Günstig leben im Ausland als Rentner 2026: Die 10 besten Destinationen

Pflegeheim Tschechien: Qualität und Fürsorge im Herzen Europas?
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Günstig leben im Ausland als Rentner ist mit einer durchschnittlichen deutschen Rente von 1.550 Euro in vielen Ländern problemlos möglich. In Bulgarien reichen 900 Euro im Monat für ein komfortables Leben. In Thailand leben Sie mit 1.200 Euro besser als mit 2.500 Euro in Deutschland. Und selbst innerhalb der EU gibt es Länder, in denen Ihre Rente doppelt so weit reicht.

Wir von Pflege Panorama haben die 10 günstigsten Länder für deutsche Rentner analysiert. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wo Ihre Rente am weitesten reicht, welche versteckten Kosten auf Sie zukommen und welche Länder auch bei Pflegebedarf die beste Wahl sind.

💰 Günstig leben im Ausland: Die 10 besten Länder für Rentner 2026

Land Kosten/Monat Miete (1-Zi.) Essen Krankenvers. Visum Pflegegeld
🇬🇪 Georgien 700–1.000 € 200–350 € 120–200 € Privat (ab 60 €) 1 Jahr visafrei Nur Pflegegeld
🇧🇬 Bulgarien 800–1.100 € 250–400 € 150–250 € GKV (S1) ✓ Nein (EU) ✓ Ja, voll ✓
🇹🇷 Türkei 800–1.200 € 200–400 € 150–250 € Privat (ab 80 €) Ja Nur Pflegegeld
🇭🇺 Ungarn 900–1.200 € 300–500 € 180–280 € GKV (S1) ✓ Nein (EU) ✓ Ja, voll ✓
🇵🇱 Polen 1.000–1.400 € 350–550 € 200–300 € GKV (S1) ✓ Nein (EU) ✓ Ja, voll ✓
🇹🇭 Thailand 1.000–1.500 € 300–600 € 200–350 € Privat (ab 100 €) Ja (O-A) Nur Pflegegeld
🇬🇷 Griechenland 1.100–1.500 € 350–600 € 200–300 € GKV (S1) ✓ Nein (EU) ✓ Ja, voll ✓
🇭🇷 Kroatien 1.200–1.800 € 400–700 € 250–350 € GKV (S1) ✓ Nein (EU) ✓ Ja, voll ✓
🇵🇦 Panama 1.200–1.800 € 400–700 € 250–350 € Privat (ab 120 €) Pensionado ✓ Nur Pflegegeld
🇵🇹 Portugal 1.300–1.800 € 500–800 € 250–350 € GKV (S1) ✓ Nein (EU) ✓ Ja, voll ✓
Grün = Günstig/Vorteil Orange = Mittel/Einschränkung S1 = GKV bleibt bestehen EU = Kein Visum nötig
💡 Empfehlung: Bulgarien & Ungarn bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis mit voller EU-Absicherung. Polen ist ideal bei Pflegebedarf!

Warum das Ausland für deutsche Rentner attraktiv ist

Die durchschnittliche deutsche Rente liegt 2026 bei rund 1.550 Euro brutto für Männer und 1.100 Euro für Frauen. In vielen deutschen Städten reicht das kaum für Miete, Lebensmittel und Nebenkosten. Die Lebenshaltungskosten in Deutschland steigen schneller als die Rentenanpassungen.

Im Ausland sieht die Rechnung anders aus. In Bulgarien zahlen Sie 300 Euro Miete für eine 2-Zimmer-Wohnung. In Thailand kostet ein vollständiges Mittagessen 3 Euro. In Ungarn liegt der Cappuccino bei 1,50 Euro statt 4 Euro. Diese Preisunterschiede summieren sich jeden Monat zu hunderten Euro Ersparnis.

Aber Vorsicht: Günstig heißt nicht automatisch gut. Wer nur auf den Preis schaut, übersieht wichtige Faktoren: medizinische Versorgung, Sicherheit, Sprachbarrieren, soziale Isolation und die Frage, was im Pflegefall passiert. Wir berücksichtigen all diese Faktoren in unserer Bewertung.

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Die 10 günstigsten Länder im Detail

1. Bulgarien: Das günstigste EU-Land

Bulgarien ist das mit Abstand günstigste Land in der Europäischen Union. Die Lebenshaltungskosten liegen 50 bis 60 Prozent unter dem deutschen Niveau. Eine Einzelperson lebt komfortabel mit 800 bis 1.100 Euro monatlich.

