Plattformlift 2026: Kosten für Rollstuhl & Förderung

Plattformlift 2026 für Rollstuhlfahrer: Preise ab ca. 9.000 € (gerade) bis 25.000 €
Inhalt dieses Beitrags

Ein Plattformlift (Schrägaufzug) ist ein Treppenlift mit einer befahrbaren Plattform, der Rollstuhlfahrer samt Rollstuhl schräg an einer vorhandenen Treppe entlang nach oben und unten befördert. Im Gegensatz zum Sitzlift muss die Person dabei nicht umsteigen, sie bleibt im Rollstuhl sitzen. Die Plattformlift Kosten beginnen 2026 bei rund 9.000 Euro für eine gerade Treppe im Innenbereich und reichen bis etwa 25.000 Euro für eine kurvige Treppe im Außenbereich. Geeignet ist ein Plattformlift vor allem für Menschen, die dauerhaft auf einen Hand- oder Elektrorollstuhl angewiesen sind, eine vorhandene Treppe haben und genügend Treppenbreite für die Plattform mitbringen.

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Was ist ein Plattformlift und wie funktioniert er?

Ein Plattformlift, auch Treppenschrägaufzug oder Rollstuhllift genannt, besteht aus einer stabilen Plattform, einem Antrieb und einem Schienensystem, das fest an der Treppe oder der Wand montiert wird. Die Plattform fährt entlang dieser Schiene schräg die Treppe hinauf und hinab, genau dem Treppenverlauf folgend. Der Rollstuhlfahrer rollt vorne oder seitlich auf die Plattform, sichert sich über Auffahrklappen und Schranken und steuert die Fahrt über einen Bedienknopf oder eine Funkfernbedienung.

Der entscheidende Unterschied zum klassischen Sitzlift: Beim Plattformlift bleibt die Person im Rollstuhl sitzen und muss nicht umsteigen. Das ist gerade für Menschen wichtig, die nicht oder nur schwer aus dem Rollstuhl auf einen Sitz wechseln können. Damit die Treppe für andere Bewohner nutzbar bleibt, lässt sich die Plattform nach der Fahrt platzsparend hochklappen. Im zusammengeklappten Zustand beansprucht sie meist nur rund 20 bis 30 Zentimeter der Treppenlaufbreite.

Plattformlift vs. Hublift vs. Sitzlift im Vergleich

Die drei Lifttypen werden oft verwechselt, lösen aber unterschiedliche Probleme. Entscheidend ist, ob eine Treppe vorhanden ist, ob die Person im Rollstuhl bleibt und wie viel Platz zur Verfügung steht. Die folgende Tabelle ordnet die Lösungen ein.

Typ

Bewegung

Für wen

Platzbedarf

Preis ab

Plattformlift (Schrägaufzug)

schräg entlang der Treppe

Rollstuhlfahrer mit vorhandener Treppe

breite Treppe nötig (ab ca. 90 bis 100 cm)

ca. 9.000 €

Hublift (Senkrechtlift)

senkrecht hoch und runter

Rollstuhlfahrer, geringe Höhen ohne Treppe

freie Standfläche, keine Treppe nötig

ca. 5.000 €

Sitzlift (Treppenlift)

schräg entlang der Treppe

gehfähige Personen, die sitzen können

auch für schmale Treppen geeignet

ca. 4.000 €

Kurz gesagt: Wer sitzen kann und nicht zwingend im Rollstuhl bleiben muss, fährt mit einem Sitzlift meist deutlich günstiger und braucht weniger Treppenbreite. Wer im Rollstuhl bleiben muss und eine ausreichend breite Treppe hat, benötigt einen Plattformlift. Wer dagegen einen Höhenunterschied ganz ohne Treppe überwinden will, etwa am Hauseingang oder an der Terrasse, ist mit einem Hublift besser beraten.

Für wen ist ein Plattformlift geeignet?

