sitzen und fährt auf der Plattform die Treppe hinauf oder hinunter. Geeignet für: Rollstuhlfahrer in Gebäuden mit Treppen. Kosten: ca. 8.000 bis 38.000 Euro.
Hublift. Hebt senkrecht nach oben, ähnlich einem kleinen Aufzug ohne Schacht. Ueberwindet Höhenunterschiede von ca. 0,5 bis 3 Metern. Wird häufig am Hauseingang eingesetzt, um wenige Stufen zu überwinden. Geeignet für: Eingangsbereiche, Terrassen, geringe Höhenunterschiede. Kosten: ca. 5.000 bis 15.000 Euro. Die ausführliche Kostenaufstellung finden Sie in unserem Hublift-Kosten-Ratgeber.
Treppenlift (Sitzlift). Fährt entlang der Treppe auf einem Sitz. Die Person muss vom Rollstuhl auf den Sitz umsteigen und oben wieder zurück in einen zweiten Rollstuhl. Geeignet für: Gehbehinderte, die zumindest kurzzeitig stehen und sich umsetzen können. Kosten: ca. 3.000 bis 15.000 Euro. Nicht geeignet für Personen, die dauerhaft auf den Rollstuhl angewiesen sind.
Die Entscheidung hängt also primär davon ab, ob die betroffene Person selbstständig vom Rollstuhl aufstehen kann oder nicht. Wenn nicht, kommt nur ein Plattformlift oder ein Hublift infrage. Einen ausführlichen Vergleich beider Varianten finden Sie in unserem Artikel Plattformlift oder Treppenlift.
Technische Anforderungen und Vorschriften
Bevor Sie einen Plattformlift bestellen, müssen die baulichen Voraussetzungen stimmen. Hier die wichtigsten technischen Eckdaten.
Treppenbreite. In privaten Einfamilienhäusern muss die Treppe mindestens 90 cm breit sein. In Mehrfamilienhäusern gelten nach Landesbauordnung mindestens 100 cm, in vielen Bundesländern sogar 110 cm. Im zusammengeklappten Zustand darf der Plattformlift maximal 20 bis 30 cm der Treppenlaufbreite beanspruchen. Die verbleibende Restbreite muss für andere Hausbewohner sicher begehbar sein.
Genehmigungspflicht. In Einfamilienhäusern ist in der Regel keine Baugenehmigung erforderlich. In Mehrfamilienhäusern kann eine Genehmigung der Bauaufsichtsbehörde nötig sein, insbesondere wenn die verbleibende Treppenlaufbreite die Mindestanforderungen unterschreitet. In Eigentumsgemeinschaften müssen die Miteigentümer dem Einbau zustimmen. Prüfen Sie das frühzeitig, um Verzögerungen zu vermeiden.
Tragkraft und Geschwindigkeit. Die Standard-Tragkraft liegt zwischen 225 und 325 kg. Die Fahrgeschwindigkeit beträgt 0,10 bis 0,15 Meter pro Sekunde. Eine Etage dauert damit ca. 1 bis 2 Minuten. Plattformlifte benötigen einen normalen 230-Volt-Hausanschluss mit einer Leistungsaufnahme von 1,5 bis 3 kW. Der jährliche Stromverbrauch liegt bei ca. 50 bis 100 Euro. Alle modernen Plattformlifte verfügen über einen Akku für die Notabsenkung bei Stromausfall.
DIN-Normen. Plattformlifte müssen der DIN EN 81-40 entsprechen. Diese Norm regelt unter anderem die Mindestplattformgröße (800 x 1.000 mm), die Sicherheitseinrichtungen und die Prüfintervalle. Achten Sie darauf, dass der Anbieter die Konformität mit dieser Norm ausdrücklich bestätigt.
Fazit zum Plattformlift
Ein Plattformlift ist für viele Rollstuhlfahrer und Menschen mit schweren Gehbehinderungen die entscheidende Lösung, um in den eigenen vier Wänden bleiben zu können. Die Technik ist ausgereift, die Sicherheitsstandards hoch und die Fördermöglichkeiten substantiell. Mit dem Zuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.180 Euro, dem KfW-Kredit und der steuerlichen Absetzbarkeit lässt sich die Investition deutlich reduzieren. Entscheidend ist, dass Sie sich nicht auf ein einziges Angebot verlassen. Lassen Sie sich von mindestens drei Plattformlift-Anbietern vor Ort beraten, vergleichen Sie die Angebote sorgfältig und achten Sie dabei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Servicequalität und langfristige Ersatzteilversorgung. Unser Plattformlift Vergleich macht deutlich: Wer sich Zeit nimmt und mehrere Angebote einholt, findet die passende Lösung für seine Situation.


Die wichtigsten Fragen
Was kostet ein Plattformlift?
Ein Plattformlift kostet je nach Einbausituation zwischen ca. 8.000 und 38.000 Euro (Stand: April 2026). Gerade Treppen innen liegen bei ca. 8.000 bis 12.000 Euro, kurvige Treppen innen bei ca. 14.000 bis 20.000 Euro. Außeninstallationen kosten ca. 1.500 bis 5.000 Euro mehr als vergleichbare Inneninstallationen. Mehrere Etagen können bis zu 38.000 Euro kosten.
Wie breit muss die Treppe für einen Plattformlift sein?
In privaten Wohnhäusern muss die Treppe mindestens 90 cm breit sein. In Mehrfamilienhäusern gelten strengere Vorschriften: Hier sind mindestens 100 cm erforderlich. Im zusammengeklappten Zustand darf der Plattformlift maximal 20 bis 30 cm der Treppenlaufbreite einnehmen. Die verbleibende Breite muss für andere Bewohner sicher begehbar sein.
Zahlt die Pflegekasse einen Zuschuss für den Plattformlift?
Ja, ab Pflegegrad 1 bezuschusst die Pflegekasse den Einbau eines Plattformlifts als Wohnumfeldverbesserung mit bis zu 4.180 Euro pro Person. Bei zwei pflegebedürftigen Personen im Haushalt sind bis zu 8.360 Euro möglich. Der Antrag muss vor dem Einbau gestellt werden. Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Wohnumfeldverbesserung Pflegekasse.