Wohnen: Eine 2-Zimmer-Wohnung in Varna oder Burgas kostet 250 bis 400 Euro monatlich. An der Schwarzmeerküste finden Sie Apartments mit Meerblick für 350 Euro. Im Landesinneren (Plowdiw, Weliko Tarnowo) zahlen Sie noch weniger.

Steuerlich attraktiv: Bulgarien bietet eine Flat Tax von 10 Prozent auf alle Einkünfte. Je nach Doppelbesteuerungsabkommen kann Ihre Rente in Bulgarien deutlich geringer besteuert werden als in Deutschland.

Pflegesituation: Als EU-Land erhalten Sie in Bulgarien das volle Pflegegeld und Pflegesachleistungen. Private Pflegekräfte kosten 400 bis 600 Euro monatlich. Eine 24-Stunden-Betreuung ist damit realistisch finanzierbar.

Nachteile: Die medizinische Versorgung ist in den Großstädten akzeptabel, aber auf dem Land eingeschränkt. Die Sprachbarriere ist erheblich. Bulgarisch ist eine schwere Sprache, und Englisch wird außerhalb der Touristengebiete selten gesprochen.

2. Georgien: Der Geheimtipp

Georgien ist kein EU-Land, bietet aber Deutsche können bis zu 1 Jahr visafrei im Land bleiben. Die Lebenshaltungskosten liegen 60 bis 70 Prozent unter dem deutschen Niveau. Mit 700 bis 1.000 Euro monatlich leben Sie in Tiflis oder Batumi sehr komfortabel.

Wohnen: Eine moderne Wohnung in Tiflis kostet 200 bis 350 Euro monatlich. In Batumi am Schwarzen Meer liegen die Mieten ähnlich. Immobilien kaufen ist für Ausländer problemlos möglich. Kaufpreise: ab 30.000 Euro für eine 2-Zimmer-Wohnung.

Steuerlich attraktiv: Georgien besteuert nur Einkünfte, die im Land erzielt werden. Ihre deutsche Rente wird in Georgien nicht besteuert.

Nachteile: Kein EU-Land, daher nur Pflegegeld (kein Sachleistungsanspruch). Die medizinische Versorgung in Tiflis ist gut, aber eine private Krankenversicherung ist nötig (ab 60 Euro monatlich). Kein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland. Die 1-Jahres-Visumsfreiheit erfordert regelmäßige Aus- und Einreise.

3. Ungarn: Thermalbäder und niedrige Kosten

Ungarn bietet als EU-Land volle Sozialversicherungsanbindung und liegt preislich deutlich unter dem deutschen Niveau. Budapest ist eine der schönsten Hauptstädte Europas, und die Provinz ist noch günstiger.

Wohnen: In Budapest zahlen Sie 400 bis 600 Euro Miete für eine Stadtwohnung. Am Plattensee (Balaton) oder in Pécs liegen die Mieten bei 300 bis 450 Euro. Die berühmten Thermalbäder sind für Senioren mit Gelenkbeschwerden therapeutisch wertvoll.

Steuerlich: Ungarn hat eine Flat Tax von 15 Prozent. Das DBA weist das Besteuerungsrecht dem Wohnsitzstaat zu.

Pflegesituation: Volles Pflegegeld und Sachleistungen als EU-Land. Private Pflegekräfte kosten 500 bis 800 Euro monatlich. Pflegeheime in Ungarn liegen bei 1.000 bis 1.500 Euro.

Nachteile: Ungarisch ist eine schwierige Sprache. In Budapest sprechen viele junge Leute Englisch, aber in der Provinz wird Kommunikation zur Herausforderung. Deutsche Community ist kleiner als in Spanien oder Portugal.

 

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4. Polen: Grenznähe und EU-Vorteile

Polen ist für Rentner aus Norddeutschland und Sachsen ideal. Die Grenznähe ermöglicht regelmäßige Besuche in Deutschland. Die Kosten liegen 30 bis 40 Prozent unter dem deutschen Niveau.

Wohnen: In Breslau, Danzig oder Kolberg zahlen Sie 350 bis 550 Euro Miete. An der Ostseeküste ist es etwas teurer, aber Sie erhalten Meerluft und Kuranwendungen als Bonus. Swinemünde liegt direkt an der deutschen Grenze.