Ein Plattformlift richtet sich an Menschen, die ihre Treppe dauerhaft nicht zu Fuß bewältigen können und auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Typische Nutzergruppen sind:

  • Handrollstuhlfahrer: Sie rollen mit dem Rollstuhl auf die Plattform und bleiben während der gesamten Fahrt sicher sitzen, ohne umsteigen zu müssen.
  • Elektrorollstuhlfahrer: Auch schwere Elektrorollstühle lassen sich befördern, sofern die Tragkraft der Plattform ausreicht. Übliche Modelle tragen rund 250 bis 300 Kilogramm.
  • Menschen, die nicht umsteigen können: Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht vom Rollstuhl auf einen Sitz wechseln kann, profitiert besonders, weil der Plattformlift den Umstieg überflüssig macht.

Wichtig ist, dass die Tragkraft zum tatsächlichen Gewicht von Rollstuhl plus Person passt. Ein moderner Elektrorollstuhl wiegt schnell über 100 Kilogramm, zusammen mit dem Nutzer kann die Grenze von 300 Kilogramm näher rücken, als man denkt. Pflege Panorama vermittelt geprüfte Treppenlift-Anbieter, die vor Ort prüfen, welche Tragkraft und Plattformgröße im Einzelfall sinnvoll sind. 

 

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Gerade oder kurvig, innen oder außen

Zwei Faktoren bestimmen Technik und Preis eines Plattformlifts am stärksten: der Treppenverlauf und der Einsatzort.

Gerade Treppe: Verläuft die Treppe ohne Kurve gerade nach oben, lässt sich ein Standard-Schienensystem verwenden. Das ist die günstigste Variante, weil die Schiene weitgehend vorgefertigt ist.

Kurvige Treppe: Bei Kurven, Podesten oder Wendeltreppen muss das Schienensystem millimetergenau und maßgefertigt an den Verlauf angepasst werden. Diese individuelle Anfertigung treibt den Preis deutlich nach oben und ist der Hauptgrund, warum kurvige Plattformlifte so viel teurer sind als gerade.

Innen oder außen: Ein Plattformlift im Außenbereich muss Regen, Frost, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen standhalten. Das erfordert verzinkten oder pulverbeschichteten Stahl, eine versiegelte Elektronik und eine rutschfeste Plattformoberfläche. Deshalb kostet ein Außenmodell spürbar mehr als ein vergleichbares Innenmodell.

Plattformlift Kosten 2026 im Detail

Die Plattformlift Kosten ergeben sich 2026 aus der Kombination von Treppenform und Einbauort, dazu kommen Plattformgröße, Förderlänge der Schiene und Ausstattung. Plattformlifte sind generell deutlich teurer als Sitzlifte, weil die tragende Plattform, die stärkere Mechanik und die höhere Tragkraft mehr Material und Technik erfordern. Alle folgenden Werte sind marktübliche Preisspannen inklusive Standardmontage, keine Festpreise.

Variante

Treppenform / Ort

Preisspanne (inkl. Montage)

Gerade, innen

gerade Treppe ohne Kurve, Innenbereich

ca. 9.000 bis 13.000 €

Gerade, außen

gerade Treppe, witterungsfest

ca. 10.000 bis 14.000 €

Kurvig, innen

Kurven, Podest, maßgefertigte Schiene

ca. 14.000 bis 22.000 €

Kurvig, außen

kurvige Außentreppe, witterungsfest

ca. 18.000 bis 25.000 €

Über alle Varianten hinweg bewegt sich der Markt 2026 grob zwischen 9.000 und 25.000 Euro. Zu den Zusatzkosten zählen unter anderem ein größeres Plattformmaß, automatische Auffahrklappen, eine Funkfernbedienung, ein Wartungsvertrag sowie eventuelle bauliche Vorarbeiten an der Treppe. Eine jährliche Wartung sollten Sie mit grob 150 bis 300 Euro einplanen. Da jeder Einbau individuell ist, nennen seriöse Anbieter immer Spannen und erstellen ein verbindliches Angebot erst nach einem Vor-Ort-Termin. Einen ausführlichen Überblick über alle Lifttypen und ihre Preise finden Sie in unserem Treppenlift-Kostenratgeber.