Pflegesituation: Polen hat die am besten entwickelte Pflege-Infrastruktur für deutsche Senioren unter den günstigen EU-Ländern. Deutschsprachige Pflegeheime kosten 1.200 bis 2.000 Euro monatlich. Betreutes Wohnen ab 800 Euro. Volle Pflegekassenleistungen als EU-Land.

Nachteile: Die Kosten in Polen steigen schneller als in anderen osteuropäischen Ländern. In 5 bis 10 Jahren könnte der Preisvorteil geringer ausfallen. Polnisch ist schwieriger als viele denken, aber in den Grenzregionen wird häufig Deutsch gesprochen.

5. Türkei: Sonne und niedrige Kosten

Die Türkei bietet mediterranes Klima, niedrige Lebenshaltungskosten und eine große deutsche Community. Die Lira-Abwertung der letzten Jahre hat das Leben für Euro-Bezieher noch günstiger gemacht.

Wohnen: An der türkischen Riviera (Antalya, Alanya, Side) finden Sie Apartments für 200 bis 400 Euro monatlich. In Istanbul und Izmir liegen die Mieten bei 300 bis 500 Euro.

Steuerlich: Das DBA Deutschland-Türkei weist Renten dem Quellenstaat zu. Ihre deutsche Rente wird in Deutschland besteuert, nicht in der Türkei.

Nachteile: Kein EU-Land. Sie erhalten nur Pflegegeld, keine Sachleistungen. Die politische Situation und die Inflation können Unsicherheit erzeugen. Eine Aufenthaltsgenehmigung ist nötig, die jährlich erneuert werden muss.

6. Thailand: Tropenparadies für Sonnenliebhaber

Thailand ist das beliebteste Nicht-EU-Land für deutsche Rentner. Das tropische Klima, die freundliche Kultur und die extrem niedrigen Kosten für Dienstleistungen machen es attraktiv.

Wohnen: In Chiang Mai oder Hua Hin zahlen Sie 300 bis 500 Euro Miete für ein modernes Apartment. In Pattaya und auf Koh Samui liegen die Preise etwas höher (400 bis 700 Euro).

Pflegesituation: In Thailand erhalten Sie nur das deutsche Pflegegeld, keine Sachleistungen. Dafür sind private Pflegekräfte mit 500 bis 800 Euro monatlich extrem günstig. Eine 24-Stunden-Betreuung kostet weniger als in Deutschland ein ambulanter Pflegedienst für 2 Stunden täglich.

Nachteile: Visum erforderlich (Non-Immigrant O-A, ab 50 Jahren). Keine gesetzliche Krankenversicherung. Private KV ab 100 Euro monatlich, mit zunehmendem Alter deutlich teurer. Lange Flugzeit (10 bis 11 Stunden). Familienbesuche sind aufwendig und teuer.

 

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7. Griechenland: EU-Land mit Mittelmeer-Flair

Griechenland bietet die Kombination aus EU-Sicherheit und mediterranem Lifestyle. Die Kosten liegen 30 bis 40 Prozent unter dem deutschen Niveau, besonders auf den Inseln und im Norden.

Steuerlich attraktiv: Griechenland bietet seit 2020 eine Flat Tax von 7 Prozent auf ausländische Renten für Zuzügler. Das macht Griechenland steuerlich zu einem der attraktivsten EU-Länder.

Pflegesituation: Volle EU-Leistungen. Das öffentliche Pflegesystem ist eingeschränkt, aber private Pflegekräfte kosten 700 bis 1.000 Euro monatlich. Auf den touristischen Inseln wird häufig Deutsch oder Englisch gesprochen.

8. Kroatien: EU-Neuling mit Potenzial

Kroatien ist seit 2013 EU-Mitglied und seit 2023 im Euroraum. Die Adriaküste bietet mediterranes Klima, kristallklares Wasser und eine wachsende Infrastruktur für ausländische Senioren.

Wohnen: In Istrien und an der Kvarner Bucht zahlen Sie 400 bis 700 Euro Miete. In Dalmatien (Split, Zadar) liegen die Preise ähnlich. Im Landesinneren ist es deutlich günstiger (300 bis 500 Euro).

Steuerlich: Das DBA weist Renten dem Wohnsitzstaat zu. Kroatien besteuert Renten mit 20 Prozent abzüglich eines Freibetrags von 5.600 Euro.

Pflegesituation: Volle EU-Leistungen. Das Pflegesystem befindet sich im Aufbau. Private Pflege kostet 800 bis 1.200 Euro monatlich. Die Zahl der auf deutsche Senioren spezialisierten Einrichtungen wächst.

9. Portugal: Atlantik und Kultur

Portugal ist teurer als Osteuropa, aber immer noch deutlich günstiger als Deutschland. Die Algarve und die Region um Lissabon haben eine große internationale Expat-Community.

Wohnen: An der Algarve zahlen Sie 500 bis 800 Euro Miete. In Porto und im Norden liegen die Preise bei 400 bis 600 Euro. In Lissabon sind die Mieten in den letzten Jahren stark gestiegen (700 bis 1.200 Euro).

Steuerlich: Das NHR-Programm (Non-Habitual Resident) ist für Neuantragsteller seit 2024 stark eingeschränkt. Prüfen Sie die aktuelle Steuersituation mit einem Berater.

Nachteile: Die Kosten sind höher als in den anderen Ländern auf dieser Liste. Besonders Lissabon und die Algarve sind durch den Tourismus verteuert.

10. Panama: Jenseits des Atlantiks

Panama bietet mit dem Pensionado-Visum eines der besten Rentner-Visa weltweit. Das Visum gewährt Ermäßigungen auf Flüge, Hotels, Restaurants, Medikamente und öffentliche Verkehrsmittel.

Wohnen: In Panama-Stadt zahlen Sie 400 bis 700 Euro für eine moderne Wohnung. In den Bergregionen (Boquete, El Valle) liegen die Preise bei 300 bis 500 Euro.

Nachteile: Lange Flugzeit (12 Stunden). Kein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland. Nur Pflegegeld, keine Sachleistungen. Die Regenzeit (Mai bis November) kann belastend sein.

Drei Budget-Szenarien für Ihr Auslandsleben

Szenario 1: Rente 1.000 Euro monatlich

Mit 1.000 Euro Rente ist ein günstiges Leben im Ausland als Rentner möglich in: Bulgarien, Georgien, Ungarn (ländlich) und Thailand (ländlich). Sie leben einfach, aber komfortabel. Miete: 200 bis 300 Euro. Essen: 150 bis 200 Euro. Nebenkosten und Extras: 200 bis 300 Euro. Restbetrag für Unvorhergesehenes: 200 bis 450 Euro.

Szenario 2: Rente 1.500 Euro monatlich

Mit 1.500 Euro leben Sie in allen 10 Ländern auf dieser Liste komfortabel. Sie können sich eine größere Wohnung, regelmäßige Restaurantbesuche und Freizeitaktivitäten leisten. In Bulgarien oder Georgien leben Sie damit geradezu luxuriös. In Portugal oder Kroatien reicht es für ein gutes, aber nicht verschwenderisches Leben. Beispielrechnung Ungarn: Miete 400 Euro, Essen 250 Euro, Nebenkosten 120 Euro, Freizeit 200 Euro, Krankenversicherung 0 Euro (GKV/S1), Rücklage 530 Euro.

Szenario 3: Rente 2.000 Euro oder mehr

Mit 2.000 Euro leben Sie in den günstigen Ländern (Bulgarien, Georgien, Ungarn, Thailand) im gehobenen Segment. Sie können sich eine Putzfrau, einen Gärtner oder sogar eine Teilzeit-Pflegekraft leisten. In den teureren Ländern (Portugal, Kroatien) leben Sie komfortabel mit finanzieller Reserve. Ab dieser Rente lohnt sich auch eine private Zusatzversicherung für Zahnbehandlung und Klinikaufenthalte. In Thailand erhalten Sie für 2.000 Euro ein Leben, das in Deutschland mindestens 4.000 Euro kosten würde.

 

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Versteckte Kosten: Was viele Rentner übersehen

Krankenversicherung: In EU-Ländern bleiben Sie über das S1-Formular in der GKV versichert. In Nicht-EU-Ländern brauchen Sie eine private Krankenversicherung. Die Kosten steigen mit dem Alter stark an. Mit 70 Jahren zahlen Sie in Thailand 200 bis 400 Euro monatlich, mit 80 Jahren 400 bis 800 Euro. Planen Sie diese Kostensteigerung ein.

Flüge nach Deutschland: Ein jährlicher Besuch in Deutschland kostet 200 bis 800 Euro (Europa) oder 800 bis 1.500 Euro (Thailand, Panama). Rechnen Sie mit mindestens 2 Besuchen pro Jahr.