Förderung und Finanzierung 2026

Die gute Nachricht: Ein erheblicher Teil der Plattformlift Kosten lässt sich 2026 über Zuschüsse und Steuervorteile abfedern. Das ist gerade bei den hohen Anschaffungspreisen eines Plattformlifts wichtig. Die folgende Tabelle fasst die belegbaren Werte für 2026 zusammen.

Leistung

Höhe 2026

Anspruch / Voraussetzung

Pflegekasse, § 40 SGB XI (wohnumfeldverbessernde Maßnahme)

bis 4.180 € je Maßnahme

ab Pflegegrad 1; Antrag vor Baubeginn

Pflegekasse bei mehreren Anspruchsberechtigten im Haushalt

bis zu 16.720 € (max. 4 × 4.180 €)

mehrere Pflegebedürftige, gemeinsame Maßnahme

KfW-Zuschuss 455-B (Barrierereduzierung)

10 % bzw. 12,5 % der Kosten; max. 2.500 € bzw. 6.250 €

seit 08.04.2026 wieder offen; Mittel begrenzt

Steuer, § 35a EStG (Handwerkerleistung)

20 % der Arbeitskosten; max. 1.200 € pro Jahr

getrennt ausgewiesene Arbeitskosten; Überweisung

Eingliederungshilfe / Rentenversicherung / Integrationsamt

anteilig bis volle Übernahme der Arbeitshilfe

nur bei beruflichem Bezug (Teilhabe am Arbeitsleben)

Der Pflegekassen-Zuschuss nach § 40 Absatz 4 SGB XI ist der wichtigste Hebel. Seit der Pflegereform 2025 beträgt der Höchstbetrag 4.180 Euro je Maßnahme statt zuvor 4.000 Euro. Voraussetzung ist mindestens Pflegegrad 1. Leben mehrere anspruchsberechtigte Pflegebedürftige im selben Haushalt, kann sich der Betrag bis auf das Vierfache, also 16.720 Euro je Maßnahme, erhöhen. Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt und bewilligt werden.

Das KfW-Programm 455-B („Altersgerecht Umbauen, Barrierereduzierung“) ist seit dem 8. April 2026 wieder geöffnet. Für 2026 stehen nach Angaben des Bundesbauministeriums rund 50 Millionen Euro bereit, deutlich weniger als in früheren Jahren, und die Mittel dürften innerhalb weniger Monate erschöpft sein. Die Konditionen: 10 bzw. 12,5 Prozent der Kosten, maximal 2.500 bzw. 6.250 Euro. Da die Mittel begrenzt sind, lohnt sich eine zügige Antragstellung. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu Zuschuss und Finanzierung.

Beim Finanzamt lassen sich über § 35a EStG 20 Prozent der reinen Arbeitskosten (maximal 1.200 Euro pro Jahr) direkt von der Steuer abziehen, sofern die Rechnung Arbeits- und Materialkosten getrennt ausweist und per Überweisung bezahlt wurde. Wird der Plattformlift benötigt, um einen Arbeitsplatz zu erreichen oder zu sichern, können je nach Situation die Deutsche Rentenversicherung (bei mindestens 15 Jahren Beitragszeit), die Agentur für Arbeit oder das Integrationsamt im Rahmen der Teilhabe am Arbeitsleben einspringen. Die Eingliederungshilfe greift nachrangig, wenn kein anderer Kostenträger zuständig ist.

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Sicherheit und Normen: TÜV, CE und DIN EN 81-40

Ein Plattformlift transportiert Menschen und muss deshalb strenge Sicherheitsanforderungen erfüllen. Maßgeblich ist die europäische Norm DIN EN 81-40, die Bau, Herstellung, Einbau, Wartung und Demontage von schrägen Treppenliften und Plattformaufzügen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität regelt. Seriöse Geräte tragen außerdem das CE-Kennzeichen und unterliegen den Vorgaben des Produktsicherheitsrechts.