Währungsrisiko: In Nicht-Euro-Ländern schwankt der Wechselkurs. Die türkische Lira hat in den letzten 5 Jahren über 80 Prozent an Wert verloren. Das kommt Euro-Beziehern zugute, kann sich aber umkehren.

Steigende Kosten im Zielland: Die Lebenshaltungskosten in beliebten Auswandererländern steigen. In Lissabon haben sich die Mieten in 5 Jahren verdoppelt. In Bangkok steigen die Preise um 5 bis 8 Prozent jährlich. Planen Sie einen Puffer von 10 bis 15 Prozent ein.

Heimreise im Notfall: Ein kurzfristiger Flug nach Deutschland kann 500 bis 2.000 Euro kosten. Eine Reiserückholversicherung (ab 30 Euro jährlich) ist empfehlenswert.

 

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Welches Land passt zu Ihnen?

Die Wahl hängt von Ihren Prioritäten ab. Wir empfehlen folgende Zuordnung:

Sie suchen maximale Ersparnis: Bulgarien oder Georgien. Beide Länder bieten das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

Sie wollen EU-Sicherheit: Polen, Ungarn, Bulgarien oder Griechenland. Volle Sozialversicherung, Pflegeansprüche und Freizügigkeit.

Sie planen für den Pflegefall: Polen ist die erste Wahl. Kein anderes günstiges Land hat eine vergleichbare Pflege-Infrastruktur für deutsche Senioren. Pflegeheime mit deutschsprachigem Personal ab 1.200 Euro monatlich. Die Grenznähe zu Deutschland ermöglicht regelmäßige Familienbesuche, und die deutsche Pflegekasse zahlt die vollen Leistungen.

Sie lieben Sonne und Wärme: Thailand, Griechenland oder Kroatien. Mediterranes oder tropisches Klima das ganze Jahr.

Sie haben eine kleine Rente (unter 1.000 Euro): Georgien oder Bulgarien. Nur in diesen Ländern leben Sie mit unter 1.000 Euro monatlich wirklich komfortabel.

Checkliste vor dem Umzug: 10 Schritte in Ihr neues Leben

Bevor Sie Deutschland verlassen, sollten Sie diese Punkte abarbeiten. Die Reihenfolge ist bewusst gewählt.

Schritt 1: Testaufenthalt planen. Verbringen Sie mindestens 4 Wochen am Wunschort. Erleben Sie den Alltag, nicht den Urlaub. Gehen Sie in Supermärkte, Arztpraxen und Behörden. Testen Sie den öffentlichen Nahverkehr. Sprechen Sie mit anderen deutschen Rentnern vor Ort.

Schritt 2: Krankenversicherung klären. In EU-Ländern beantragen Sie das S1-Formular bei Ihrer Krankenkasse. Das dauert 2 bis 4 Wochen. In Nicht-EU-Ländern vergleichen Sie mindestens 3 Anbieter für eine Auslandskrankenversicherung. Achten Sie auf Altersgrenzen und Vorerkrankungs-Ausschlüsse.

Schritt 3: Steuerberater konsultieren. Ein Steuerberater mit Erfahrung im internationalen Steuerrecht prüft, welche Abkommen für Sie gelten. Die Beratung kostet 200 bis 500 Euro und spart Ihnen möglicherweise tausende Euro jährlich.

Schritt 4: Rentenversicherung informieren. Teilen Sie der Deutschen Rentenversicherung Ihre neue Adresse und Bankverbindung mit. Die Rente wird weltweit überwiesen, aber die Lebensbescheinigung muss jährlich eingereicht werden.

Schritt 5: Bankkonto optimieren. Eröffnen Sie ein Konto bei einer Bank ohne Auslandsüberweisungsgebühren. Direktbanken wie N26 oder Wise bieten kostenlose Euro-Überweisungen in viele Länder. In Nicht-Euro-Ländern ist ein Wise-Multi-Währungskonto empfehlenswert.

Schritt 6: Wohnsituation in Deutschland regeln. Behalten Sie Ihre deutsche Wohnung im ersten Jahr, falls möglich. Alternativ: Untermiete mit Rückkehrrecht. Melden Sie sich nicht sofort ab. Eine Abmeldung aus Deutschland hat steuerliche und versicherungstechnische Konsequenzen.

Schritt 7: Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Lassen Sie eine Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung erstellen, die auch im Ausland gültig ist. Lassen Sie die Dokumente beglaubigt übersetzen. In EU-Ländern werden deutsche Vollmachten grundsätzlich anerkannt.

Schritt 8: Medikamentenversorgung sichern. Klären Sie, ob Ihre Medikamente im Zielland verfügbar sind. Nehmen Sie einen Vorrat für 3 Monate mit. Lassen Sie sich vom Arzt eine englischsprachige Medikamentenliste ausstellen.

Schritt 9: Soziales Netzwerk aufbauen. Suchen Sie schon vor dem Umzug Kontakt zu deutschen Expat-Gruppen. Facebook-Gruppen, Stammtische und Vereine erleichtern den Einstieg erheblich. Einsamkeit ist das größte Risiko beim Auswandern im Alter.

Schritt 10: Pflegefall mitdenken. Auch wenn Sie heute fit sind: Klären Sie vorab, welche Pflegemöglichkeiten im Zielland existieren. In EU-Ländern haben Sie Anspruch auf Pflegekassenleistungen. In Nicht-EU-Ländern nur auf Pflegegeld. Planen Sie für beide Szenarien.

Checkliste vor dem Umzug: 10 Schritte in Ihr neues Leben

Flugverbindungen. Danzig wird von mehreren deutschen Städten direkt angeflogen: Berlin, München, Hamburg und Dortmund haben regelmäßige Verbindungen. Die Flugzeit beträgt 1 bis 1,5 Stunden. Bei frühzeitiger Buchung finden Sie Flüge ab 50 Euro pro Strecke.

Bahnverbindungen. Von Berlin nach Stettin fährt der EC in unter zwei Stunden. Die Strecke Berlin–Danzig ist per Zug über Posen in etwa 5,5 Stunden zu bewältigen.

Auto. Die Autobahn A11/A6 führt direkt von Berlin nach Stettin. Nach Danzig nehmen Sie die A1. Beide Strecken sind gut ausgebaut und mautfrei für PKW.

Tipp für regelmäßige Besucher: Wenn Sie Ihren Angehörigen häufig besuchen möchten, lohnt sich die Anschaffung einer polnischen Autobahnvignette und eine Tankkarte für polnische Tankstellen. Die Spritpreise in Polen liegen durchschnittlich 15 bis 20 Prozent unter dem deutschen Niveau. Auch Hotels in der Nähe der Pflegeeinrichtung kosten in der Regel nur 40 bis 70 Euro pro Nacht. So können Sie entspannt ein ganzes Wochenende vor Ort verbringen.

Fazit: Günstig leben im Ausland als Rentner

 

Günstig leben im Ausland als Rentner ist keine Utopie. Es ist eine realistische Option für Hunderttausende deutsche Rentner. Der Schlüssel liegt in der richtigen Vorbereitung: Land sorgfältig auswählen, Kosten realistisch kalkulieren und den Pflegefall mitdenken. Wir von Pflege Panorama helfen Ihnen, die beste Lösung zu finden.

 

Weiterführende Artikel

→ Mehr erfahren: Auswandern als Rentner: Die besten Länder im Vergleich 2026

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Die wichtigsten Fragen

Wo kann man als Rentner am günstigsten leben?

Die günstigsten Länder für deutsche Rentner sind Georgien (ab 700 Euro monatlich), Bulgarien (ab 800 Euro) und die Türkei (ab 800 Euro). Unter den EU-Ländern ist Bulgarien mit Abstand am günstigsten. In allen drei Ländern leben Sie mit der durchschnittlichen deutschen Rente von 1.550 Euro sehr komfortabel.

Bekomme ich meine Rente auch im Ausland?

Ja. Die deutsche Rente wird weltweit ungekürzt ausgezahlt. Die Deutsche Rentenversicherung überweist auf jedes Bankkonto weltweit. Einzige Pflicht: Sie müssen jährlich eine Lebensbescheinigung einreichen.

Was passiert mit meiner Krankenversicherung?

In EU-Ländern bleiben Sie über das S1-Formular in der GKV versichert und haben Zugang zum Gesundheitssystem des Wohnsitzlandes. In Nicht-EU-Ländern brauchen Sie eine private Auslandskrankenversicherung.

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Jan Berning
Hallo liebe Leser und Leserinnen, mein Name ist Jan und ich gehöre zum Team Pflege Panorama. In meinen Ratgeber-Artikeln teile ich gerne mein Wissen, um Ihnen umfassende Informationen über die häusliche Betreuung zu bieten.
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