Wichtig für 2026: Anfang des Jahres ist eine überarbeitete Fassung der DIN EN 81-40 in Kraft getreten, die strengere Anforderungen an Brems- und Sicherheitssysteme stellt. Zusätzlich müssen Bedienelemente künftig kontrastreich, beleuchtet und tastbar ausgeführt sein, damit auch sehbehinderte Menschen den Lift sicher bedienen können. Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass das Gerät die aktuelle Normfassung erfüllt.

Zur Standardausstattung sicherer Plattformlifte gehören:

  • Auffahrklappen und Schranken: Sie verhindern, dass der Rollstuhl während der Fahrt von der Plattform rollt.
  • Sicherheitsleisten und Sensoren: Hindernisse unter oder an der Plattform stoppen die Fahrt automatisch.
  • Not-Stopp und Notabsenkung: Bei Störung oder Stromausfall lässt sich die Plattform sicher anhalten und absenken.
  • Akku-Notbetrieb: Viele Modelle fahren auch bei Stromausfall noch einige Male per Akku.

Eine TÜV-Abnahme ist je nach Bundesland und Einbausituation üblich, ein regelmäßiger Wartungsvertrag sorgt dafür, dass die Sicherheitstechnik dauerhaft zuverlässig arbeitet.

Platzbedarf und bauliche Voraussetzungen

Der größte Unterschied zum Sitzlift ist der Platzbedarf. Eine Plattform braucht deutlich mehr Treppenbreite als ein zusammengeklappter Sitz. Als grobe Faustregel gilt: Im privaten Bereich sollte die Treppe mindestens rund 90 Zentimeter breit sein, in Mehrfamilienhäusern werden wegen der Fluchtwegbreite häufig mindestens 100 Zentimeter verlangt. Ist die Treppe schmaler, ist ein Plattformlift oft nicht realisierbar, dann kommen Alternativen wie ein Hublift oder ein Homelift in Betracht.

Die Plattform selbst misst je nach Modell etwa 75 mal 68 Zentimeter bis 100 mal 80 Zentimeter. Im hochgeklappten Zustand ragt sie nur rund 20 bis 30 Zentimeter in den Treppenraum, sodass die Treppe für andere Bewohner nutzbar bleibt. Wichtig sind außerdem ausreichend Bewegungsfläche an den beiden Haltepunkten oben und unten, damit der Rollstuhl bequem auf- und abfahren kann, sowie ein Stromanschluss für die Ladestation. In Mehrfamilienhäusern ist zusätzlich oft die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft erforderlich.

Plattformlift gebraucht kaufen

Ein gebrauchter Plattformlift klingt nach einer attraktiven Sparmöglichkeit, ist aber nur in bestimmten Fällen sinnvoll. Bei geraden Treppen lässt sich ein gebrauchtes Gerät vergleichsweise gut wiederverwenden, hier sind Ersparnisse von rund 30 bis 50 Prozent gegenüber einem Neugerät möglich.

Bei kurvigen Treppen sieht es anders aus. Das maßgefertigte Schienensystem passt fast nie ohne Weiteres in ein anderes Treppenhaus. Eine Anpassung ist aufwendig und teuer, sodass die Ersparnis oft nur bei 10 bis 30 Prozent liegt oder ganz verpufft. Hinzu kommt das Risiko: Bei jedem gebrauchten Lift sollten Elektronik, Antrieb, Akkus und alle Sicherheitskomponenten fachgerecht geprüft und generalüberholt sein. Kaufen Sie deshalb nur bei seriösen Anbietern mit Wartungsnachweis, fachgerechter Montage und Gewährleistung, nicht privat ohne Prüfung. Weitere Hinweise zum Gebrauchtkauf finden Sie in unserem Finanzierungs- und Gebrauchtkauf-Ratgeber.

 

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Hersteller im Überblick

Der deutsche Markt für Plattformlifte wird von einigen etablierten Herstellern geprägt. Zu den bekanntesten zählen Lifta, Garaventa Lift, TK Home Solutions (vormals ThyssenKrupp), HIRO Lift, Ascendor, Sani-Trans und Hawle. Sie unterscheiden sich in Tragkraft, maximaler Plattformgröße, Schienentechnik für kurvige Verläufe und Ausstattungsoptionen.

Garaventa bietet mit geraden Modellen Einstiegsvarianten im unteren fünfstelligen Bereich, kurvige Modelle liegen deutlich höher. TK Home Solutions gilt als besonders stark bei komplexen kurvigen Treppen mit engen Radien. HIRO Lift aus Bielefeld ist ein deutscher Hersteller mit hoher Spezialisierung auf Plattform- und Hublifte. Lifta ist der wohl bekannteste Anbieter mit einer sehr breiten Modellpalette. Da jeder Einbau individuell ist, gibt es keine pauschalen Festpreise, seriöse Anbieter nennen stets Spannen und erstellen ein konkretes Angebot erst nach einem Vor-Ort-Termin. Pflege Panorama vermittelt geprüfte Plattformlift-Anbieter, sodass Sie mehrere Angebote vergleichen können, ohne selbst recherchieren zu müssen.

Kaufberatung: Checkliste für den Plattformlift

Damit der Plattformlift langfristig passt, sollten Sie vor dem Kauf einige Punkte prüfen. Die folgende Checkliste hilft bei der Entscheidung:

  • Treppenbreite messen: Privat mindestens rund 90 cm, im Mehrfamilienhaus oft 100 cm, sonst ist ein Plattformlift kaum machbar.
  • Treppenverlauf klären: Gerade Treppen sind günstig, kurvige brauchen eine maßgefertigte und teurere Schiene.
  • Innen oder außen: Außenmodelle brauchen Wetterschutz und kosten mehr.
  • Tragkraft prüfen: Elektrorollstuhl plus Person kann an die Grenze von 250 bis 300 kg kommen, im Zweifel großzügig wählen.
  • Plattformgröße: Sie muss zum Rollstuhl passen und genug Auf- und Abfahrfläche bieten.
  • Förderung vor Auftrag sichern: Pflegekasse und KfW müssen vor Baubeginn beantragt und bewilligt sein.
  • Mehrere Angebote vergleichen: Preise schwanken stark, holen Sie mindestens drei Angebote ein.
  • Wartung und Garantie: Auf Wartungsvertrag, Reaktionszeiten und Ersatzteilverfügbarkeit achten.
  • Normen kontrollieren: CE-Kennzeichen und aktuelle DIN EN 81-40 sollten erfüllt sein.

Fazit

Ein Plattformlift ist die richtige Wahl, wenn ein Rollstuhlfahrer eine vorhandene, ausreichend breite Treppe überwinden muss, ohne dafür aus dem Rollstuhl umzusteigen. Die Plattformlift Kosten liegen 2026 je nach Treppenform und Einbauort zwischen rund 9.000 Euro für eine gerade Innentreppe und etwa 25.000 Euro für eine kurvige Außentreppe. Damit ist der Plattformlift teurer als ein Sitzlift, dafür aber oft die einzige Lösung für Menschen, die im Rollstuhl bleiben müssen. Dank Pflegekassen-Zuschuss von bis zu 4.180 Euro, der wieder geöffneten KfW-Förderung 455-B und steuerlichen Vorteilen lässt sich der Eigenanteil deutlich senken. Wer die Treppenbreite früh prüfen lässt, mehrere Angebote vergleicht und die Förderung vor Auftragsvergabe sichert, fährt am günstigsten.

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Die wichtigsten Fragen

Was kostet ein Plattformlift für Rollstuhlfahrer 2026?

Ein Plattformlift kostet 2026 je nach Treppenform und Einbauort zwischen rund 9.000 und 25.000 Euro inklusive Montage. Eine gerade Innentreppe liegt bei etwa 9.000 bis 13.000 Euro, eine kurvige Außentreppe eher bei 18.000 bis 25.000 Euro. Plattformlifte sind damit deutlich teurer als Sitzlifte, weil die tragende Plattform und die höhere Tragkraft mehr Technik erfordern.

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Was ist der Unterschied zwischen Plattformlift und Hublift?

Ein Plattformlift fährt schräg an einer vorhandenen Treppe entlang, ein Hublift bewegt die Plattform dagegen senkrecht nach oben und unten und braucht keine Treppe. Der Plattformlift eignet sich für vorhandene Innen- oder Außentreppen, der Hublift vor allem für Höhenunterschiede am Hauseingang, an der Terrasse oder an Podesten.

Warum ist ein Plattformlift teurer als ein Sitzlift?

Ein Plattformlift braucht eine stabile, befahrbare Plattform, eine stärkere Mechanik und eine höhere Tragkraft, um Rollstuhl und Person gemeinsam zu tragen. Außerdem ist das Schienensystem aufwendiger, besonders bei kurvigen Treppen. Deshalb beginnt ein Plattformlift erst bei rund 9.000 Euro, während ein Sitzlift schon ab etwa 4.000 Euro erhältlich ist.

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Zahlt die Pflegekasse einen Zuschuss zum Plattformlift?

Ja. Bei mindestens Pflegegrad 1 zahlt die Pflegekasse nach § 40 SGB XI bis zu 4.180 Euro je Maßnahme als wohnumfeldverbessernde Maßnahme. Leben mehrere anspruchsberechtigte Pflegebedürftige im Haushalt, sind bis zu 16.720 Euro möglich. Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt und bewilligt werden.

Welche Treppenbreite braucht ein Plattformlift?

Im privaten Bereich sollte die Treppe mindestens rund 90 Zentimeter breit sein, in Mehrfamilienhäusern werden wegen der Fluchtwegbreite häufig mindestens 100 Zentimeter verlangt. Ist die Treppe schmaler, ist ein Plattformlift meist nicht realisierbar. Im hochgeklappten Zustand beansprucht die Plattform nur rund 20 bis 30 Zentimeter der Treppenlaufbreite.

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Welche Norm gilt 2026 für Plattformlifte?

Maßgeblich ist die DIN EN 81-40 für schräge Treppenlifte und Plattformaufzüge. Anfang 2026 ist eine überarbeitete Fassung mit strengeren Anforderungen an Brems- und Sicherheitssysteme in Kraft getreten, zudem müssen Bedienelemente kontrastreich, beleuchtet und tastbar sein. Sichere Geräte tragen außerdem das CE-Kennzeichen.

Welche Tragkraft hat ein Plattformlift?

Übliche Plattformlifte tragen je nach Modell rund 250 bis 300 Kilogramm. Damit lassen sich auch Elektrorollstühle sicher befördern. Da ein Elektrorollstuhl zusammen mit dem Nutzer schnell schwer wird, sollte die Tragkraft zum tatsächlichen Bedarf passen und im Zweifel großzügig gewählt werden.

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Lohnt sich ein gebrauchter Plattformlift?

Bei geraden Treppen kann sich ein gebrauchter Plattformlift lohnen und 30 bis 50 Prozent sparen. Bei kurvigen Treppen passt das maßgefertigte Schienensystem aber fast nie, die Anpassung ist teuer und die Ersparnis liegt oft nur bei 10 bis 30 Prozent. Kaufen Sie nur bei seriösen Anbietern mit geprüfter Sicherheitstechnik, Generalüberholung und Gewährleistung.

Bild von Jan Berning
Jan Berning
Jan Berning ist Mitgründer von Pflege Panorama. Über mehrere Jahre hat er die 24-Stunden-Pflege-Agentur Dicura Seniorenbetreuung mit aufgebaut und geführt und dabei Familien bei der Organisation einer passenden häuslichen Betreuung begleitet, von der Bedarfsklärung über die Finanzierung bis zur laufenden Betreuung zu Hause. Diese Praxiserfahrung fließt in seine Ratgeber zu 24-Stunden-Pflege, Pflegefinanzierung, Pflegegraden und Pflegehilfsmitteln ein.
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